Leben...
Lernen...
Wirtschaften...
...wie's der Seele gut tut

Lernen &
Bildung

All unsere Bildungsbereiche wollen Rahmengeber für junge Menschen sein, um SICH SELBST LERNEN zu KÖNNEN.
„Wer bin ich? Was kann ich wirklich? Wofür bin ich da?“
Um Kinder und Jugendliche bei der Findung ihrer persönlichen Antworten zu begleiten, setzen wir uns im PAN-Projekt seit fast drei Jahrzehnten für die Schaffung eines ganzheitlichen Lern-, Lebens- und Wirtschaftsraumes ein. Dadurch soll ein sinnbezogenes Lernen erlebbar werden – ein Lernen, welches Heranwachsenden das Gefühl der Verbundenheit zum echten Leben gibt, sie in der Seele berührt und glücklich macht.

Landwirtschaft
& Veredelung

„…weil’s der Seele gut tut!“
Das ist der Grund warum wir eine Vielfalt von Pflanzen und Tieren pflegen und uns um einen würdevollen Umgang mit ihnen bemühen – von Anfang an bis zur Veredelung. Mit Tatkraft und viel Herz kümmern wir uns so tagtäglich um die Entwicklung unserer Lebensgrundlage.

Gemeinschaft
& Menschen

Wir, insgesamt 26 Menschen zwischen 1 und 75 Jahren, sind als Gemeinschaft das Herz von dem, was hier wächst und wird.
Wir leben und arbeiten zusammen. Wir bestellen unsere Felder, bebauen unseren Garten, versorgen unsere Tiere, feiern, lernen, werken, wirtschaften und ENTWICKELN – uns und unser Lebensumfeld. Unser Ziel? Einen Ort zu erschaffen, an dem wir leben können, wie es unserer Seele gut tut!

Werkstätten
& Firmen

Die Werkstätten und Firmen im PAN-Projekt sichern den Gesamtbetrieb, indem sie den praktischen Rahmen für Schule, Landwirtschaft und Gemeinschaft herstellen. Durch ihre vielfältigen Aufgabengebiete schaffen die Firmen PAN-Projektewerkstatt GmbH und WIR Nordwälder GmbH projektinterne Arbeitsplätze in den Werkstätten (Holz, Metall, Elektronik, Medien, Bau), in der Versorgung (Energie, Wasser, Hausverwaltung) sowie in Verwaltung, Entwicklung und Verkauf.

Gemeinnützige
Privatstiftung PAN

„Alles ist lebendig!“
Diese Überzeugung anerkennt die gemeinnützige Privatstiftung PAN als Grundlage für eine Lebenshaltung mit Zukunft und ein neues Verständnis des Menschseins.
Zentraler Stiftungszweck ist die Erforschung und Umsetzung eines Konzepts für schöpfungskonforme Lebensführung.
Die Stiftung ist Rahmengeberin und Hüterin des Ideals im PAN-Projekt.

Willkommen im PAN-Projekt

WIE KANN LEBEN MIT ZUKUNFT FUNKTIONIEREN?

Wir, die Menschen im PAN-Projekt, beantworten uns diese prinzipielle Frage ganz persönlich – durch unsere gemeinsame gelebte Beziehung zu Boden, Pflanze, Tier und Mensch.

Lebens- und Lernort, Schule und Bildungsmodell, Bio-Bauernhof mit Selbstversorgung, Forschungs- und Wirtschaftsraum…

Leben in Entwicklung – das ist PAN!

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„Wir sind keine menschlichen Wesen, die geistige Erfahrungen machen, sondern wir sind geistige Wesen, die erleben Mensch zu sein.“
- Teilhard de Chardin

Wofür steht das PAN-Projekt?

„Staunen, wachsen, lernen, leben,
alles hat uns Gott gegeben,
alles zum Geschenk gemacht!“

„Diese Liedzeilen klingen immer in mir, wenn ich draußen bin, über Wiesen und Felder gehe, jäte oder ernte. Alles, was in der Natur ist, erlebe ich als großes Geschenk des Schöpfers. Ich kenne jeden unserer Bäume mit seinen Wunden in der Rinde und seiner Eigenart. Zu jedem von ihnen habe ich meine ganz besondere, tiefe Beziehung. Ebenso wie zu den langen Karottenreihen auf dem Gemüsefeld oder der bunten Schar an Kräutern, die mir trotz ihrer Unterschiedlichkeit gleich am Herzen liegen. So wie eben alles!

Alles bei uns ist auch ein Stück von mir – steht zu mir in Beziehung. Jede Pflanze gibt mir, gibt uns, was sie hat und ich gebe ihr wiederum zurück, was sie braucht.
Diese einfache Formel von Geben und Nehmen ist für mich der Schlüssel zur Ordnung zwischen Natur und Mensch. Diese Formel ist mein Leben geworden und das Geschenk, das mich in all meinem Tun staunen, wachsen, lernen und leben lässt.“

- Petra Pan
(1963 - 2017, Mitbegründerin des PAN-Projekts)

Petras Verbundenheitsgefühl zu allem Leben ist ihr Nachlass an uns im PAN-Projekt. Mit ihrer Formel des Mit-, Zu- und Füreinander wollen wir unseren örtlichen Raum, unsere Zeit, unsere Beziehungen und unsere Möglichkeiten immer mehr ordnen. 

So entwickeln wir das PAN-Projekt zu einem Ort, der unserer wahren Natur als Menschen entspricht und unserer Seele gut tut.

Neues aus dem PAN-Projekt

Ein Geschenk, das wir alle teilen

Unser Weihnachtsgruß an alle, die uns kennen, sind heuer einige LEBENSmomente aus unserem Haus und kleine Augenblicke unserer Gemeinsamkeit. Möge euch unser Video ein wenig Freude schenken und erinnern an das Geschenk, das wir teilen: unser Leben als Menschen im Hier und Jetzt.

Danke, dass wir ein Stück des Weges miteinander gehen.

Gesegnete Weihnachten!
Eure PANs

12/2025
Erntedank, (m)eine Lebenshaltung, die im Tun Gestalt annimmt

Erntedank ist für mich ein Moment des Innehaltens. Ich schaue auf das, was mir geschenkt ist, auf das, was wächst, auf die Menschen, die mich begleiten und auf das, was mir gelingt. Und wiedermal wird mir bewusst, dass wir so vieles als viel zu selbstverständlich annehmen. Vieles ist tagtäglich da für uns, wie ein Stück Gnade, ein Geschenk, ein Liebesbrief von Gott an uns.

In diesem Jahr erfüllt mich im Besonderen unsere gemeinsame Zwiebelernte mit Dankbarkeit. Miteinander haben wir mit viel Freude, Geduld und Gemeinschaftssinn 1,3 Tonnen Zwiebeln eingefahren. Ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis! Dazu kommen noch wunderbare große Erdäpfel, reife Tomaten, leuchtende Paprika, unzählige Kürbisse und vieles mehr. Jede Frucht ist ein sichtbarer Segen und für mich ein Zeichen dafür, was entstehen kann, wenn wir mit der Natur zusammenarbeiten.

Besonders dankbar bin ich auch für mein kleines Gemüsekistl-Projekt. Es ist mir eine Herzensangelegenheit und ich freue mich über all die lieben Menschen, die mir ihr Vertrauen schenken und die ehrliche Arbeit spüren, die in unserem Gemüse steckt. Dieses Vertrauen bedeutet mir viel, denn es zeigt mir, dass das, was mit unserer Liebe und Achtsamkeit heranreift, auch andere Menschen wertschätzen.

Aus meiner heutigen Dankbarkeit wächst in mir der Wunsch zu teilen. Wenn ich teile, spüre ich, wie sich mein Leben mit Freude, Nähe und Zuversicht füllt. Teilen ist für mich Ausdruck davon, dass wir Menschen füreinander geschaffen sind. Dass die Liebe nicht weniger wird, wenn wir sie weitergeben, sondern mehr.

Erntedank erinnert mich auch an meine Verantwortung für die Schöpfung. Alles, was um uns lebt, ist Teil eines großen Ganzen, das uns anvertraut ist. Ich will sorgsam mit diesen Gaben umgehen nicht aus Pflicht, sondern aus Liebe zu dem, was uns das Leben täglich zu Verfügung stellt, um daran zu lernen. Alles beginnt im Kleinen: beim Anbauen, beim Pflegen, beim Ernten, beim Zubereiten frischer Speisen, beim gemeinsamen Arbeiten und Genießen. Besonders in Momenten wie beim Zwiebel Einlagern, beim Teilen der Ernte, beim gemeinsamen Essen wird für mich ganz deutlich spürbar, wie sehr Gemeinschaft trägt und verbindet.

Danken, teilen, bewahren. Das kann ich nicht allein. Erst im Miteinander wird all das lebendig. Gemeinschaft gibt mir Halt, Orientierung und Freude, denn für mich ist klar: Wir sind miteinander beschenkt und Dankbarkeit verbindet uns! Darum lasst uns stets achtsam mit unserer Erde umgehen und unseren Reichtum teilen, denn dann entsteht nicht nur materielle Fülle, sondern auch eine tiefe, innere Freude und Verbundenheit an und mit den Menschen, der Natur und mit dem Einen, der all das für uns geschaffen hat.

Zusammenfassend bedeutet Erntedank für mich also, gemeinsam dankbar zu sein, zu teilen, zu bewahren und das Leben selbst zu feiern!

11/2025
Unsere Ernährung wird immer „lebendiger“

Die Küche ist ja irgendwie auch ein Experimentierlabor.
Mein erstes Kimchi vor dreieinhalb Jahren, welches zwei Wochen in einer unspektakulären, durchsichtigen Plastikbox reifte, war eher so „meeh“. „Das war wohl nix!“, so meine Schlussfolgerung. Darauf folgte eine Zeit der Funkstille zwischen mir und der Fermentation. Die Kohlrabiflut im Herbst letzten Jahres hat mich auf der Suche nach neuen Verarbeitungsmöglichkeiten dann jedoch wieder zum Thema zurückgeführt. Diesmal mit (Gott sei Dank!) mehr Erfolg. Das beinahe ewig haltbare Kohlrabi-Kimchi lächelt mich heute noch aus dem Eck des Kühlers an und macht sich mit seinem säuerlich-frischen Geschmack besonders gut im Linsensalat.

Abgesehen von dem spannenden Prozess des Selbermachens hat das Arbeiten mit Fermentationsprozessen bei Lebensmitteln auch andere Vorzüge. Fermentiertes Gemüse (z. B. Kimchi oder Sauerkraut) ist durch die entstehende Mikrobiologie sehr lange haltbar, ohne dass man die weithin gängigen Zusätze Essig und Zucker hinzufügen muss. Nur Salz ist als Stabilisator wichtig. Im Gegensatz zu vielen Einmachprodukten, die durch Sterilisieren haltbargemacht werden, erhält man beim Fermentationsprozess die lebendige Mikrobiologie.

Fermentierte Lebensmittel enthalten also lebende Mikroorganismen (Probiotika), deren Verzehr helfen kann, die Vielfalt in der Darmflora zu erhöhen und somit die Verdauung zu verbessern.

Besonders bei fermentiertem Gemüse oder zum Beispiel Sauerteigbrot wird das Lebensmittel durch den Fermentationsprozess außerdem für die Verdauung „vorverarbeitet“ und Nährstoffe werden besser verfügbar.

Gerade in Zeiten wie diesen, wo den ganzen Herbst lang diverse Krankheitserreger zirkulieren, fragt man sich, wie man den eigenen Körper am besten stärken kann. Ein gesundes Mikrobiom im Körper aufzubauen, kann dabei sehr hilfreich sein. 70–80 % unserer Immunzellen "wohnen" ja bekanntlich im Darm. Eine gesunde Bakterienvielfalt unterstützt somit eine schnelle Abwehrreaktion des Immunsystems. Nicht schlecht,wofür das alles nütze ist!

 

Jetzt kommt allerdings ein (nicht unbedeutender!) Warnhinweis: Wenn man den säuerlich-prickelnden Geschmack von Fermentiertem einmal liebgewonnen hat, kommt man nicht mehr so schnell davon los. Einem unerwarteten Geschenk eines Bekannten folgend besitze ich seit April dieses Jahres Wasserkefirknollen, mit denen ich, um die steigende Nachfrage abzudecken, inzwischen alle zwei Tage 3 l des erfrischenden probiotischen Getränks produziere. Vor zwei Monaten ist dann auch ein Kombuchapilz eingezogen, denn: Der eigene Kombucha ist halt wirklich richtig lecker!

Die schöne Reise mit lebendigen Kulturen hat natürlich auch ihre anspruchsvolle Seite. Alle zwei Tage will der Kefir neu angesetzt werden, der Kombucha nach 8–9 Tagen. Um den Sauerteig kräftig und triebstark zu erhalten, sollte er jede Woche aufgefrischt werden. Ein eigener Kalender, um nicht den Überblick zu verlieren, ist da unabdingbar. Aber so ist das eben, wenn man mit lebenden Kulturen arbeitet: Es ist ein Geben und wieder Zurückbekommen.

Zahlt sich aber aus, wenn du mich fragst. Und sonst frag ich keinen 😉

11/2025
Nähen am laufenden Band

Ratter, ratter, trrrrrt, trrrrrt. Beim Vorbeigehen an Omas Nähwerkstatt tönt das vertraute Geräusch durch die Türritzen und verrät mir, dass Elisabeth wieder einmal an einem neuen Projekt arbeitet.

Nicht einmal über den Sommer, wo ja so viel Arbeit draußen im Garten wartet, steht ihre Nähmaschine still. Denn Sommer ist halt auch die Zeit für neue Sommerkleider - da kann man machen, was man will. Nähen ist Elisabeths Lieblingshobby und wer ihren Kleiderschrank kennt, weiß, dass sich die Ergebnisse daraus sehen lassen können.
Schön ist, dass sie mit ihren Fähigkeiten nicht nur sich selbst einkleidet. Bei ihren vielartigen Projekten kommt ihr die Ausbildung zur Schneiderin in ihrer Jugendzeit natürlich sehr zugute. Auch wenn einzelne Kniffe und Techniken von anspruchsvolleren Nähprojekten wieder neu erlernt werden müssen, habe ich selten erlebt, dass Oma Elisabeth vor einer neuen Herausforderung haltmacht.

Bittet man Oma um ein Kleidungsstück, darf man den Entstehungsprozess von der Auswahl des Stoffes über das Suchen des passenden Schnittes bis hin zum fertigen Endprodukt miterleben. Termine zum Abmessen, Anprobieren und manchmal zum gemeinsamen Entziffern der Nähanleitung muss man sich auf jeden Fall miteinteilen! Denn am Ende sollte es doch immer für denjenigen perfekt passen, der das genähte Stück dann trägt.

Auch abseits von Wunschprojekten kommen ihre Fähigkeiten allen zugute: Ob ausgerissene Zippverschlüsse, löchrige Knie an Kinderhosen, die Änderung von Kleidungsstücken oder die neuen Bündchen für den Lieblingspullover: Oma macht das alles gerne. Denn: „Das ist meine Fähigkeit und meine Freude, die ich gerne mit euch teile!“

11/2025
Weitraer Advent-Tage: Alle Jahre wieder mit Kunsthandwerk von Joe

Am Wochenende des 29. und 30. November ist es in Weitra wieder so weit: Vom Kirchenplatz bis hinauf ins Schloss erstreckt sich einer der stimmungsvollsten Adventmärkte im Waldviertel - voll regionaler Handwerkskunst, kulinarischer Spezialitäten, Musik und vielen, vielen Lichtern.

"Als Holz-Handwerker bin ich jetzt bestimmt schon das achte Mal mit dabei", überlegt Joe und freut sich, seine besonderen Stücke bei der Verkaufsausstellung im Schloss auch heuer wieder präsentieren zu können.
"Diesmal stehen meine handgedrechselten Schreibgeräte im Mittelpunkt. Mit einem extra entwickelten Computerprogramm kann man sich bei mir das Schreibgerät seiner Wünsche ganz individuell kreieren und sieht sofort, wie es am Ende ausschauen wird. Genau das bekommt man dann per Post zugeschickt. Natürlich gibt es aber auch weiterhin die Möglichkeit, aus meinem großen Sortiment an Füllfedern oder Rollerballs direkt am Stand auszuwählen."

Darüber hinaus bekommen Joes echte "Wugatz" wieder ihren Auftritt! Die charakterstarken Teelichthalter präsentieren sich heuer vor allem in Zwetschke und Erle. Neben Joes unverkennbaren Vasen wird erstmals ein großes Sortiment an Intarsien-Schmuck mit im Programm sein.
"Seit langem schon schlägt mein Herz für Intarsien, also die Einlegearbeit mit bunten Hölzern", erzählt Joe, der mittlerweile auch als Intarsien-Kursleiter in der Wiener Schnitzstube Stadlhofer über langjährige Erfahrung verfügt. "Einige meiner Arbeiten werde ich ausstellen und jedem, der sich interessiert, erkläre und zeige ich gerne, wie Intarsienarbeit funktioniert."
"Außerdem wird es an meinem Stand noch einen sehr vielfältigen Tisch mit Einzelstücken im Abverkauf geben, damit bei mir in der Werkstatt wieder Platz wird, um im nächsten Jahr neue Ideen mit Holz ins Werk zu setzen", meint Joe zum Abschluss augenzwinkernd.

Jetzt braucht der Adventmarkt in Weitra am 29. und 30. November nur noch ein paar leise Schneeflocken über den Dächern der Stadt und die Vorweihnachsstimmung ist perfekt!
Joe freut sich in jedem Fall, wenn ihr im Schloss bei ihm und seinem Kunsthandwerk vorbeischaut.

10/2025
Doris erzählt von ihrer persönlichen Sommer-Kräuterreise

Zu Kräutern habe ich schon immer eine besondere Beziehung gehabt.
Vor allem die Verarbeitung zu verschiedenen Heil- und Pflegeprodukten für die Mitglieder unserer Großfamilie bereitet mir viel Freude. Unsere Teerezepturen habe ich von Petra übernommen, die Rezepturen für verschiedene Kosmetikprodukte meist selbst entwickelt. Vor einigen Jahren habe ich an einem Kurs zum Destillieren von Kräutern teilgenommen und seitdem mache ich auch Pflanzenwässer selbst.

Wenn es meine Zeit als Vollbluthausfrau erlaubt, gehe ich in den Garten und trage einen Teil zur Pflege unserer Kräuterterrasse bei. Die Terrasse ist 2011 errichtet worden und war zu Petras Zeiten mit Hilfe vieler Hände ein kleines Paradies.

Doch wie wir alle schon erfahren haben, ändern sich die Zeiten.
Petra ist nicht mehr unter uns und die vielen Hände haben sich auf wenige reduziert.
Was geblieben ist, ist meine Liebe zu Kräutern und mein Bestreben, diesen Pflanzen wieder die Wertschätzung entgegenzubringen, die sie verdient haben. Schließlich steckt in ihnen „Wesen-tliches“ für die Gesundheit unseres Körpers sowie unserer Seele.

Da die Kräuterterrasse trotz aller Bemühungen nun in die Jahre gekommen ist, habe ich mich entschlossen, den vom LFI angebotenen Kurs „Kleinflächiger Biokräuteranbau für die Selbstvermarktung“ zu besuchen, um einen Beitrag zur Erneuerung leisten zu können.

In drei Blöcken zu je zwei Tagen haben sich alle Teilnehmenden gemeinsam mit Seminarleiterin Dr. Elisabeth Steinbruch, Biologin und selbst Kräuterbäuerin aus der Steiermark, mit den Rahmenbedingungen rund um einen erfolgreichen Kräuteranbau beschäftigt.
Zwei Unterrichtsblöcke fanden in der Gartenbauschule Langenlois statt, wo wir unter anderem einen Rundgang durch die umliegende Gartenanlage und den Praxisteil "Vermehrung von Kräutern" in der Schulgärtnerei Haindorf machen konnten.
… einfach ein Traum! ... und wenn ich noch einmal die Berufswahl hätte – ich würde dort gerne eine Ausbildung machen…..!

Der dritte Block fand am Kräuterhof von Frau Steinbruch in Birkfeld in der Steiermark statt. Neben der Besichtigung der dortigen Kräuteranlage, der Beschäftigung mit den Bedürfnissen der verschiedenen Pflanzen und der Bodenqualitäten konnten wir uns anhand des Betriebes mit dem Weg der Kräuter von Anbau, Ernte, Trockung bis hin zur Vermarktung beschäftigen.

Wir hatten dabei herrliches Sommerwetter und auch die Teilnehmergruppe wuchs sehr rasch zu einer freundschaftlichen Truppe heran. Da eine Seminarteilnehmerin in Gmünd beheimatet ist, konnten wir gemeinsam fahren und viele interessante Gespräche führen.

Besonders war auch unser Exkursionstag ins Mühlviertel, wo wir drei unterschiedlich große Kräuterbetriebe besuchten.
Der Bio-Kräuterhof Aufreiter in Alberndorf in der Riedmark ist ein Familienbetrieb mit 40-jähriger Geschichte, baut Kräuter großflächig für Sonnentor an, betreibt Hofladen und Onlineshop und bietet auch Seminare an. Sehr interessant war vor allem die selbstgebaute Trocknungsanlage.

Der Biberhof in Windhaag bei Freistadt baut Kräuter für Bergland an und vermarktet Kräuter, Senfprodukte und Erdbeeren selbst in Hofladen und Onlineshop. Sehr interessant war für mich die Erntetechnik und die neu gebaute Trocknungsanlage.

Der Sonnenhof-Almkräuter bei Liebenau hat eine kleinere Kräuteranlage und hat sich vor allem auf Kräuterkosmetikprodukte spezialisiert, was mittlerweile mit sehr viel Aufwand für die Zertifizierung der Produkte verbunden ist. Weiters werden am Hof Kräuterwanderungen und Workshops angeboten.

Alle Betriebe waren sehr beeindruckend, aber auch inspirierend, verschiedene Arbeitstechniken und Kleingeräte zur Vereinfachung unserer Arbeitsweise zu überlegen.

Insgesamt habe ich richtig viele Eindrücke sammeln können, die mir Mut gemacht haben, unserer Kräuteranlage wieder neues Leben einzuhauchen.
Mit Hilfe von Maia, Meli und hoffentlich noch dem einen oder anderen kräftigen Mann möchte ich in unserem Garten die Bodensituation verbessern sowie die Fruchtfolge und Pflege vereinfachen. Auch die Überlegung, Kräuterprodukte für den Verkauf herzustellen, nimmt in mir Gestalt an.
Das Wichtigste ist mir jedoch, dass ich einen intuitiveren Zugang zu den Pflanzen bekomme, damit auch die Wertschöpfung aus ihrem „Wesen-tlichen“ kommt.

10/2025
Spaziergang durch den PAN-Obstgarten
Martins Fotospaziergang

Von unseren zahlreichen Streuobstwiesen und angelegten Gärten wurden wir reich mit Früchten aller Art beschenkt!
Mir war es heuer eine große Freude, erstmals neben dem teilweise sortenrein abgefüllten Apfelsaft, auch einen feinen Birnensaft einzulagern.
Das fleißige Team in der Verarbeitungsküche veredelte aus der Früchte-Vielfalt Sirupe, Säfte, Liköre, Marmeladen, Trockenfrüchte und die Basis für neue Kreationen, die im kommenden Jahr verkostet werden dürfen. Essig und Oxymel mit unserem eigenen Bio-Honig nicht zu vergessen!
Dankbar für die gesegnete Obsternte starten wir nun ins Winterhalbjahr!

10/2025
Gute Stimmung bei der Erdäpfelernte

Was am 3. Oktober in der Früh bei sehr kalten Morgentemperaturen begann, endete nach fünfeinhalb Stunden bei strahlendem Herbstwetter: die heurige Erdäpfelernte.
Die Teamarbeit der fünf Helfer auf dem Vollernter funktionierte prima und es blieb zwischendurch gemütlich Zeit für den einen oder anderen Schmäh. Mit einem Wort: Stimmung gut, alles gut!

... und das galt auch für das Ergebnis selbst.
"Ich bin mit dem Ertrag und der Qualität unserer Kartoffeln im heurigen Jahr sehr zufrieden", meint unser Bauer Bernhard im Resümee. "Auf einer Fläche von etwa einem Hektar haben wir ca. 17 Tonnen geerntet. Davon sind ungefähr 1000 Kilo für den Eigenverbrauch, 1000 Kilo für unser Saatgut und den Rest bekommen die Schweine."

Mit einem zufriedenen Augenzwinkern ergänzt Bernhard noch: "Abgesehen vom Wert der Erdäpfel für den menschlichen Speiseplan und die Fruchtfolge auf dem Feld, gibt es nichts Besseres für die Fleischqualität von Schweinen als die Fütterung mit gedämpften Kartoffeln."
So schließt sich durch die heurige Erdäpfelernte auch da wieder der Kreislaufgedanke: "Erdäpfel gut - Schweinefleisch gut!"

Für Bernhard, unseren Schnitzelfreund, ist das qualitatives Wirtschaften ganz nach seinem Geschmack!

 

10/2025

Häufige Fragen

Da es das PAN-Projekt in dieser Form kein zweites Mal gibt, wirft ein Besuch häufig Fragen auf. Um den Weg zur Antwort abzukürzen, haben wir die häufigsten Fragen aus den Teilbereichen hier für dich gesammelt:

Was bedeutet "PAN"?

Der Name PAN hat für uns in zweifacher Hinsicht Bedeutung.
Aus dem Griechischen stammend bezeichnet der Begriff „das Gesamte“ bzw. als Vorsilbe „gesamt“ oder „alles“ im Sinne von umfassend. Pan ist außerdem in der griechischen Mythologie der Name des Hirtengottes, Schützer des Waldes und der Wiesen sowie Freund der Musik und Fröhlichkeit. Körperlich halb Mensch, halb Ziege vermittelt Pan auch die Zweiheit der Natur des körperlich-menschlichen Wesens.
PAN soll als Bezeichnung für unser Projekt auf den Versuch einer gesamthaften, ganzheitlichen Herangehensweise in all unseren Bereichen hinweisen.

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Hier gibt's keine Fragen!

Kann ich bei euch ein landwirtschaftliches Praktikum machen?

Ja, das ist natürlich möglich. Wir bieten jedes Jahr ein paar Praktikumsplätze für den Bereich unseres Gartens an. In geringem Maß ist auch die Mithilfe bei den Tieren möglich. Wenn du motiviert und fleißig bist, bewirb dich gerne bei Maia, die unseren PAN-Garten leitet (Lebenslauf und Motivationsschreiben an ).

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Wo kann ich eure Bio-Produkte kaufen?

Unsere Gläserwaren wie Aufstriche, Schmalze, Salate und Sauerkraut, gibt es in drei Selbstbedienungsläden zu kaufen. In Bad Großpertholz im „Pertholzer Hofladen“, in Langschlag im „Langschläger Spezialitätenladen“ und in Oberhof (bei Zwettl) beim „Hofladen Thaller“.

Unser Fleisch von Lämmern und Schweinen gibt es mehrmals jährlich in Form von Mischpaketen zu kaufen. Auch Schaffelle – medizinisch oder pflanzlich gegerbt – können bei uns erworben werden. Bei Interesse daran wende dich bitte an Stefanie (Tierbetreuerin) unter 0680 / 145 12 44 oder .

Unsere Bio-Jungpflanzen werden einmal pro Jahr nach Vorbestellung verkauft, unser Gemüse gibt es je nach Saison bei Vorbestellung direkt vor Ort zu kaufen. Bei Interesse daran wende dich bitte an Maia (Gartenbetreuerin) unter 0680 / 30 18 163 oder .

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Wie steht ihr zum Thema "Tiere schlachten"?

Das könnt ihr am besten in dem Artikel „Wenn Tod zu Leben wird“, den Stefanie 02/2021 dazu verfasst und im „freigeist“ veröffentlicht hat, nachlesen:

Artikel: „Wenn Tod zu Leben wird“

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Streitet ihr nie? Wie löst ihr Konflikte?

Wo viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Charaktereigenschaften zusammenleben, gibt es selbstverständlich auch Konflikte. Es ist für einen echten Gemeinschaftsmenschen jedoch unverzichtbar, entstandene Konflikte aktiv zu bearbeiten und wieder auflösen zu wollen, bei Bedarf auch durch Mithilfe und Mediation eines anderen Gemeinschaftsmitgliedes. Meist lösen sich Unstimmigkeiten dadurch auf, dass man den Grund für die Handlungs- oder Ausdrucksweise des Anderen versteht. So bringen uns unsere Unterschiedlichkeiten im Endeffekt näher zusammen, statt auseinander.

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Wie kann ich bei euch mitmachen?

Unser derzeitiges Angebot beschränkt sich momentan auf:

  • 1 bis 2 Besuchstage im Jahr für unverbindlich Interessierte (siehe: Kontakt)
  • Sommerpraktikanten für den Garten (meist im Alter von 15 bis 20 – aber nicht nur). Das bedeutet: Mithilfe gegen Kost und Logis in der Zeit von April bis Oktober.
    Ansprechpartnerin dafür ist Maia Hahn ()
  • Ernsthaft am Gemeinschaftsleben Interessierte (mit Interesse, das eigene Leben in diese Richtung zu verändern). Hier haben wir kein fixes Angebot, sondern finden nach deiner Anfrage gemeinsam einen Weg vom ersten Kennenlernen bis zu einem längeren Aufenthalt bei uns.
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Sucht ihr Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter?

Wenn wir aktiv Menschen suchen, die unser Firmenteam ergänzen, findest du hier einen entsprechenden Eintrag dafür: Wir suchen dich!

Auf dieser Seite beschreiben wir, welche Fähigkeiten und Qualitäten im Moment besonders bei uns gefragt wären. Wenn du dich nicht in den Beschreibungen findest, aber dennoch denkst, dass du ins PAN-Projekt passt, schreib uns trotzdem gerne. Wir bearbeiten jede Anfrage individuell.

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Hier gibt's keine Fragen!

Aktuelles

Hier findest du die wichtigsten Informationen und nächsten Termine aus dem PAN-Projekt:

Im Moment gibt's keine wichtigen Infos 🙂

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Welchem Adressat möchtest du beitreten?

Das PAN-Projekt kennenlernen!

Umfangreiche Projektführung, gemeinsames Mittagessen mit den Menschen im PAN-Projekt, Gespräche je nach Interesse, Kaffeejause

Beginn: 10.00 Uhr, Ende: 16.00 Uhr
Unkostenbeitrag: € 40,-

Termin: