All unsere Bildungsbereiche wollen Rahmengeber für junge Menschen sein, um SICH SELBST LERNEN zu KÖNNEN.
„Wer bin ich? Was kann ich wirklich? Wofür bin ich da?“
Um Kinder und Jugendliche bei der Findung ihrer persönlichen Antworten zu begleiten, setzen wir uns im PAN-Projekt seit fast drei Jahrzehnten für die Schaffung eines ganzheitlichen Lern-, Lebens- und Wirtschaftsraumes ein. Dadurch soll ein sinnbezogenes Lernen erlebbar werden – ein Lernen, welches Heranwachsenden das Gefühl der Verbundenheit zum echten Leben gibt, sie in der Seele berührt und glücklich macht.








„…weil’s der Seele gut tut!“
Das ist der Grund warum wir eine Vielfalt von Pflanzen und Tieren pflegen und uns um einen würdevollen Umgang mit ihnen bemühen – von Anfang an bis zur Veredelung. Mit Tatkraft und viel Herz kümmern wir uns so tagtäglich um die Entwicklung unserer Lebensgrundlage.









Wir, insgesamt 26 Menschen zwischen 1 und 75 Jahren, sind als Gemeinschaft das Herz von dem, was hier wächst und wird.
Wir leben und arbeiten zusammen. Wir bestellen unsere Felder, bebauen unseren Garten, versorgen unsere Tiere, feiern, lernen, werken, wirtschaften und ENTWICKELN – uns und unser Lebensumfeld. Unser Ziel? Einen Ort zu erschaffen, an dem wir leben können, wie es unserer Seele gut tut!







Die Werkstätten und Firmen im PAN-Projekt sichern den Gesamtbetrieb, indem sie den praktischen Rahmen für Schule, Landwirtschaft und Gemeinschaft herstellen. Durch ihre vielfältigen Aufgabengebiete schaffen die Firmen PAN-Projektewerkstatt GmbH und WIR Nordwälder GmbH projektinterne Arbeitsplätze in den Werkstätten (Holz, Metall, Elektronik, Medien, Bau), in der Versorgung (Energie, Wasser, Hausverwaltung) sowie in Verwaltung, Entwicklung und Verkauf.
„Alles ist lebendig!“
Diese Überzeugung anerkennt die gemeinnützige Privatstiftung PAN als Grundlage für eine Lebenshaltung mit Zukunft und ein neues Verständnis des Menschseins.
Zentraler Stiftungszweck ist die Erforschung und Umsetzung eines Konzepts für schöpfungskonforme Lebensführung.
Die Stiftung ist Rahmengeberin und Hüterin des Ideals im PAN-Projekt.
WIE KANN LEBEN MIT ZUKUNFT FUNKTIONIEREN?
Wir, die Menschen im PAN-Projekt, beantworten uns diese prinzipielle Frage ganz persönlich – durch unsere gemeinsame gelebte Beziehung zu Boden, Pflanze, Tier und Mensch.
Lebens- und Lernort, Schule und Bildungsmodell, Bio-Bauernhof mit Selbstversorgung, Forschungs- und Wirtschaftsraum…
Leben in Entwicklung – das ist PAN!
„Diese Liedzeilen klingen immer in mir, wenn ich draußen bin, über Wiesen und Felder gehe, jäte oder ernte. Alles, was in der Natur ist, erlebe ich als großes Geschenk des Schöpfers. Ich kenne jeden unserer Bäume mit seinen Wunden in der Rinde und seiner Eigenart. Zu jedem von ihnen habe ich meine ganz besondere, tiefe Beziehung. Ebenso wie zu den langen Karottenreihen auf dem Gemüsefeld oder der bunten Schar an Kräutern, die mir trotz ihrer Unterschiedlichkeit gleich am Herzen liegen. So wie eben alles!
Alles bei uns ist auch ein Stück von mir – steht zu mir in Beziehung. Jede Pflanze gibt mir, gibt uns, was sie hat und ich gebe ihr wiederum zurück, was sie braucht.
Diese einfache Formel von Geben und Nehmen ist für mich der Schlüssel zur Ordnung zwischen Natur und Mensch. Diese Formel ist mein Leben geworden und das Geschenk, das mich in all meinem Tun staunen, wachsen, lernen und leben lässt.“
Petras Verbundenheitsgefühl zu allem Leben ist ihr Nachlass an uns im PAN-Projekt. Mit ihrer Formel des Mit-, Zu- und Füreinander wollen wir unseren örtlichen Raum, unsere Zeit, unsere Beziehungen und unsere Möglichkeiten immer mehr ordnen.
So entwickeln wir das PAN-Projekt zu einem Ort, der unserer wahren Natur als Menschen entspricht und unserer Seele gut tut.

Schon seit drei Jahrzehnten gibt es eine Tradition im PAN-Projekt: Immer, wenn ein kleiner Mensch in unserer Runde das Licht der Welt erblickt hat, haben wir ihm einen Baum-Begleiter gesetzt. Als Ursymbol für die Unvergänglichkeit der Natur und für das Leben selbst wird er mit dem jungen Menschen groß und überdauert ihn schließlich als stattlicher Baum hier auf Erden.
So finden sich auf unseren PAN-Grundstücken Linde, Kastanie, Apfel, Ahorn und viele weitere Arten – und die meisten von ihnen spenden bereits viel Schatten und Freude mit ihren kraftvollen Erscheinungen.
Am ersten Sonntag im September luden also Hanna und ich – in Fortsetzung unserer Tradition – zum Zusammentreffen hinterm Haus ein. Dort hat Michael vor einigen Wochen ein bisher wenig beachtetes Eck kultiviert, das lange Zeit brach gelegen war. Er hat eine alte, kaum noch lebensfähige Kirsche abgetragen, die Büsche gelichtet, Gras gesät... und Schritt für Schritt einen neuen, kleinen Lebensraum geschaffen. Mehr Platz, als wir alle geahnt hatten!
An diesem schönen Fleck sollte nun Jarons Geburtsbaum seine endgültige Heimat finden: eine Esche. Diese Baumart zählt mit einer Wuchshöhe bis zu 40 m und einem Lebensalter von mehr als 200 Jahren zu den heimischen Edellaubhölzern. Sie ist extrem elastisch und biegsam, gleichzeitig aber hart genug, um sie für die Verarbeitung zu Werkzeugstielen oder Sportgeräten zu nutzen. Im keltischen Baumkreis symbolisiert sie Energie und Hingabe – zwei Attribute, die ein junger Mensch auf seinem Weg gut gebrauchen kann.
Jedenfalls hat Jarons Esche im Topf bereits seit Ostern 2025 geduldig auf ihren großen Augenblick gewartet. Denn schon damals ist sie – bereits lange vor Jaron selbst! – gleichzeitig mit Marlins Geburtsbaum zu uns gekommen.
Und jetzt war es so weit! Nach dem Ausheben des Lochs haben wir zusammen mit Michael die Wurzeln des Setzlings mit gesunder Erde umgeben, angereichert mit Zeolith, Kompost und Regenerativen Mikroorganismen. Nun wirkt der junge Baum, als wäre er schon immer für diesen Ort bestimmt gewesen.
Dass er seinen Platz nicht nur in unmittelbarer Hausnähe gefunden hat, sondern noch dazu im direkten Sichtfeld aus Jarons Fenster, macht es umso schöner. Ich genieße es, beim Spielen mit unserem 7 Monate alten Sohn auf seinen Lebensbaum dort unten zu zeigen.
Es freut mich, dass wir der kleinen Esche von hier oben beim Wachsen und Werden zusehen können – ebenso wie jener von Marlin draußen auf der Schafweide – ...bis wir in nicht allzu langer Zukunft zu den beiden Bäumen aufsehen werden.

Als ehemalige Lehrerin und Leiterin der PAN-Freilandschule und Gründungsmitglied des Vereins PAN-Leben für Kinder habe ich mehr als zwanzig Jahre lang SchülerInnen durch ihre Pflichtschulzeit begleitet und dabei selbst viel gelernt.
Deshalb bin ich überzeugt: In der Grundschulzeit werden die Weichen gestellt für eine positive Einstellung zum Lernen ein Leben lang und damit für eine erfolgreiche persönliche Entwicklung. Aus dieser Überzeugung heraus ist es mir ein Anliegen, dass Kinder in diesem Alter Lernen als Freude und Bereicherung für sich erleben.
Genau darum biete ich Volksschulkindern für das Schuljahr 2026/27 individuelle Begleitung an.
Meine Ziele sind dabei, dass Kinder durch Verstehen des Stoffes in Deutsch und Mathematik selbständiger und sicherer beim Lernen werden. Außerdem biete ich Leseförderung an, Begleitung bei den Hausaufgaben zur Entlastung der Eltern sowie Schularbeitsvorbereitung.
Die erste Stunde ist gratis; Preis pro Stunde (60 Minuten): € 20,--
Adresse: Verein PAN-Leben für Kinder in 3922 Harmannstein 2
Bei Interesse freue ich mich über Kontaktaufnahme unter: oder unter PAN-Portal: 02815/6651 (tgl. von 8.00 bis 12.00 Uhr).

Wenn ich mit meinen beiden Nichten Schweine füttern fahre, lege ich viel Wert darauf, dass sie immer wieder über sich hinauswachsen. Sie sollen die Tiere in ihrem Ausdruck und ihrem Handeln kennen lernen. So lernen sie nicht nur sich selbst in neuen Situationen einzuschätzen, sondern sie können sich durch mein Vorbild und meine helfende Hand auch in den verschiedensten Lebenslagen der Schweine erleben und ein Gefühl für die Auswirkung ihrer Handlungen bekommen. Tiere sind dafür ein wunderbarer "Spiegel".
Kleine Dinge wie Tore auf- und zumachen, mit einer kleinen Schaufel die Kleie über das Futter streuen oder die Tränke reinigen, bestärken die Mädchen in dem Gefühl, ein wichtiger Teil in der Fütterroutine zu sein. Highlights wie eine Ferkelgeburt sind Momente für hautnahes Erleben und Staunen. All diese Gelegenheiten nutze ich, um den Kindern einfach und nachvollziehbar Interessantes über die Tiere zu erzählen.
Annalena (5 Jahre) und Tamara (fast 4 Jahre) wollen natürlich vieles wissen und verstehen.
Das kann einen ganz schön fordern – zum Beispiel, wenn Fragen kommen wie: „Was macht der Mirko da?“, wenn unser Eber gerade eine der Zuchtsauen deckt. Nicht so einfach, das kindgerecht nachvollziehbar zu erklären...
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Das sagen meine zwei fleißigen Helferinnen zum Schweinefüttern:
Tamara:
Wenn ich Schweine füttern fahre, gefällt mir am besten, dass ich Mirko, Lena und Laura füttern darf. Die Stefanie gibt ihnen Biertreber und RM und ich geb ihnen die Kleie.
Angst habe ich vor ihnen keine, weil sie tun mir ja nix. Und wenn sie zu nahe herkommen, dann stampf ich mit dem Fuß und mach so (stemmt die Hände in die Seiten) und sag: „Ich bin der Boss!“ Dann müssen die Schweine ausweichen.
Beim Stromzaun muss ich aufpassen, weil der kann richtig weh tun. Ist mir auch schon einmal passiert.
Am liebsten streichle ich die Ferkel. Die sind sogar kleiner als ich.

Annalena:
Am Schweine füttern mag ich einfach alles, auch wenn es schon anstrengend ist. Man braucht da viel Kraft, weil die Kübel und das Futter so schwer sind. Drum muss man in der Früh auch gut ausgeschlafen sein, damit man stark ist.
Wir füttern immer den Mirko, die Lena, die Laura, die Karla und das kleine Mastschwein. Dann muss man den Mirko mit Futter ablenken, dass er die Lena in Ruhe fressen lässt. Das mach ich.
Einmal hab ich schon zugeschaut, wie die Lena die Ferkel bekommen hat. Das ist schon ein großes Glück gewesen, dass ich gesehen hab, wie die kleinen Ferkel geschlüpft sind und dann bei der Mama zu den Zitzen trinken gegangen sind.
Was man auf keinen Fall machen darf, ist auf die Schweine hintreten.

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Ich liebe die Zeit mit den Kindern, da ich weiß, wie wertvoll diese Erlebnisse für sie sind. Es ist mir wichtig, dass sie sich selbst in der Landwirtschaft - und gerade auch mit Tieren - erleben, mit ihren Herausforderungen und Ängsten in einem sicheren Rahmen umgehen lernen können und dass sie zu verantwortungsbewussten jungen Menschen heranwachsen können.

Die neue Erntesaison ist bereits in vollem Gange und mit ihr ziehen wieder jede Menge frische und saisonale Köstlichkeiten in unseren Speisekammern ein. Besonders schön ist heuer für mich, dass nicht nur unser Gemüse wächst, sondern auch die Zahl der fleißigen Helferinnen und Helfer. Mit internationaler Muskelkraft, no worries!, beaucoup de plaisir und jeder Menge Teamgeist geht die Gartenarbeit noch viel flotter von der Hand!
Ab sofort startet auch wieder unser Kistl- und Frischgemüseverkauf! Wer sich also mit regionalem Waldviertler Bio-Gemüse versorgen möchte, ist bei uns herzlichst willkommen! Und das Beste daran: Ihr könnt euch direkt aus unserem PAN-Garten holen, was ihr gerade braucht.
Mit euch freuen wir uns auf eine ertragreiche Saison und viele schöne Begegnungen im Garten! 🙂
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Bestellungen und
Fragen zum Gemüsekistl
sind gern willkommen:
Tel.: 0680 / 30 18 163
E-Mail:

Es gibt Begegnungen, die zeigen, wie wertvoll Zeit, Engagement und Menschlichkeit sind.
Als Teil des PAN-Redaktionsteams darf ich mich heute einem Thema widmen, das mir persönlich sehr am Herzen liegt. Gemeinsam mit Elian Hahn, Absolvent des Freiwilligen Sozialen Jahres im Pflegeheim Weitra, blicke ich nun auf ein Jahr zurück, das ihn geprägt, bewegt und in mancherlei Hinsicht verändert hat.
Ich freue mich sehr, euch heute zu erzählen, welche Erfahrungen er gesammelt hat, welche Herausforderungen ihm begegnet sind und welche Eindrücke ihn vermutlich noch eine Weile begleiten werden.
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Elian, zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Abschluss deines Freiwilligen Sozialen Jahres! Wenn du auf die vergangenen Monate zurückblickst... Welches Wort beschreibt diese Zeit für dich am besten?
Lehrreich.
Ein ganzes Jahr in einem Wort zusammenzufassen, ist gar nicht so einfach. Ich habe gelernt, mich auf ein völlig unbekanntes Terrain einzulassen und mit Situationen umzugehen, die ich vorher nicht kannte. Besonders beeindruckt hat mich, wie unterschiedlich Menschen sind und wie wichtig es ist, zu wissen WIE man auf die einzelnen Bewohnerinnen und Bewohner zugeht.
Was hat dich dazu bewegt, dein FSJ ausgerechnet in einem Pflegeheim zu absolvieren?
Ehrlich gesagt war es in erster Linie eine ganz praktische Entscheidung, denn die Praxisstelle ist nicht weit von meinem Zuhause entfernt und war mit dem Rad leicht zu erreichen. 🙂
Gab es etwas, wovor du anfangs etwas Respekt oder Angst hattest und das heute ganz selbstverständlich für dich ist?
Angst hatte ich eigentlich nicht. Natürlich gab es aber etliche Situationen, die komplett neu für mich waren und mit denen ich mich erst auseinandersetzen musste, um mich ihnen wirklich gewachsen zu fühlen. Besonders das Thema Demenz war anfangs eine Herausforderung. Ich musste erst lernen, wie ich mit Menschen kommuniziere, die ihre Umwelt anders wahrnehmen oder Schwierigkeiten haben, sich zu orientieren. Mit der Zeit entwickelt man aber Verständnis, Geduld und lernt, wie wichtig ein ruhiger, selbstsicherer und vor allem freundlicher Umgang sind.
Die Arbeit in der Pflege bringt schöne, aber auch herausfordernde Situationen mit sich. Was hat dir geholfen, mit diesen Momenten umzugehen?
Was mir vom ersten Tag an aufgefallen ist und mich sehr unterstützt hat, war die Hilfsbereitschaft im gesamten Team. Egal, welche Frage ich hatte oder wo ich nicht weiter wusste, es war immer jemand da, der mir geholfen hat.
Würdest du sagen, dass sich dein Blick auf ältere Menschen oder auf das Älterwerden verändert hat?
Ja, schon... Mir ist bewusster geworden, wie wichtig regelmäßige Bewegung, Beschäftigung und vor allem eine gemeinschaftliche, lebendige Umgebung sind. Viele ältere Menschen wünschen sich gar nicht viel. Für sie reicht oft schon, wenn jemand zuhört, ihnen Zeit schenkt, mit ihnen spazieren geht oder man einfach eine Gaude hat und gemeinsam lacht 😀
Wenn du heut auf den Elian vor einem Jahr zurückschaust... was hat sich an dir verändert?
Ich habe gelernt, mich besser auf unterschiedliche Menschen einzustellen, bin selbständiger geworden und habe gemerkt, dass ich auch mit schwierigeren Situationen gut umgehen kann.
Gab es einen Moment, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Tatsächlich war der Abschied etwas Besonderes. Nicht, weil es endlich vorbei war, sondern weil man sich eben schon so ein bissl ans Herz wächst. Besonders erinnere ich mich an eine Bewohnerin, die beim Verabschieden zu weinen begann und mir immer wieder gesagt hat, wie lieb ich war und wie schön die gemeinsame Zeit für sie gewesen sei. Das hat mich sehr berührt. Erst in diesem Moment habe ich richtig gemerkt, dass kleine Gesten, ein freundliches Wort und die Zeit, die man seinen Mitmenschen gerne gibt, einen großen Unterschied machen können.
Würdest du ein FSJ anderen jungen Menschen empfehlen?
Definitiv. Man sammelt nicht nur Berufserfahrung, sondern entwickelt sich auch persönlich weiter- ob man will oder nicht. 😉
Wer offen für Neues ist und gerne mit Menschen arbeitet, sollte diese Chance auf jeden Fall nutzen.
Wenn dieses Jahr ein Kapitel in deinem Lebensbuch wäre, welchen Titel würde es tragen?
Ich würde das Kapitel wahrscheinlich „Raus aus der Komfortzone“ nennen. Das beschreibt mein FSJ ziemlich gut und passt auch zu dem, was jetzt auf mich zukommt: Mein Workaway-Jahr.
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Lieber Elian, zum Schluss möchte ich mich herzlich für unser offenes und ehrliches Gespräch bedanken.
Beim Schreiben dieses Interviews ist mir wiedermal bewusst geworden, wie wertvoll zwischenmenschliche Erfahrungen gerade für junge Menschen sind. Es ist so wichtig, den Mut zu finden, die eigenen vier Wände zu verlassen, Verantwortung zu übernehmen und Menschen zu begegnen, deren Lebensgeschichten oft ganz anders sind als die eigenen. All das lässt sich weder aus Schulbüchern lernen noch durch heutige Online- oder KI Tools ersetzen. Man muss es selbst erleben.
In diesem Sinne: Weiterhin „Raus aus der Komfortzone“ und hinein in dein nächstes Abenteuer! Ich wünsche dir für dein Workaway-Jahr viele bereichernde Begegnungen, neue Perspektiven und unvergessliche Erfahrungen. Behalte dir deine Freude, auch weiterhin offen auf Menschen zuzugehen.
Alles Gute für deinen weiteren Weg!

Vor ungefähr sieben Wochen entdeckte ich bei einem meiner abendlichen Spaziergänge mit meinem Hund Marla drei Wildentenküken in einem unserer Löschteiche in Harmannstein. Nach einem kurzen Gespräch mit einem Ortsbewohner erfuhr ich, dass die Entenmutter schon seit einiger Zeit verschwunden war und er bereits begonnen hatte, sie zu füttern. Da wir aus unserem ehemaligen Hühnerbestand noch Kükenaufzuchtfutter übrig hatten, übernahm ich nach Absprache mit ihm die Versorgung der Entenküken.
Nach einigen Tagen war klar, dass die drei Kleinen nicht im Löschteich bleiben konnten, weil sie sonst einem Fuchs oder Marder zum Opfer fallen würden. Deshalb beschloss ich, die Küken in einen unserer leerstehenden Hühnerställe zu übersiedeln.
Gedacht, getan!
Eine große Suhle aus Blech wurde mit Wasser gefüllt und als Schwimmmöglichkeit vorbereitet. Den Stall streute ich mit frischem Stroh ein und stellte entsprechendes Futter und frisches Trinkwasser bereit.
Nun konnte die Übersiedelung beginnen.
Mit einem Kescher und einer Katzentransportbox machten Joe und ich uns ans Werk, die Küken zu fangen. Diese Aktion war nicht so einfach, wie wir uns dachten, denn die Küken schwammen immer wieder in die Mitte des Löschteichs. Eines der drei Kleinen war sogar sehr tauchfreudig. Mit Ruhe und Geduld sowie den nach und nach eintretenden Ermüdungserscheinungen der Vögel hatten wir sie dann schlussendlich doch im Netz.
Die ersten drei Tage behielt ich die Küken zur Angewöhnung im Stall (in dem sie auch eine Möglichkeit zum „Plantschen“ hatten). Anschließend durften sie ins Außengehege, in dem sich auch die Suhle zum Schwimmen befand.
„Das Schwimmbad“ wurde sofort angenommen und die eingestreuten Salatblätter im Wasser waren der absolute Hit.
Einmal pro Tag bekamen die Küken Futter bestehend aus: Hühnertrockenfutter, Haferflocken, Sonnenblumenkernen, gekochten Eiern und klein geschnittenen Brennnesseln. Ab und zu gab es gekochten, ungesalzenen Reis und Kartoffeln.

In der kommenden Zeit konnte man den Wildenten so richtig beim Wachsen zusehen.
Sie waren sehr scheu, gingen nur zum Fressen in den Stall und hielten sich sonst im Freien auf. Auch die Übernachtung fand im Freien statt, was leider dazu führte, dass ich eines Morgens nur mehr zwei Enten vorgefunden habe. Diese beiden erreichten aber über mehrere Wochen eine entsprechende Größe, sodass wir sie in einem nahegelegenen Teich wieder aussiedeln konnten.
Die Enten blieben bis zum Schluss sehr scheu und ihr Instinkt, sich zu verstecken, war extrem stark, was natürlich für das Überleben in der Wildnis absolut wichtig ist.
Für mich persönlich waren die Wochen der Kükenbetreuung eine schöne Erfahrung verbunden mit dem guten Gefühl, die mutterlosen Wildenten wieder in ihren natürlichen Lebensraum zurückgebracht zu haben.

Beim Vorplatz unseres Schweinefressstands auf der Winterschweineweide hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan. Mit dem Bau einer Natursteinmauer wurde ein weiterer wichtiger Schritt realisiert. Sie verleiht dem Gelände nicht nur einen harmonischen Rahmen, sondern lässt bereits erahnen, wie schön dieser Bereich einmal werden wird.
Ein besonderer Dank gilt dem Baggerfahrer Marek, der dieses Projekt für die Firma J. Innendorfer Ges.m.b.H. aus dem Mühlviertel umgesetzt hat. Mit großem Feingefühl, handwerklichem Können und viel Freude an seiner Arbeit errichtete er die Mauer in nur vier Tagen. Dabei beschränkte er sich nicht nur auf seinen eigentlichen Auftrag. Er brachte immer wieder eigene Ideen ein, machte wertvolle Vorschläge und übernahm zusätzlich Arbeiten, die ursprünglich gar nicht vorgesehen waren. So wurde neben der Mauer auch das umliegende Gelände sorgfältig gestaltet. Ein großes Highlight war er für unsere Kinder, die zu jeder Tageszeit Marek mit seinem Bagger besuchen gehen wollten.
Mit jedem weiteren Schritt wächst ein Ort, der künftig Besucherinnen und Besucher einlädt, sich mit Schweinen an sich und der Beziehung zwischen dem Menschen und der Natur zu beschäftigen. Wie sich das ganze Projekt ausformen soll und welche Schritte als nächstes anstehen, darüber werde ich euch in einer der kommenden Ausgaben ausführlicher berichten.

Seit wir Grünland bewirtschaften und Heu ernten, hieß es, kurz bevor das Mähwerk zum Einsatz kam, immer: \"Wer kann bitte mitkommen – wir gehen Rehe suchen!\"
Die kleinen Rehkitze, die von ihren Müttern im hohen Gras der Wiesen versteckt werden, können noch nicht davonlaufen, wenn der Traktor kommt. Daher betrachten wir es als unsere Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Jungtiere auf unseren Wiesen beim Mähen nicht verletzt oder getötet werden.
Heuer hat sich der \"Einsatztrupp\" zum ersten Mal von 10 bis 20 Menschen auf Martin und Bernhard reduziert. Möglich macht dies eine Drohne mit Wärmebildkamera, mit der das Kitze-Retten ein technisches Upgrade bekommt. Das haben wir zum Anlass genommen, um uns mit Martin über das Hobby und die Profession \"Drohnenpilot\" zu unterhalten.

Du bist schon seit vielen Jahren Drohnenpilot. Wie hat alles angefangen und was begeistert dich daran so sehr?
Angefangen hat es vor vielen Jahren, als ich den ersten Quadcopter selbst mit einer Gimbalkamera ausstattete.
Es ist die andere Perspektive von oben, die mich begeistert. Nur wenige Meter an Höhe ermöglichen es, einen neuen Blickwinkel abzubilden, der ein Gesamtes aus der Vogelperspektive visualisieren kann. Die richtige Tageszeit und Lichtstimmung tragen ihres dazu bei, unvergessliche Bilder und insbesondere Videos aufzunehmen - das ganze Jahr über. Themenbezogene Projekte und Aufträge in Österreich runden diese Aktivitäten ab. Sehr gerne kombiniere ich auch beides: Boden- und Luftaufnahmen sowie Makros (Detailbilder) zu einem gesamten Ausdruck.
Als Mensch, der \"draußen zu Hause\" ist und dem die Natur sehr am Herzen liegt, sind neben eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen auch deine Bilder der heimischen Tierwelt spektakulär. Welche Tiere hast du schon per Drohne vor die Linse bekommen?
Einen Mäusebussard in unmittelbarer Nähe und Schwalben - die sehr gerne die Drohne umkreisen und mit diesem „unbemannten Flugvogel“ mitfliegen wollen.
Zum Rehe-Suchen per Wärmebild-Drohne machst du dich mit Bernhard schon um 4 Uhr morgens auf den Weg. Was sind die besonderen Herausforderungen in diesem neuen Einsatzgebiet?
Die Einsatzplanung ist der wichtigste Part, um effizient von einer Befliegungsfläche zur nächsten Wiese oder zum nächsten Kleefeld zu gelangen. Gerade im Waldviertel sind wir eher mit kleineren Feldstücken und zerstreuten Flächen, oft auch in mehreren Ortschaften, bedient.
Trotz mehrerer Akkus im Talon kann es schon vorkommen, dass ein Nachladen während eines Früheinsatzes notwendig ist. Insbesondere dann, wenn sehr große Flächen abgesucht werden und häufig auch, wenn immer wieder Rehkitze im Feld liegen. Per Funk leite ich Bernhard dann zum Liegeplatz, während in dieser Zeit die Drohne permanent in der Luft stillsteht in rund 60 Meter Höhe. Auf dem Graustufen-Wärmebild am Monitor sehe ich alles, was vor sich geht: die warmen Flächen als weiße Spitzlichter, Bernhard wie und wohin er sich bewegt, ein Rehkitz liegen, dessen Mutter weglaufen usw.
So konnten wir heuer natürlich auch Blindgänger lokalisieren - wie eine Katze oder mehrere Hasen, welche genauso warme kleine Körper in der morgendlichen Tauwiese abbilden. Doch bei jedem Früheinsatz hatten wir bisher mindestens 1 Erfolgserlebnis und konnten so in Summe das Leben mehrerer Rehkitze vor dem Traktormähwerk retten.

Was ist dein persönliches Fazit nach den ersten Einsätzen?
Durch die Verbindung zu einem gemeinsamen Thema - nämlich der Fürsorge und Achtsamkeit anderen Lebewesen gegenüber -, kommunizierten wir während dieser Zeit wieder mehr mit den Jägern und anderen Landwirten. Dafür bin ich dankbar.
Als Naturfilmer ist das morgendliche Naturerwachen ein besonderer Moment für mich, der mir in dieser Zeit wieder einmal eröffnet hat, wie einzigartig und schön sich unser seelenstarkes Waldviertler Hochland anspürt. Danke!
Fotos: Martin Becherer

Da es das PAN-Projekt in dieser Form kein zweites Mal gibt, wirft ein Besuch häufig Fragen auf. Um den Weg zur Antwort abzukürzen, haben wir die häufigsten Fragen aus den Teilbereichen hier für dich gesammelt:
Der Name PAN hat für uns in zweifacher Hinsicht Bedeutung.
Aus dem Griechischen stammend bezeichnet der Begriff \“das Gesamte\“ bzw. als Vorsilbe \“gesamt\“ oder \“alles\“ im Sinne von umfassend. Pan ist außerdem in der griechischen Mythologie der Name des Hirtengottes, Schützer des Waldes und der Wiesen sowie Freund der Musik und Fröhlichkeit. Körperlich halb Mensch, halb Ziege vermittelt Pan auch die Zweiheit der Natur des körperlich-menschlichen Wesens.
PAN soll als Bezeichnung für unser Projekt auf den Versuch einer gesamthaften, ganzheitlichen Herangehensweise in all unseren Bereichen hinweisen.
Ja, das ist natürlich möglich. Wir bieten jedes Jahr ein paar Praktikumsplätze für den Bereich unseres Gartens an. In geringem Maß ist auch die Mithilfe bei den Tieren möglich. Wenn du motiviert und fleißig bist, bewirb dich gerne bei Maia, die unseren PAN-Garten leitet (Lebenslauf und Motivationsschreiben an ).
Unsere Gläserwaren wie Aufstriche, Schmalze, Salate und Sauerkraut, gibt es in drei Selbstbedienungsläden zu kaufen. In Bad Großpertholz im \“Pertholzer Hofladen\“, in Langschlag im \“Langschläger Spezialitätenladen\“ und in Oberhof (bei Zwettl) beim \“Hofladen Thaller\“.
Unser Fleisch von Lämmern und Schweinen gibt es mehrmals jährlich in Form von Mischpaketen zu kaufen. Auch Schaffelle – medizinisch oder pflanzlich gegerbt – können bei uns erworben werden. Bei Interesse daran wende dich bitte an Stefanie (Tierbetreuerin) unter 0680 / 145 12 44 oder .
Unsere Bio-Jungpflanzen werden einmal pro Jahr nach Vorbestellung verkauft, unser Gemüse gibt es je nach Saison bei Vorbestellung direkt vor Ort zu kaufen. Bei Interesse daran wende dich bitte an Maia (Gartenbetreuerin) unter 0680 / 30 18 163 oder .
Das könnt ihr am besten in dem Artikel \“Wenn Tod zu Leben wird\“, den Stefanie 02/2021 dazu verfasst und im \“freigeist\“ veröffentlicht hat, nachlesen:
Artikel: \“Wenn Tod zu Leben wird\“
Wo viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Charaktereigenschaften zusammenleben, gibt es selbstverständlich auch Konflikte. Es ist für einen echten Gemeinschaftsmenschen jedoch unverzichtbar, entstandene Konflikte aktiv zu bearbeiten und wieder auflösen zu wollen, bei Bedarf auch durch Mithilfe und Mediation eines anderen Gemeinschaftsmitgliedes. Meist lösen sich Unstimmigkeiten dadurch auf, dass man den Grund für die Handlungs- oder Ausdrucksweise des Anderen versteht. So bringen uns unsere Unterschiedlichkeiten im Endeffekt näher zusammen, statt auseinander.
Unser derzeitiges Angebot beschränkt sich momentan auf:
Wenn wir aktiv Menschen suchen, die unser Firmenteam ergänzen, findest du hier einen entsprechenden Eintrag dafür: Wir suchen dich!
Auf dieser Seite beschreiben wir, welche Fähigkeiten und Qualitäten im Moment besonders bei uns gefragt wären. Wenn du dich nicht in den Beschreibungen findest, aber dennoch denkst, dass du ins PAN-Projekt passt, schreib uns trotzdem gerne. Wir bearbeiten jede Anfrage individuell.
Hier findest du die wichtigsten Informationen und nächsten Termine aus dem PAN-Projekt:
Das PAN-Projekt ist unser Ort der Entwicklung und Lebensfreude! Melde dich zu unserem monatlichen Newsletter an und erlebe mit, was sich hier tut und entwickelt:
Umfangreiche Projektführung, gemeinsames Mittagessen mit den Menschen im PAN-Projekt, Gespräche je nach Interesse, Kaffeejause
Beginn: 10.00 Uhr, Ende: 16.00 Uhr
Unkostenbeitrag: € 40,-