Leben...
Lernen...
Wirtschaften...
...wie's der Seele gut tut

Lernen &
Bildung

All unsere Bildungsbereiche wollen Rahmengeber für junge Menschen sein, um SICH SELBST LERNEN zu KÖNNEN.
„Wer bin ich? Was kann ich wirklich? Wofür bin ich da?“
Um Kinder und Jugendliche bei der Findung ihrer persönlichen Antworten zu begleiten, setzen wir uns im PAN-Projekt seit fast drei Jahrzehnten für die Schaffung eines ganzheitlichen Lern-, Lebens- und Wirtschaftsraumes ein. Dadurch soll ein sinnbezogenes Lernen erlebbar werden – ein Lernen, welches Heranwachsenden das Gefühl der Verbundenheit zum echten Leben gibt, sie in der Seele berührt und glücklich macht.

Landwirtschaft
& Veredelung

„…weil’s der Seele gut tut!“
Das ist der Grund warum wir eine Vielfalt von Pflanzen und Tieren pflegen und uns um einen würdevollen Umgang mit ihnen bemühen – von Anfang an bis zur Veredelung. Mit Tatkraft und viel Herz kümmern wir uns so tagtäglich um die Entwicklung unserer Lebensgrundlage.

Gemeinschaft
& Menschen

Wir, insgesamt 26 Menschen zwischen 1 und 75 Jahren, sind als Gemeinschaft das Herz von dem, was hier wächst und wird.
Wir leben und arbeiten zusammen. Wir bestellen unsere Felder, bebauen unseren Garten, versorgen unsere Tiere, feiern, lernen, werken, wirtschaften und ENTWICKELN – uns und unser Lebensumfeld. Unser Ziel? Einen Ort zu erschaffen, an dem wir leben können, wie es unserer Seele gut tut!

Werkstätten
& Firmen

Die Werkstätten und Firmen im PAN-Projekt sichern den Gesamtbetrieb, indem sie den praktischen Rahmen für Schule, Landwirtschaft und Gemeinschaft herstellen. Durch ihre vielfältigen Aufgabengebiete schaffen die Firmen PAN-Projektewerkstatt GmbH und WIR Nordwälder GmbH projektinterne Arbeitsplätze in den Werkstätten (Holz, Metall, Elektronik, Medien, Bau), in der Versorgung (Energie, Wasser, Hausverwaltung) sowie in Verwaltung, Entwicklung und Verkauf.

Gemeinnützige
Privatstiftung PAN

„Alles ist lebendig!“
Diese Überzeugung anerkennt die gemeinnützige Privatstiftung PAN als Grundlage für eine Lebenshaltung mit Zukunft und ein neues Verständnis des Menschseins.
Zentraler Stiftungszweck ist die Erforschung und Umsetzung eines Konzepts für schöpfungskonforme Lebensführung.
Die Stiftung ist Rahmengeberin und Hüterin des Ideals im PAN-Projekt.

Willkommen im PAN-Projekt

WIE KANN LEBEN MIT ZUKUNFT FUNKTIONIEREN?

Wir, die Menschen im PAN-Projekt, beantworten uns diese prinzipielle Frage ganz persönlich – durch unsere gemeinsame gelebte Beziehung zu Boden, Pflanze, Tier und Mensch.

Lebens- und Lernort, Schule und Bildungsmodell, Bio-Bauernhof mit Selbstversorgung, Forschungs- und Wirtschaftsraum…

Leben in Entwicklung – das ist PAN!

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„Wir sind keine menschlichen Wesen, die geistige Erfahrungen machen, sondern wir sind geistige Wesen, die erleben Mensch zu sein.“
- Teilhard de Chardin

Wofür steht das PAN-Projekt?

„Staunen, wachsen, lernen, leben,
alles hat uns Gott gegeben,
alles zum Geschenk gemacht!“

„Diese Liedzeilen klingen immer in mir, wenn ich draußen bin, über Wiesen und Felder gehe, jäte oder ernte. Alles, was in der Natur ist, erlebe ich als großes Geschenk des Schöpfers. Ich kenne jeden unserer Bäume mit seinen Wunden in der Rinde und seiner Eigenart. Zu jedem von ihnen habe ich meine ganz besondere, tiefe Beziehung. Ebenso wie zu den langen Karottenreihen auf dem Gemüsefeld oder der bunten Schar an Kräutern, die mir trotz ihrer Unterschiedlichkeit gleich am Herzen liegen. So wie eben alles!

Alles bei uns ist auch ein Stück von mir – steht zu mir in Beziehung. Jede Pflanze gibt mir, gibt uns, was sie hat und ich gebe ihr wiederum zurück, was sie braucht.
Diese einfache Formel von Geben und Nehmen ist für mich der Schlüssel zur Ordnung zwischen Natur und Mensch. Diese Formel ist mein Leben geworden und das Geschenk, das mich in all meinem Tun staunen, wachsen, lernen und leben lässt.“

- Petra Pan
(1963 - 2017, Mitbegründerin des PAN-Projekts)

Petras Verbundenheitsgefühl zu allem Leben ist ihr Nachlass an uns im PAN-Projekt. Mit ihrer Formel des Mit-, Zu- und Füreinander wollen wir unseren örtlichen Raum, unsere Zeit, unsere Beziehungen und unsere Möglichkeiten immer mehr ordnen. 

So entwickeln wir das PAN-Projekt zu einem Ort, der unserer wahren Natur als Menschen entspricht und unserer Seele gut tut.

Neues aus dem PAN-Projekt

Natursteinmauer setzt neuen Akzent bei unserem Schweinefressstand

Beim Vorplatz unseres Schweinefressstands auf der Winterschweineweide hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan. Mit dem Bau einer Natursteinmauer wurde ein weiterer wichtiger Schritt realisiert. Sie verleiht dem Gelände nicht nur einen harmonischen Rahmen, sondern lässt bereits erahnen, wie schön dieser Bereich einmal werden wird.

Ein besonderer Dank gilt dem Baggerfahrer Marek, der dieses Projekt für die Firma J. Innendorfer Ges.m.b.H. aus dem Mühlviertel umgesetzt hat. Mit großem Feingefühl, handwerklichem Können und viel Freude an seiner Arbeit errichtete er die Mauer in nur vier Tagen. Dabei beschränkte er sich nicht nur auf seinen eigentlichen Auftrag. Er brachte immer wieder eigene Ideen ein, machte wertvolle Vorschläge und übernahm zusätzlich Arbeiten, die ursprünglich gar nicht vorgesehen waren. So wurde neben der Mauer auch das umliegende Gelände sorgfältig gestaltet. Ein großes Highlight war er für unsere Kinder, die zu jeder Tageszeit Marek mit seinem Bagger besuchen gehen wollten.

Mit jedem weiteren Schritt wächst ein Ort, der künftig Besucherinnen und Besucher einlädt, sich mit Schweinen an sich und der Beziehung zwischen dem Menschen und der Natur zu beschäftigen. Wie sich das ganze Projekt ausformen soll und welche Schritte als nächstes anstehen, darüber werde ich euch in einer der kommenden Ausgaben ausführlicher berichten.

08/2026
Raus aus der Komfortzone

Es gibt Begegnungen, die zeigen, wie wertvoll Zeit, Engagement und Menschlichkeit sind.

Als Teil des PAN-Redaktionsteams darf ich mich heute einem Thema widmen, das mir persönlich sehr am Herzen liegt. Gemeinsam mit Elian Hahn, Absolvent des Freiwilligen Sozialen Jahres im Pflegeheim Weitra, blicke ich nun auf ein Jahr zurück, das ihn geprägt, bewegt und in mancherlei Hinsicht verändert hat.

Ich freue mich sehr, euch heute zu erzählen, welche Erfahrungen er gesammelt hat, welche Herausforderungen ihm begegnet sind und welche Eindrücke ihn vermutlich noch eine Weile begleiten werden.

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Elian, zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Abschluss deines Freiwilligen Sozialen Jahres! Wenn du auf die vergangenen Monate zurückblickst... Welches Wort beschreibt diese Zeit für dich am besten?
Lehrreich.
Ein ganzes Jahr in einem Wort zusammenzufassen, ist gar nicht so einfach. Ich habe gelernt, mich auf ein völlig unbekanntes Terrain einzulassen und mit Situationen umzugehen, die ich vorher nicht kannte. Besonders beeindruckt hat mich, wie unterschiedlich Menschen sind und wie wichtig es ist, zu wissen WIE man auf die einzelnen Bewohnerinnen und Bewohner zugeht.

Was hat dich dazu bewegt, dein FSJ ausgerechnet in einem Pflegeheim zu absolvieren?
Ehrlich gesagt war es in erster Linie eine ganz praktische Entscheidung, denn die Praxisstelle ist nicht weit von meinem Zuhause entfernt und war mit dem Rad leicht zu erreichen. 🙂

Gab es etwas, wovor du anfangs etwas Respekt oder Angst hattest und das heute ganz selbstverständlich für dich ist?
Angst hatte ich eigentlich nicht. Natürlich gab es aber etliche Situationen, die komplett neu für mich waren und mit denen ich mich erst auseinandersetzen musste, um mich ihnen wirklich gewachsen zu fühlen. Besonders das Thema Demenz war anfangs eine Herausforderung. Ich musste erst lernen, wie ich mit Menschen kommuniziere, die ihre Umwelt anders wahrnehmen oder Schwierigkeiten haben, sich zu orientieren. Mit der Zeit entwickelt man aber Verständnis, Geduld und lernt, wie wichtig ein ruhiger, selbstsicherer und vor allem freundlicher Umgang sind.

Die Arbeit in der Pflege bringt schöne, aber auch herausfordernde Situationen mit sich. Was hat dir geholfen, mit diesen Momenten umzugehen?
Was mir vom ersten Tag an aufgefallen ist und mich sehr unterstützt hat, war die Hilfsbereitschaft im gesamten Team. Egal, welche Frage ich hatte oder wo ich nicht weiter wusste, es war immer jemand da, der mir geholfen hat.

Würdest du sagen, dass sich dein Blick auf ältere Menschen oder auf das Älterwerden verändert hat?
Ja, schon... Mir ist bewusster geworden, wie wichtig regelmäßige Bewegung, Beschäftigung und vor allem eine gemeinschaftliche, lebendige Umgebung sind. Viele ältere Menschen wünschen sich gar nicht viel. Für sie reicht oft schon, wenn jemand zuhört, ihnen Zeit schenkt, mit ihnen spazieren geht oder man einfach eine Gaude hat und gemeinsam lacht 😀

Wenn du heut auf den Elian vor einem Jahr zurückschaust... was hat sich an dir verändert?
Ich habe gelernt, mich besser auf unterschiedliche Menschen einzustellen, bin selbständiger geworden und habe gemerkt, dass ich auch mit schwierigeren Situationen gut umgehen kann.

Gab es einen Moment, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Tatsächlich war der Abschied etwas Besonderes. Nicht, weil es endlich vorbei war, sondern weil man sich eben schon so ein bissl ans Herz wächst. Besonders erinnere ich mich an eine Bewohnerin, die beim Verabschieden zu weinen begann und mir immer wieder gesagt hat, wie lieb ich war und wie schön die gemeinsame Zeit für sie gewesen sei. Das hat mich sehr berührt. Erst in diesem Moment habe ich richtig gemerkt, dass kleine Gesten, ein freundliches Wort und die Zeit, die man seinen Mitmenschen gerne gibt, einen großen Unterschied machen können.

Würdest du ein FSJ anderen jungen Menschen empfehlen?
Definitiv. Man sammelt nicht nur Berufserfahrung, sondern entwickelt sich auch persönlich weiter- ob man will oder nicht. 😉
Wer offen für Neues ist und gerne mit Menschen arbeitet, sollte diese Chance auf jeden Fall nutzen.

Wenn dieses Jahr ein Kapitel in deinem Lebensbuch wäre, welchen Titel würde es tragen?
Ich würde das Kapitel wahrscheinlich „Raus aus der Komfortzone“ nennen. Das beschreibt mein FSJ ziemlich gut und passt auch zu dem, was jetzt auf mich zukommt: Mein Workaway-Jahr.

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Lieber Elian, zum Schluss möchte ich mich herzlich für unser offenes und ehrliches Gespräch bedanken.
Beim Schreiben dieses Interviews ist mir wiedermal bewusst geworden, wie wertvoll zwischenmenschliche Erfahrungen gerade für junge Menschen sind. Es ist so wichtig, den Mut zu finden, die eigenen vier Wände zu verlassen, Verantwortung zu übernehmen und Menschen zu begegnen, deren Lebensgeschichten oft ganz anders sind als die eigenen. All das lässt sich weder aus Schulbüchern lernen noch durch heutige Online- oder KI Tools ersetzen. Man muss es selbst erleben.

In diesem Sinne: Weiterhin „Raus aus der Komfortzone“ und hinein in dein nächstes Abenteuer! Ich wünsche dir für dein Workaway-Jahr viele bereichernde Begegnungen, neue Perspektiven und unvergessliche Erfahrungen. Behalte dir deine Freude, auch weiterhin offen auf Menschen zuzugehen.

Alles Gute für deinen weiteren Weg!

08/2026
Frisches Gemüse, frische Helfer!

Die neue Erntesaison ist bereits in vollem Gange und mit ihr ziehen wieder jede Menge frische und saisonale Köstlichkeiten in unseren Speisekammern ein. Besonders schön ist heuer für mich, dass nicht nur unser Gemüse wächst, sondern auch die Zahl der fleißigen Helferinnen und Helfer. Mit internationaler Muskelkraft, no worries!, beaucoup de plaisir und jeder Menge Teamgeist geht die Gartenarbeit noch viel flotter von der Hand!

Ab sofort startet auch wieder unser Kistl- und Frischgemüseverkauf! Wer sich also mit regionalem Waldviertler Bio-Gemüse versorgen möchte, ist bei uns herzlichst willkommen! Und das Beste daran: Ihr könnt euch direkt aus unserem PAN-Garten holen, was ihr gerade braucht.

Mit euch freuen wir uns auf eine ertragreiche Saison und viele schöne Begegnungen im Garten! 🙂

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Bestellungen und
Fragen zum Gemüsekistl
sind gern willkommen:

Tel.: 0680 / 30 18 163
E-Mail:

08/2026
Rettung von Wildentenküken aus Harmannsteiner Löschteich

Vor ungefähr sieben Wochen entdeckte ich bei einem meiner abendlichen Spaziergänge mit meinem Hund Marla drei Wildentenküken in einem unserer Löschteiche in Harmannstein. Nach einem kurzen Gespräch mit einem Ortsbewohner erfuhr ich, dass die Entenmutter schon seit einiger Zeit verschwunden war und er bereits begonnen hatte, sie zu füttern. Da wir aus unserem ehemaligen Hühnerbestand noch Kükenaufzuchtfutter übrig hatten, übernahm ich nach Absprache mit ihm die Versorgung der Entenküken.

Nach einigen Tagen war klar, dass die drei Kleinen nicht im Löschteich bleiben konnten, weil sie sonst einem Fuchs oder Marder zum Opfer fallen würden. Deshalb beschloss ich, die Küken in einen unserer leerstehenden Hühnerställe zu übersiedeln.

Gedacht, getan!
Eine große Suhle aus Blech wurde mit Wasser gefüllt und als Schwimmmöglichkeit vorbereitet. Den Stall streute ich mit frischem Stroh ein und stellte entsprechendes Futter und frisches Trinkwasser bereit.

Nun konnte die Übersiedelung beginnen.

Mit einem Kescher und einer Katzentransportbox machten Joe und ich uns ans Werk, die Küken zu fangen. Diese Aktion war nicht so einfach, wie wir uns dachten, denn die Küken schwammen immer wieder in die Mitte des Löschteichs. Eines der drei Kleinen war sogar sehr tauchfreudig. Mit Ruhe und Geduld sowie den nach und nach eintretenden Ermüdungserscheinungen der Vögel hatten wir sie dann schlussendlich doch im Netz.

Die ersten drei Tage behielt ich die Küken zur Angewöhnung im Stall (in dem sie auch eine Möglichkeit zum „Plantschen“ hatten). Anschließend durften sie ins Außengehege, in dem sich auch die Suhle zum Schwimmen befand.
„Das Schwimmbad“ wurde sofort angenommen und die eingestreuten Salatblätter im Wasser waren der absolute Hit.

Einmal pro Tag bekamen die Küken Futter bestehend aus: Hühnertrockenfutter, Haferflocken, Sonnenblumenkernen, gekochten Eiern und klein geschnittenen Brennnesseln. Ab und zu gab es gekochten, ungesalzenen Reis und Kartoffeln.

In der kommenden Zeit konnte man den Wildenten so richtig beim Wachsen zusehen.
Sie waren sehr scheu, gingen nur zum Fressen in den Stall und hielten sich sonst im Freien auf. Auch die Übernachtung fand im Freien statt, was leider dazu führte, dass ich eines Morgens nur mehr zwei Enten vorgefunden habe. Diese beiden erreichten aber über mehrere Wochen eine entsprechende Größe, sodass wir sie in einem nahegelegenen Teich wieder aussiedeln konnten.
Die Enten blieben bis zum Schluss sehr scheu und ihr Instinkt, sich zu verstecken, war extrem stark, was natürlich für das Überleben in der Wildnis absolut wichtig ist.
Für mich persönlich waren die Wochen der Kükenbetreuung eine schöne Erfahrung verbunden mit dem guten Gefühl, die mutterlosen Wildenten wieder in ihren natürlichen Lebensraum zurückgebracht zu haben.

08/2026
Die Rehkitz-Retter aus Harmannstein

Seit wir Grünland bewirtschaften und Heu ernten, hieß es, kurz bevor das Mähwerk zum Einsatz kam, immer: "Wer kann bitte mitkommen – wir gehen Rehe suchen!"
Die kleinen Rehkitze, die von ihren Müttern im hohen Gras der Wiesen versteckt werden, können noch nicht davonlaufen, wenn der Traktor kommt. Daher betrachten wir es als unsere Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Jungtiere auf unseren Wiesen beim Mähen nicht verletzt oder getötet werden.

Heuer hat sich der "Einsatztrupp" zum ersten Mal von 10 bis 20 Menschen auf Martin und Bernhard reduziert. Möglich macht dies eine Drohne mit Wärmebildkamera, mit der das Kitze-Retten ein technisches Upgrade bekommt. Das haben wir zum Anlass genommen, um uns mit Martin über das Hobby und die Profession "Drohnenpilot" zu unterhalten.

Du bist schon seit vielen Jahren Drohnenpilot. Wie hat alles angefangen und was begeistert dich daran so sehr?

Angefangen hat es vor vielen Jahren, als ich den ersten Quadcopter selbst mit einer Gimbalkamera ausstattete.

Es ist die andere Perspektive von oben, die mich begeistert. Nur wenige Meter an Höhe ermöglichen es, einen neuen Blickwinkel abzubilden, der ein Gesamtes aus der Vogelperspektive visualisieren kann. Die richtige Tageszeit und Lichtstimmung tragen ihres dazu bei, unvergessliche Bilder und insbesondere Videos aufzunehmen - das ganze Jahr über. Themenbezogene Projekte und Aufträge in Österreich runden diese Aktivitäten ab. Sehr gerne kombiniere ich auch beides: Boden- und Luftaufnahmen sowie Makros (Detailbilder) zu einem gesamten Ausdruck.

Als Mensch, der "draußen zu Hause" ist und dem die Natur sehr am Herzen liegt, sind neben eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen auch deine Bilder der heimischen Tierwelt spektakulär. Welche Tiere hast du schon per Drohne vor die Linse bekommen?

Einen Mäusebussard in unmittelbarer Nähe und Schwalben - die sehr gerne die Drohne umkreisen und mit diesem „unbemannten Flugvogel“ mitfliegen wollen.

Zum Rehe-Suchen per Wärmebild-Drohne machst du dich mit Bernhard schon um 4 Uhr morgens auf den Weg. Was sind die besonderen Herausforderungen in diesem neuen Einsatzgebiet?

Die Einsatzplanung ist der wichtigste Part, um effizient von einer Befliegungsfläche zur nächsten Wiese oder zum nächsten Kleefeld zu gelangen. Gerade im Waldviertel sind wir eher mit kleineren Feldstücken und zerstreuten Flächen, oft auch in mehreren Ortschaften, bedient.

Trotz mehrerer Akkus im Talon kann es schon vorkommen, dass ein Nachladen während eines Früheinsatzes notwendig ist. Insbesondere dann, wenn sehr große Flächen abgesucht werden und häufig auch, wenn immer wieder Rehkitze im Feld liegen. Per Funk leite ich Bernhard dann zum Liegeplatz, während in dieser Zeit die Drohne permanent in der Luft stillsteht in rund 60 Meter Höhe. Auf dem Graustufen-Wärmebild am Monitor sehe ich alles, was vor sich geht: die warmen Flächen als weiße Spitzlichter, Bernhard wie und wohin er sich bewegt, ein Rehkitz liegen, dessen Mutter weglaufen usw.

So konnten wir heuer natürlich auch Blindgänger lokalisieren - wie eine Katze oder mehrere Hasen, welche genauso warme kleine Körper in der morgendlichen Tauwiese abbilden. Doch bei jedem Früheinsatz hatten wir bisher mindestens 1 Erfolgserlebnis und konnten so in Summe das Leben mehrerer Rehkitze vor dem Traktormähwerk retten.

Was ist dein persönliches Fazit nach den ersten Einsätzen?

Durch die Verbindung zu einem gemeinsamen Thema - nämlich der Fürsorge und Achtsamkeit anderen Lebewesen gegenüber -, kommunizierten wir während dieser Zeit wieder mehr mit den Jägern und anderen Landwirten. Dafür bin ich dankbar.
Als Naturfilmer ist das morgendliche Naturerwachen ein besonderer Moment für mich, der mir in dieser Zeit wieder einmal eröffnet hat, wie einzigartig und schön sich unser seelenstarkes Waldviertler Hochland anspürt. Danke.

07/2026
Leben für Kinder in der zweiten Generation

Die eigenen Kinder waren 1995 wesentliche Motivation und Auslöser für die Gründergeneration des PAN-Projekts, den kleinen Fessl-Hof in Harmannstein zu kaufen. In den mittlerweile über dreißig Jahren sind die Kinder von damals zu Erwachsenen von heute geworden. Und auch diese zweite PAN-Generation will ihr Leben gestalten, geht Partnerschaften ein und – wie könnte es anders sein – wird Eltern.

Über die Jahre hinweg kam bei unzähligen Veranstaltungen immer wieder die Frage an die erste PAN-Generation heran: „Wie wird das einmal bei euren Jungen sein mit Partnerschaft in einem gemeinschaftlichen Umfeld?“

Unsere Antwort damals: „Wir wissen es nicht!“

Und wenn sich auch heute die Antwort erst Schritt für Schritt eröffnet, so tut sie es doch verlässlich. So erlauben uns Hanna und Michael-Johannes in diesem Zusammenhang einen Blick auf ihr Elternsein und darauf, was der im Februar geborene Sohn Jaron Nathan in ihr Leben gebracht hat.

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Wie kann man sich als Außenstehender eure Lebenssituation als Jungfamilie im PAN-Projekt vorstellen?

Michael-Johannes:
Unsere Lebenssituation kann man sich als eine kleine Zelle in einem großen Organismus vorstellen. Zu unserer kleinen Zelle gehört zum Beispiel unsere Wohnung, in der wir zu dritt leben, unser kleiner Haushalt und meine selbständige Tätigkeit als Grafiker/Webdesigner. Das ist alles Teil unseres "Familien-Raums". Gleichzeitig ist diese Zelle aber verbunden mit dem größeren Organismus der PAN-Gemeinschaft und des PAN-Projekts.

Die Verbindungen sind vielfältig und manchmal sind Familie, Gemeinschaft und Projekt gar nicht so leicht voneinander zu trennen, weil vieles selbstverständlich ineinanderfließt. Mein Büro ist zum Beispiel in unserem Firmengebäude, wo ich auch viel für unsere eigenen Firmen tätig bin. Mit vielen anderen Gemeinschaftsmitgliedern teilen wir uns einen gemeinsamen Fuhrpark und gemeinsam genutzte Räume. Beim Mittagessen kommen wir mit allen anderen zusammen, während Frühstück und Abendessen meistens in unserem familiären Rahmen stattfinden.

Was ist für jeden von euch das ganz Besondere am Vater- bzw. Muttersein?

Hanna:
Für mich ist das ganz Besondere am Muttersein, dass ich nicht nur aus der ersten Reihe beobachte, wie sich ein Mensch entwickelt, sondern dass ich sozusagen selbst mit auf der Bühne stehe. Das fasziniert mich jeden Tag. Ich finde, es ist wirklich ein Wunder, wie Kinder in diese Welt kommen. Man begleitet dieses kleine Kind von Anfang an und erlebt jeden Tag, wie dieser Mensch wächst, sich entwickelt und etwas Neues lernt. Es ist etwas ganz anderes, Kinder nur zu beobachten, als selbst ein Kind zu haben und bei jeder Entwicklungsphase dabei zu sein.

Besonders ist für mich auch, wie ich mich selbst dabei erlebe. Als Mama entdeckt man so viele neue Gefühlswelten und man entwickelt sich auch selbst weiter. Man wächst innerlich mit dem Kind mit. Früher habe ich oft gelesen, dass frischgebackene Mütter unendlich viel Liebe zu ihrem Kind empfinden können. Jetzt verstehe ich, wovon diese Frauen gesprochen haben. Man kann schon sagen, dass ich in mein Kind verliebt bin. Ich spüre jeden Tag so viel Liebe, wenn ich meinen Sohn anschaue. Es ist, als ob das Herz einfach größer geworden ist.

Damit es nicht zu süß klingt, muss ich aber sagen: Natürlich gibt es auch Phasen, in denen ich müde, verzweifelt oder genervt bin. Das gehört dazu. Aber auch in diesen Momenten versuche ich, zu wachsen und meine Persönlichkeit reifen zu lassen. Mein Wunsch, für meinen Sohn eine gute Mama zu sein, ist dabei eine große Motivation.

Michael-Johannes:
Das Besondere am Vatersein ist für mich gar nicht so leicht zu beschreiben. Es ist, als hätte sich gleichzeitig sehr viel und sehr wenig verändert. Sehr viel hat sich ganz praktisch verändert: wie ich meine Zeit einteile, worauf ich achte und was im Alltag wichtig ist. Ich versuche, mir möglichst viel Zeit für Jaron und Hanna zu nehmen, und bin sehr dankbar, dass mir das möglich ist – einerseits durch meinen Beruf, andererseits durch das Leben in der Gemeinschaft. Vieles, was eine junge Familie im Alltag sonst zusätzlich fordert, wird bei uns mitgetragen: Unsere Wäsche wird großteils in der Wäscherei mitgewaschen, und wir können die guten Speisen aus der Gemeinschaftsküche genießen, statt jeden Tag selbst kochen zu müssen. Überraschenderweise ist aber auch vieles gleich geblieben – zumindest an der Oberfläche. Ich bin jetzt sehr gern Papa und ich mache viele Papa-Dinge. Aber ich hatte, vielleicht durch Erzählungen anderer, erwartet, dass sich das Leben mit Kind einfach komplett anders anfühlen würde. Stattdessen fühlt es sich oft einfach an wie mein Leben vorher – nur eben mit Kind.

Ich spüre deutlich, dass mich das Vatersein von innen heraus prägt und mir ein neues Selbstverständnis gibt. Ich empfinde eine tiefe Motivation, diesem kleinen Menschen zu helfen, mit Freude und Offenheit sein Leben und die Welt entdecken zu können und das verändert, wie ich an viele Situationen in meinem Alltag herangehe.

Was möchtet ihr allem voran eurem Kind mit auf seinen Weg geben?

Hanna:
Ich möchte Jaron mit auf den Weg geben, dass er sehr gerne Mensch ist und sein Leben als Wunder und als Geschenk empfindet. Ich wünsche mir, dass er mit einem offenen Herzen lebt und großes Vertrauen hat – zu den Menschen, zu sich selbst und auch zu Gott. Dass er tief in sich weiß: Ich bin geschützt, ich bin geliebt, ich bin geführt.

Ich möchte, dass er lernt, sich selbst gut zu spüren und aus seiner inneren Weisheit und Liebe heraus zu handeln und Entscheidungen zu treffen.

Ich wünsche mir, dass ihm die kindliche Faszination am Leben nie verloren geht. Und dass er immer Stabilität in sich finden kann. Dass er weiß: Wir sind nicht nur Menschen, sondern tragen in uns viel mehr und sind Teil von etwas viel Größerem.

Ich hoffe, dass ihm dieses Wissen viel Stabilität und Ruhe in sein Leben bringt.

Michael-Johannes:
Zur Taufe habe ich Jaron eine Karte geschrieben, in der eigentlich genau das steht, was ich ihm allem voran mitgeben möchte:

„Lebe frei! Spüre selber, wer du bist. Spür, wer aus deinem Herzen spricht.
Vertrau dir, dass du alles schaffst, was du dir vorgenommen hast.

Dein Leben ist ein großer Raum, den du gestalten darfst.
Mach die Tür weit auf! Lade deine Freunde ein!
Gestaltet mit Freude und Selbstvertrauen die Zeit, die euch entspricht!“

Du, Michael-Johannes, bist ja als Kind und Jugendlicher im PAN-Projekt aufgewachsen und hast auch die PAN-Freilandschule besucht. Was von dem damals Selbst-Erlebten wünschst du dir aus heutiger Sicht auch für deinen Sohn?

Michael-Johannes:
Ich wünsche mir für Jaron, dass er – im Rahmen seiner Möglichkeiten – mit seinen Freunden gestalten kann: um gemeinsam mit ihnen zu lernen, kreative Ideen zu verwirklichen, zu erleben, was daraus entsteht, und auch zu erfahren, wie man mit den Folgen des eigenen Tuns richtig umgeht.

Zu meinen vielen Ideen zählten früher zum Beispiel Fallgruben zu graben, Schanzen fürs Fahrrad zu bauen oder Zeichenroboter aus Lego zu konstruieren, um fälschungssichere Kritzeleien zu produzieren. Aber genauso gehörte dazu, zu dichten, Spiele und Geschichten zu erfinden und zu hinterfragen, warum das Leben funktioniert, wie es funktioniert.

Der Umgang mit Freunden und Vertrauensmenschen in jedem Alter hat mich gelehrt, mein Inneres auszudrücken und anderen zu vertrauen, ihnen zu verzeihen und selbst um Verzeihung zu bitten, zu führen und zu folgen. Die Zeit in der PAN-Freilandschule war für mein "Lernen-lernen" besonders prägend.

Ich hatte eine wunderbare Kindheit. Und Jaron und seine Freunde sollen die ihre bekommen. Eine Kindheit, die ihnen hilft, sich irgendwann als Erwachsene richtig gut zu kennen und sich selbst zu mögen.

Du, liebe Hanna, stammst aus der Ukraine und bist für deine Studienjahre nach Deutschland gezogen, wo du Michael-Johannes kennen und lieben gelernt hast. Mittlerweile lebst du seit fünf Jahren hier in Harmannstein in einem Haus mit vielen Menschen. Wie geht es dir dabei – vor allem jetzt als junge Mutter?

Hanna:
Früher wusste ich gar nicht wirklich, dass es so etwas gibt – ein Leben in Gemeinschaft. Vielleicht hatte ich schon einmal davon gehört, aber ich habe es nicht richtig wahrgenommen, dass Menschen wirklich so leben können. Ehrlich gesagt hat mich das damals auch nicht interessiert, weil ich eher eine Einzelgängerin war.

Erst als ich Michael-Johannes kennengelernt habe und gesehen habe, wie überzeugt und fasziniert er von dieser Lebensart ist, hat er auch in mir das Interesse geweckt, das selbst kennenzulernen. Mein Motto im Leben ist eigentlich immer, offen zu sein und nicht gleich etwas auszuschließen oder zu sagen: „Das ist schlecht.“ Wenn mich etwas interessiert, möchte ich selbst Erfahrungen machen, um mir meine eigene Meinung dazu zu bilden.

In diesen fünf Jahren habe ich verschiedene Momente erlebt. Wenn ich es ganz kurz zusammenfassen müsste, würde ich sagen: Ich bin sehr dankbar und froh, dass mir das Leben auch diese Erfahrung gezeigt hat. Dass so ein gemeinsames Leben überhaupt möglich ist.

Durch das Leben in Gemeinschaft habe ich für mich und meine Persönlichkeit sehr viel gewonnen. Bei manchen Themen bin ich mir nicht sicher, ob ich als alleinstehender Mensch den Mut gehabt hätte, mich selbst so zu pushen und mich weiterzuentwickeln. Auf jeden Fall habe ich sehr viel gelernt.

Ich habe auch verstanden, dass Gemeinschaft nichts Starres ist. Gemeinschaft besteht aus Menschen. Sie ist kein festes System mit starren Regeln, sondern, wenn sich die Menschen verändern, verändert sich auch das Gemeinsame. Das Gemeinsame ist für mich eine Summe von einzelnen Menschen. Und genau das habe ich in den letzten fünf Jahren sehr stark erlebt.

Ganz am Anfang habe ich mir das gemeinschaftliche Leben für mich so erklärt: Ich habe einfach eine große Familie. Es sind Menschen da, die für mich Familie und Freunde sind. Seitdem ist es für mich viel verständlicher und leichter geworden, mich zwischen den Menschen hier zu bewegen. Ich mag jeden einzelnen bei uns und es ist mir wichtig, zu jedem eine harmonische Beziehung und Verständnis füreinander zu haben. Jeder hier hat seinen eigenen Charakter, aber ich kann in jedem etwas finden, wozu ich eine Verbindung spüre. Natürlich ist das sehr individuell und bei manchen mehr, bei manchen weniger deutlich. Aber insgesamt fühle ich mich von den Menschen in der Gemeinschaft unterstützt, freundlich und herzlich aufgenommen.

Vor allem jetzt als Mutter finde ich es sehr schön, dass man so viel Unterstützung hat. Wir haben hier viele Mütter, und allein dadurch gibt es viel Erfahrung und Austausch. Auch ganz praktisch ist es eine große Hilfe. Wenn zum Beispiel Sonnja und Doris in der Küche für uns kochen, profitieren wir sehr davon. Oder wenn Martha unsere Wäsche wäscht – das ist wirklich eine große Unterstützung für uns.

Aber es geht nicht nur um praktische Hilfe, sondern auch um Erfahrungen, die man durch andere Menschen mitbekommt. Zum Beispiel hätte ich früher nie gedacht, dass ich eine Hausgeburt haben möchte oder dass das überhaupt möglich ist. Aber dadurch, dass andere Frauen hier Hausgeburten hatten, habe ich mich auch dafür entschieden. Und ich bereue es überhaupt nicht. Für mich war das ein sehr schönes Erlebnis.

Sehr viel Unterstützung und Hilfe bekomme ich auch von Gabi, die selbst drei kleine Kinder hat. Bei ihr finde ich viel Verständnis für meine Situation als junge Mutter. Ich bin auch froh, dass wir hier Annalena, Tamara und Marlin haben. Wenn Jaron ein bisschen älter wird, kann er mit ihnen spielen, und das finde ich sehr schön. Mit den kleinen Mädchen habe ich mich auch ein bisschen auf das Muttersein vorbereitet, indem ich früher mit ihnen einmal pro Woche den ganzen Nachmittag verbracht habe.

Außerdem gibt es hier viele Kindersachen, die wir mitnutzen dürfen. Auch das ist eine großartige Hilfe für eine junge Familie.

Gibt es für eure Partnerschaft in eurem gemeinschaftlichen Umfeld besondere Herausforderungen?

Michael-Johannes:
Eine besondere Herausforderung liegt für uns sicher darin, dass ich einfach ein Gemeinschaftsmensch bin. Wenn Hanna auf mich wartet, aber jemand etwas Dringendes braucht oder es etwas Wichtiges zu besprechen gibt, komme ich manchmal in einen Prioritätenkonflikt. In einem Haus mit vielen Menschen passiert das gar nicht so selten. Es gibt viele Begegnungen, viele Anliegen, viele Momente, in denen etwas gerade wichtig erscheint.

Hanna übt dabei Geduld mit mir. Und ich übe, dass nicht immer alles sofort sein muss.

Generell finde ich aber die Möglichkeiten als Familie im gemeinschaftlichen Umfeld viel größer als die Herausforderungen. Aber ich bin ja auch so aufgewachsen.

Hanna:
Das stimmt. Aber zur Verteidigung muss ich sagen, dass ich selbst auch so sein kann und gerne mit anderen rede, auch wenn ich es eigentlich eilig habe.

Manches, was mich am Anfang gestört hat, hat sich inzwischen verändert – oder ich habe meine Meinung dazu geändert. Der unflexiblere Tagesablauf, die vielen Besprechungen, das Frühstück um 7 Uhr – damit habe ich meine eigenen Prozesse gehabt.

Welche Vor- bzw. Nachteile seht ihr in eurer Lebensart, die ja nicht nur den Lebenspartner, sondern auch andere Mit-Menschen langfristig miteinbezieht?

Die Challenge – oder für manche vielleicht „der Nachteil“ – ist natürlich, dass man sich bei einem Leben in Gemeinschaft in vielen Dingen mit anderen abstimmen muss. Dazu muss man bereit sein. Und man muss den Nerv dafür haben, sich immer wieder in einem großen Feld unterschiedlicher persönlicher Interessen und Ausrichtungen zu befinden. Manche Prozesse werden dadurch mühsam und schwierig.

Belohnt wird man aber – wenn alle an einem harmonischen Miteinander interessiert sind – durch ein warmes, lebendiges Umfeld, durch das Gefühl, Teil von etwas größerem Gemeinsamen sein zu dürfen und durch eine unglaubliche gemeinsame Power, die entsteht, wenn sich die Verschiedenheiten der Beteiligten auf ein gemeinsames Ziel ausrichten.

07/2026
Wir haben „Ja“ gesagt!

Ich möchte diesen Artikel mit den Worten unserer Standesbeamtin Gabriele Stimmeder beginnen, die uns beiden mit ihrem oberösterreichischen Dialekt und ihrer herzlichen und warmen Art und Weise bereits beim ersten Vorbereitungsgespräch schon an Herz gewachsen ist:

„Liebe Stefanie, lieber Mattias!

Manchmal beginnen de schönsten Liebesg’schicht‘n ganz unscheinbar. Ned mit großem Kino, sondern mit ana kloanen Nachricht, einem einfach’n Zeichen, des plötzlich alles verändert. A eier Geschichte hat ganz einfach ang’fanga. Mattias war es, der mit an 😊 genau heute vor vier Jahren den ersten Schritt g’macht hat. A Monat später habt’s ihr eich zum erst’n Mal getroff’n: a gemeinsamer Spaziergang bei de malerischen Rosenhofteiche – die vo vielen wunderschönen, mächtigen Bäumen umgeben san. Anschließend wart’s ihr a Eis essen in Langschlag. Schon beim erst’n Kennalerna zoagt se wohl, dass eier Beziehung net perfekt, sondern wunderbar einfach und echt sein wird. Es war desmal net da Mattias derjenige, dem a kloanes Missgeschick passiert is – sondern die Stefanie – sie war’s nämlich, de se z‘erst mit dem Eis an’patzt hat. Vielleicht war genau des da perfekte Anfang – weil echte Liebe net vo Perfektion lebt, sondern vo gemeinsamen Momenten, über die ma a Jahre später nu lacha kann.
Heit – vier Jahre später – seid’s ihr da an’kumma. Zwoa Menschen – tief verwurzelt, bodenständig, verlässlich, echt.“

Wir haben unsere Hochzeit am 6.6. mit der standesamtlichen Trauung im Haus am Ring in Bad Leonfelden gefeiert. Im kleinen Kreis unserer Familien und Freunde war die Stimmung unglaublich schön und herzlich. Meine Freundin Bernadette und Gabi, meine Trauzeugin, haben mit Klavier und Gesang unsere Feier sehr berührend umrahmt.

Bei der anschließenden Agape und dem äußerst leckeren Essen in der Waldschenke am Sternstein haben wir uns inmitten unserer Freunde sehr, sehr wohl gefühlt. Den Nachmittag haben wir dann alle gemeinsam bei meinen Schwiegereltern verbracht, wo Humor, Freudentränen, herzliche Worte, Musik und Gemütlichkeit die Zeit wie im Flug vergehen lassen haben.

Auch wenn wir die darauffolgenden Tage noch gebraucht haben, um alles zu verarbeiten und wirklich ankommen zu lassen, erinnere ich mich gerne daran zurück und weiß für mich, dieser Tag war ein ganz besonderer und wird uns beiden noch lange in Erinnerung bleiben.

07/2026
Joe und Eva Maria haben geheiratet – und alle PANs feierten mit

Manche Tage bleiben einem garantiert so im Gedächtnis, dass man sich viele Jahre später noch über die Erinnerungen daran freut. Genau so ein Tag war die Hochzeit von Johannes „Joe“ und Eva Maria am 13. Juni 2026, die sich im Kreis ihrer Lieben am Standesamt Horn das Ja-Wort gegeben haben. Danach wurde gemeinsam im Kulturstadl Göpfritz angestoßen, gelacht und gefeiert – vom Sektempfang zu Mittag bis spät hinein in die Nacht.

Wer Joe kennt, weiß: Er ist keiner, der viele Worte nötig hat. Verlässlich, hilfsbereit, humorvoll und immer da, wenn man ihn braucht. Umso schöner war es zu sehen, wie glücklich ihn dieser Tag gemacht hat – und wie selbstverständlich Eva Maria an seiner Seite steht. Auch in den Ansprachen der Trauzeugen Anna und Markus wurde genau das spürbar: viel Wertschätzung, viele gemeinsame Erinnerungen und natürlich auch viel zu schmunzeln.
Nach dem Mittagessen und kurzer Erholungspause mit Kaffee und Kuchen (in Hülle und Fülle) verflog die Zeit mit lustigen und aktiven Spielen, Gesprächen und herzlichen Momenten bis zu einem besonderen Höhepunkt: dem Hochzeitstanz, für den Joe und Eva Maria extra mit unseren passionierten Tänzern Doris und Markus geübt hatten.

Für Joe und Eva Maria beginnt mit diesem denkwürdigen Tag nun ein neuer gemeinsamer Lebensabschnitt als Familie.

Vielen Dank an euch, Eva Maria und Joe, für die Einladung der ganzen großen PAN-Familie und von Herzen alles Gute für eure gemeinsame Zukunft!

Fotos: Martin Becherer

07/2026

Häufige Fragen

Da es das PAN-Projekt in dieser Form kein zweites Mal gibt, wirft ein Besuch häufig Fragen auf. Um den Weg zur Antwort abzukürzen, haben wir die häufigsten Fragen aus den Teilbereichen hier für dich gesammelt:

Was bedeutet "PAN"?

Der Name PAN hat für uns in zweifacher Hinsicht Bedeutung.
Aus dem Griechischen stammend bezeichnet der Begriff „das Gesamte“ bzw. als Vorsilbe „gesamt“ oder „alles“ im Sinne von umfassend. Pan ist außerdem in der griechischen Mythologie der Name des Hirtengottes, Schützer des Waldes und der Wiesen sowie Freund der Musik und Fröhlichkeit. Körperlich halb Mensch, halb Ziege vermittelt Pan auch die Zweiheit der Natur des körperlich-menschlichen Wesens.
PAN soll als Bezeichnung für unser Projekt auf den Versuch einer gesamthaften, ganzheitlichen Herangehensweise in all unseren Bereichen hinweisen.

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Kann ich bei euch ein landwirtschaftliches Praktikum machen?

Ja, das ist natürlich möglich. Wir bieten jedes Jahr ein paar Praktikumsplätze für den Bereich unseres Gartens an. In geringem Maß ist auch die Mithilfe bei den Tieren möglich. Wenn du motiviert und fleißig bist, bewirb dich gerne bei Maia, die unseren PAN-Garten leitet (Lebenslauf und Motivationsschreiben an ).

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Wo kann ich eure Bio-Produkte kaufen?

Unsere Gläserwaren wie Aufstriche, Schmalze, Salate und Sauerkraut, gibt es in drei Selbstbedienungsläden zu kaufen. In Bad Großpertholz im „Pertholzer Hofladen“, in Langschlag im „Langschläger Spezialitätenladen“ und in Oberhof (bei Zwettl) beim „Hofladen Thaller“.

Unser Fleisch von Lämmern und Schweinen gibt es mehrmals jährlich in Form von Mischpaketen zu kaufen. Auch Schaffelle – medizinisch oder pflanzlich gegerbt – können bei uns erworben werden. Bei Interesse daran wende dich bitte an Stefanie (Tierbetreuerin) unter 0680 / 145 12 44 oder .

Unsere Bio-Jungpflanzen werden einmal pro Jahr nach Vorbestellung verkauft, unser Gemüse gibt es je nach Saison bei Vorbestellung direkt vor Ort zu kaufen. Bei Interesse daran wende dich bitte an Maia (Gartenbetreuerin) unter 0680 / 30 18 163 oder .

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Wie steht ihr zum Thema "Tiere schlachten"?

Das könnt ihr am besten in dem Artikel „Wenn Tod zu Leben wird“, den Stefanie 02/2021 dazu verfasst und im „freigeist“ veröffentlicht hat, nachlesen:

Artikel: „Wenn Tod zu Leben wird“

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Streitet ihr nie? Wie löst ihr Konflikte?

Wo viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Charaktereigenschaften zusammenleben, gibt es selbstverständlich auch Konflikte. Es ist für einen echten Gemeinschaftsmenschen jedoch unverzichtbar, entstandene Konflikte aktiv zu bearbeiten und wieder auflösen zu wollen, bei Bedarf auch durch Mithilfe und Mediation eines anderen Gemeinschaftsmitgliedes. Meist lösen sich Unstimmigkeiten dadurch auf, dass man den Grund für die Handlungs- oder Ausdrucksweise des Anderen versteht. So bringen uns unsere Unterschiedlichkeiten im Endeffekt näher zusammen, statt auseinander.

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Wie kann ich bei euch mitmachen?

Unser derzeitiges Angebot beschränkt sich momentan auf:

  • 1 bis 2 Besuchstage im Jahr für unverbindlich Interessierte (siehe: Kontakt)
  • Sommerpraktikanten für den Garten (meist im Alter von 15 bis 20 – aber nicht nur). Das bedeutet: Mithilfe gegen Kost und Logis in der Zeit von April bis Oktober.
    Ansprechpartnerin dafür ist Maia Hahn ()
  • Ernsthaft am Gemeinschaftsleben Interessierte (mit Interesse, das eigene Leben in diese Richtung zu verändern). Hier haben wir kein fixes Angebot, sondern finden nach deiner Anfrage gemeinsam einen Weg vom ersten Kennenlernen bis zu einem längeren Aufenthalt bei uns.
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Sucht ihr Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter?

Wenn wir aktiv Menschen suchen, die unser Firmenteam ergänzen, findest du hier einen entsprechenden Eintrag dafür: Wir suchen dich!

Auf dieser Seite beschreiben wir, welche Fähigkeiten und Qualitäten im Moment besonders bei uns gefragt wären. Wenn du dich nicht in den Beschreibungen findest, aber dennoch denkst, dass du ins PAN-Projekt passt, schreib uns trotzdem gerne. Wir bearbeiten jede Anfrage individuell.

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Aktuelles

Hier findest du die wichtigsten Informationen und nächsten Termine aus dem PAN-Projekt:

Im Moment gibt's keine wichtigen Infos 🙂

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Umfangreiche Projektführung, gemeinsames Mittagessen mit den Menschen im PAN-Projekt, Gespräche je nach Interesse, Kaffeejause

Beginn: 10.00 Uhr, Ende: 16.00 Uhr
Unkostenbeitrag: € 40,-

Termin: