Land­wirtschaft & Veredelung

im PAN-Projekt

Unsere Land-und Forstwirtschaft

Mit unserer Landwirtschaft streben wir nach einem hohen Grad an Unabhängigkeit.
Sie ist Garant für unsere Selbstversorgung mit echten, vielfältigen und qualitativen Lebensmitteln.

Darüber hinaus ist der Bauernhof als Lern- und Erlebnisraum da, um nicht nur die Natur sondern auch uns selbst immer mehr zu entdecken.

Daten & Fakten

„Eure Nahrungsmittel sollten Heilmittel und eure Heilmittel sollten Nahrungsmittel sein.“
(Hippokrates von Kos und nach ihm Paracelsus)

Wir anerkennen grundsätzlich alles natürlich Erscheinliche als achtenswerten und damit geistbeseelten Ausdruck unseres Schöpfers.
Deshalb beschäftigen wir uns intensiv mit dem rechten Umgang mit der Natur und allen Lebewesen sowie den daraus hervorgehenden Rückwirkungen auf uns Menschen.

Wir wollen nachvollziehen und miterleben können, woher unsere Lebensmittel kommen und wie sie verarbeitet werden – und das von der Urproduktion weg über alle weiteren Stufen bis hin zur Veredelung.
Zutaten, die wir selbst nicht herstellen können, versuchen wir durch Kooperationen mit ähnlich gesinnten Bio-Bauern und regionalen Betrieben zu bekommen.

Hohe Vielfalt ist auf unserem Bauernhof ein großes Anliegen, denn sie gibt uns die Möglichkeit, unsere Ernährungsbedürfnisse sehr breit abzudecken.
Das Bemühen um einen geistbewussten Umgang mit dem, was uns die Natur in ihrer Fülle schenkt, sowie viel gemeinschaftliche Handarbeit sind das Markenzeichen unserer Speisen und landwirtschaftlichen Produkte.

Durch diese Art und Weise, unsere Landwirtschaft zu führen und zu bewirtschaften, wollen wir unsere Vision von „Gesundheit für Boden, Pflanze, Tier und Mensch“ gemeinsam umsetzen und nachvollziehbar machen.

Unsere Flächen

Unser Boden liegt uns besonders am Herzen, weil es zuerst ihn zu stärken gilt und nicht die Pflanze. Deshalb wollen wir unter dem Motto „Alles braucht Boden!“ dem Leben in unseren Böden zum Durchbruch verhelfen.

Unser Garten

Auf unserer knapp 1,2 ha großen Gartenfläche säen, pflegen und ernten wir Gemüse, Kräuter und Beeren, die nicht nur Grundlage für unsere Selbstversorgung, sondern vor allem für unsere Gesundheit sind. Besonderen Wert legen wir auf die Anzucht unserer Jungpflanzen vor Ort, die Samengewinnung für den Anbau in der nächsten Saison und die durchgängige Pflege mit regenerativen Mikroorganismen.
Den Jüngsten unserer Gemeinschaft bietet der Garten Raum, sich in und durch die Natur zu entdecken, sich auszuprobieren und in Beziehung zu dem vielfältigen Leben zu treten, das sie dort umgibt. Doch auch alle anderen freuen sich über unzählige Farben, Düfte, Momente des Innehaltens und Momente der Gemeinsamkeit – denn im Garten wird gerne auch gemeinsam angepackt. Jäten, Mulchen und Ernten geht dann flott von der Hand und anschließend wird verkocht, eingelegt oder eingelagert, was uns im Lauf des nächsten Jahres gut tut.

Um einen nachhaltigen Humusaufbau zu erreichen, arbeiten wir mit Regenerativen Mikroorganismen, Pflanzensynergien, fünfjähriger Fruchtfolge, aufbereitetem Kompost, Pflanzenfermenten und vor allem mit sehr viel Liebe und Geduld.

Wir geben darauf acht, dass unsere landwirtschaftlichen Maschinen und Traktoren bewusst und schonend verwendet werden, um eine unnötige Bodenverdichtung zu vermeiden.
Viele landwirtschaftliche Geräte haben wir im Eigenbau umkonstruiert, um z.B. die Anzahl der Traktorüberfahrten zu verringern.

Großen Wert legen wir beim Anbau auf heimische Sorten und unsere eigene Saatgutvermehrung. Die Indigenisierung von zugekauftem Saatgut – also die stufenweise Anpassung an unsere Waldviertler Rahmenbedingungen – ist uns dabei ein wirkliches Anliegen.

Wir bewirtschaften insgesamt ca. 12 ha Grünland. Bei unseren Wiesen achten wir vor allem auf Artenvielfalt und Biodiversität.

Nur Grünfutter und Heu” ist für uns ein Grundsatz bei der Tierfütterung, da so die Eigenschaften der Kräuter und Gräser ihre volle Wirkung entfalten können. Eine selbstgebaute Heutrocknungsanlage hilft uns dabei, das Wetterrisiko auszugleichen und die Futterqualität enorm zu verbessern.

Unsere Jungschafe sind im Sommer auf mehreren Weiden im Wechsel unterwegs. Die Milchschafe bekommen bei Schlechtwetter Grünfutter im Stall. Bei Schönwetter sind sie auf der nahegelegenen Hofweide zu finden. Den Winter verbringen alle Schafe gemeinsam in unserem großen Freilaufstall mit Auslauf, wo sie dann mit dem guten Sommerheu gefüttert werden.

Die Ausrichtung der Bewirtschaftung unserer 15 ha Wald hat viele Facetten.

Allem voran geht es uns um die Wiederherstellung von geschlossenen Waldbereichen, die eine Mehrfachnutzung im Sinne von Ursprünglichkeit, Vielfalt und sinnvoller extensiver Bewirtschaftung ermöglichen.
Darunter verstehen wir beispielsweise mehr Mischwaldflächen, mehr Tannen statt Fichten, gute Unterholzkultur sowie Lebens- und Erholungsraum für Tier und Mensch.

Aus unseren Wäldern und Rainen gewinnen wir einen Teil unseres Heizmaterials, Bauholz für kleinere Projekte und diverse Einrichtungen.

Eine weitere, grundlegende Bedeutung kommt dem Wald dahingehend zu, als er für uns einen unverzichtbaren gemeinschaftlichen Lern- und Lebensraum im Rahmen unserer Landwirtschaft darstellt.

Unsere Tiere

Wir sehen in unseren Tieren Lebewesen, für die wir Verantwortung übernommen haben.
Es ist uns ein Herzensanliegen, sie artgerecht und achtsam zu behandeln, um ihnen dadurch ein würdevolles Leben zu ermöglichen.
Darum dürfen unsere Schweine das ganze Jahr draußen herumwühlen und auch die Schafe kommen in den Sommermonaten auf die Weide.

Uns ist es wichtig, dass die Tiere körperlich und seelisch ausreifen können. So werden sie erst ab einem Alter von einem Jahr geschlachtet.

Das Futter beziehen wir aus unserer eigenen Landwirtschaft und legen mit unserem hohen PAN-Qualitätsanspruch die Grundlage für die Gesundheit unserer Tiere und dadurch auch von uns Menschen.

Unsere Rotte besteht aus zwei Schwäbisch-Hällisch x Duroc-Muttersauen, einem Duroc-Eber und mehreren Mastschweinen. Die zwei Muttersauen werden abwechselnd belegt. Mit dem Nachwuchs decken wir einerseits unseren Eigenbedarf und verkaufen den Überschuss an unsere Kunden.

Unsere Schweine leben das ganze Jahr im Freiland, wo sie grasen, wühlen und sich suhlen. Sie sind sehr zutraulich und lassen sich liebend gerne am Bauch kraulen.
Zusätzlich zum Gras und Heu bekommen die Mastschweine Kartoffeln, Getreide und Kleie aus unserer eigenen Landwirtschaft. In der Fütterung kommen auch unsere Regenerativen Mikroorganismen zum Einsatz.

Nach einer Lebenszeit von einem Jahr werden sie in unserer hofeigenen Schlachterei zu Fleisch, Geselchtem und Wurst verarbeitet.

Unsere Stammherde besteht aus 15 Steinschafen und einem Bock.

Die Schafe bekommen einmal im Jahr Lämmer und werden anschließend gemolken. Aus der Schafmilch machen wir einen Teil unseres eigenen Käses und Joghurts.

Die Lämmer werden nach 2-3 Monaten von ihren Müttern und geschlechtlich getrennt und im Sommer auf die Weide gebracht. Im Alter von einem Jahr werden sie dann geschlachtet und der Überschuss wird vor Ostern an unsere Fleischkunden verkauft.

Das Futter besteht grundsätzlich nur aus Heu und Gras. Die einzige Ausnahme ist die Zeit, in der die Mutterschafe gemolken werden; da bekommen diese eine kleine Menge geflocktes Getreide mit Mikroorganismen und Zeolith vermengt.

Unser Hühnerprojekt haben wir im Frühjahr 2019 mit einem Altsteirer-Hahn und 6 Hennen begonnen.
Zur Selbstversorgung mit eigenen Eiern und Hühnerfleisch war es von Anfang an unser Ziel, Schritt für Schritt eine Gruppengröße von 40 Hühnern aufzubauen.

Während der letzten fünf Jahre kreuzten wir Sulmtaler mit Altsteirern und haben nun zusätzlich Orpingtons als dritte Rasse aufgenommen.

Dadurch versuchen wir ein ausgewogenes Eier-Fleisch-Verhältnis zu erreichen. Außerdem ist es uns wichtig, dass die Tiere über einen ausgeprägten Instinkt verfügen, was unter anderem ein normales Verhalten im Freiland und beim Brüten mit sich bringt.

Als zusätzlichen Schutz vor dem Habicht haben wir auch ein Perlhuhnpärchen mit der Schar laufen. Sie geben laute Warnrufe von sich und ermöglichen so den Hühnern, sich (meist) rechtzeitig vor dem Habicht zu verstecken.

 

 

Als richtige Gemeinschaftswesen dürfen natürlich Bienen bei uns nicht fehlen. Um Erfahrungen zu sammeln, haben wir mit nur einem Bienenstock begonnen. Mittlerweile haben wir bereits auf neun Stöcke erweitert.
Wir wollen unseren Bienenbestand kontinuierlich wachsen lassen, bis wir den eigenen Honigbedarf decken können.

Verarbeiten und Veredeln

Unter dem Leitgedanken „Gesund ist, was echt ist!“ veredeln wir die Lebensmittel, die aus unserem Garten, den Obstgärten, Feldern und von unseren Tieren kommen, zu wertvollen Produkten, mit denen wir uns zu 80-90 Prozent selbst versorgen.

Wir arbeiten laufend daran, unser Verständnis für alles, was wir von der Natur bekommen, zu erweitern und weiterzuentwickeln. Ganz praktisch gesehen versuchen wir, noch mehr Regionalität und Natürlichkeit in unsere Lebensmittel zu bringen, indem wir zum Beispiel bei der Wurstherstellung eigene Gewürze statt zugekaufte Bio-Mischungen verwenden.

Verfeinert mit Liebe zum Werk, Freude bei der Arbeit und einer großen Portion Bewusstheit zu den helfenden Naturgeistern sollen unsere PAN-Rohstoffe zu Lebensmitteln werden, die wahre Heilmittel für Körper und Seele sind.
Das ist für uns echte PAN-Qualität!

Fleischverarbeitung

In der Fleischverarbeitung wird abgesehen von der Schlachtung und Zerlegung unserer Tiere auch Wurst, Speck und Geselchtes hergestellt.

In der Milchverarbeitung stellen wir aus unserer eigenen Schafmilch und Kuhmilch von einem Bio-Betrieb in der Nähe Joghurt, Weichkäse, Schnittkäse und Topfen für unseren Eigenbedarf her.

Einmal pro Woche wird in unserer Backwerkstatt Brot und Kleingebäck für unseren Eigenbedarf gebacken.

Der größte Verarbeitungsbereich ist unsere Gemüseveredelung. Hier machen wir nicht nur das Gemüse in liebevoller Handarbeit für unseren jährlichen Bedarf haltbar, sondern stellen auch Aufstriche, Salate und Sauerkraut für den Verkauf an unsere Kunden her.

Neues aus unserer Landwirtschaft

Benedikt, unser ausgezeichneter Schlägl-Absolvent

Benedikt Haas (22), verlässlicher Mitarbeiter im PAN-Landbau-Team, hat am 1. Juli an der Bioschule Schlägl seine Prüfung zum Landwirtschaftlichen Facharbeiter mit ausgezeichnetem Erfolg bestanden.
Während seiner einjährigen Ausbildung vom September 2023 bis Juni 2024 setzte sich Benedikt mit Pflanzen- und Obstbau, Waldwirtschaft, Tierhaltung, Biolandbau, Landtechnik und Bauen sowie Unternehmensführung auseinander. In der Praxis standen die Unterrichtsfächer Pflanzenbau und Tierhaltung sowie Lehrwerkstätte Metall auf dem Lehrplan.
Dazu Benedikt selbst: "Ganz gleich ob Fleisch-, Milch- oder Getreideverarbeitung, ob Gemüsebau oder Forstbewirtschaftung - ich konnte aus allem etwas Wichtiges für mich mitnehmen!"

Während seines Ausbildungsjahres hat sich Benedikt außerdem als Klassensprecher engagiert und war bei seinen Lehrern und 29 KlassenkollegInnen sehr beliebt.

Lieber Benedikt!
Wir freuen uns mit dir über dein "Einser-Zeugnis" und gratulieren dir ganz herzlich zu deinem ausgezeichneten Erfolg.
Alles Gute für deine Zukunft als Bauer mit Herz!

07/2024
Die Reise von unserem täglichen Brot

Im August scheint die Sonne und Bernhard steht vor dem Getreidefeld. Er streicht mit der Hand über die Ähren. Zufrieden mit der Größe der gut besetzten Ähren voll praller Körner, frei von jeglicher Pilzerkrankung, fällt er einen Entschluss: Diese Körner sollen das Saatgut werden. Voller Freude und Dankbarkeit setzt er sich in den Mähdrescher und fährt behutsam über das Feld.

An einem schönen Oktobertag stellt Bernhard die Getreidekisten mit dem Saatgut in die Halle. Er lässt ein paar Getreidekörner durch die Finger rieseln. Wieder hat er es geschafft, das Saatgut so zu lagern, dass die Lagerschädlinge keinen nennenswerten Ausfall verursacht haben.

Wenige Stunden später versammeln wir uns alle rund um dieses Getreide. Bei der Saatgutsegnung geben wir all diesen Samen unsere Liebe, Kraft und unseren Segen mit, damit sie gut wachsen und gedeihen.

Bernhard füllt das Saatgut in den Saatkasten der Sämaschine und fährt mit dem Traktor aufs Feld. Dieses liegt braun und feinkrümelig vor ihm. Mit der Fräse und dem Flügelschargrubber ist er zuvor mehrere Male über das Feld gefahren, um es vorzubereiten für den Anbau. Dabei hat er auch Mikroorganismen mit eingearbeitet. Diese wurden von Bernhard und Alexander angesetzt und entwickelten sich in den Nordwälder-Fermentern, die von Michael, Joe, Benedikt und Elian zusammengebaut wurden.

Nach dem Ansäen, fährt Bernhard noch mit der Walze über das Feld. So bekommen die Samen einen guten Erdkontakt und kurze Zeit später schlagen sie Wurzeln. Auch die ersten Blätter beginnen zu wachsen, ehe Winter und Schnee die Getreidepflänzchen zum Ruhen bringen.

Im März kommt dann ein Höhepunkt für all die Getreidepflanzen. Viele von uns gehen mit Kübeln über das Feld. Unsere Blicke streifen suchend umher. Steine werden aufgesammelt; fröhlich wird dabei geplaudert und gelacht, oder andächtig über das frische Grün gegangen.

In den kommenden Wochen besucht Bernhard das Feld regelmäßig. Bei Bedarf fährt er mit dem Striegel, um dafür zu sorgen, dass die Getreidepflanzen, sich gegen die anderen Pflanzen behaupten können.

Auch Mikroorganismen werden über die wachsenden Halme gesprüht, um den Pflanzen die optimale bakterielle Umgebung zu sichern.

Mehrere Male hilft Bernhard im Frühling dem Getreide auf diese Art und bringt dabei auch seine Liebe ein.

Im August freut sich Bernhard. Das Getreide ist schön reif geworden. Es ist wieder Erntezeit. Gabi kommt mit Annalena und Tamara zum Feld und gemeinsam sehen sie zu, wie Bernhard mit dem Mähdrescher über das Feld fährt. Christoph kommt mit dem großen Anhänger. Über das lange Rohr rinnt das Getreide vom Mähdrescher in den Anhänger. Der Doppelboden des Hängers hat kleine Löcher. Das Getreide wird mit warmer Luft getrocknet.

Anschließend bringt Bernhard es zur Putzanlage. Dort werden Unkrautsamen und andere Fremdkörper aussortiert. Der Dinkel wird entspelzt. Die Getreidekörner kommen dann in die Holzkisten.

Benedikt bringt das Getreide mit dem Stapler vom Getreidelager in die Mühle. Dort mahlt er die Körner zu Mehl. Veronika hat ihm genau aufgeschrieben, wie viel Roggenmehl, Küchenmehl und Semmelmehl gebraucht wird. Die Mehlsäcke bringt er in die Speisekammer.

Am Donnerstagabend bereiten Markus und Michael-Johannes die Teige vor. Sie mischen Mehl mit Salz, Wasser und dem Brotgewürz. Auch der Sauerteig, welcher schon 24 Stunden zuvor von Veronika angesetzt wurde, kommt mit in den Teig.

Freitag Früh. Es ist 4.00, als Barbara in die Küche kommt. Mit Freude sieht sie, wie schön der Brotteig aufgegangen ist. Sie knetet den Teig, füllt ihn in die bestaubten Simperl und lässt alles noch einmal gehen. Später stülpt sie den Teig aus den Simperln auf die Bleche und schiebt sie in den Dampfgarer. Nach etwa einer Stunde kann Barbara die frischen Brotwecken aus dem Ofen holen. Und sie weiß, wie sehr wir alle unser tägliches Brot schätzen.

Es ist für mich sehr bewegend, daran zu denken, was alles hinter diesem Brot steckt. Wie viele Stunden von uns! Wie viele liebevolle Gedanken, wie viel Aufmerksamkeit und Einsatz! Alle mit diesem Veredelungsweg verbundenen Naturgeistern vom Feld, über das Getreide, die Mikroorganismen bis zum Fermenter durften durch unseren Eintrag so viel lernen. Jedes Wesen, Mensch, Tiere und Pflanzen haben ihren Teil dazu beigetragen, dass dieses Brot voller Leben täglich auf unseren Tisch kommt und uns stärkt. Wir sind sehr dankbar dafür und schätzen dieses Geschenk, so verbunden zu sein mit allem, was uns umgibt.

06/2024
Mit 25 Lämmern in die heurige Saison

Mitte April wurde für dieses Jahr das letzte Lamm geboren und damit gehen wir mit insgesamt 25 Lämmern in die heurige Weidesaison. Mit sieben Einlingen, acht Zwillingen und einmal Drillingen haben wir unseren üblichen Durchschnitt von zwei Lämmern pro Mutterschaf diesmal nicht erreicht, was aber die Freude über die gesunden Tiere und reibungslosen Geburten nicht im geringsten trübt.

Fünf unserer 16 Muttertiere wurden dieses Jahr mit einem Leihbock der Rasse „Alpines Steinschaf“ gedeckt, da ich für unsere Herde wieder junge Mütter nachziehen will, die natürlich nicht mit unserem braven Waldschafbock „Tatarus“ verwandt sein dürfen. Drei ihrer Lämmer sind weiblich, diese werde ich im Laufe des Jahres gut beobachten, um herauszufinden, ob sie als neue Mutterschafe geeignet sind.

Interessantes aus der Schäferei:

"Das Zuchtziel des „Alpinen Steinschafs“ ist ein anpassungsfähiges, widerstandsfähiges, robustes Schaf für die rauen Lagen des Hochgebirges, mit ausgezeichneter Trittsicherheit, besten Muttereigenschaften, Langlebigkeit sowie einer hoher Fruchtbarkeits- und Aufzuchtleistung."

Ich bin immer wieder auf der Suche nach eben diesen Eigenschaften, damit unsere Schafe perfekt an unsere Bedingungen angepasst sind und unseren Anforderungen – ein gesundes, instinktsicheres und lebensfrohes Schaf mit einem guten Maß an Milch und Fleisch – gerecht werden können.

In diesem Sinne und mit meinem Segen sage ich: „Ab auf die Weide mit euch, ihr lieben Schafe!“

05/2024
Benedikt, unser ausgezeichneter Schlägl-Absolvent

Benedikt Haas (22), verlässlicher Mitarbeiter im PAN-Landbau-Team, hat am 1. Juli an der Bioschule Schlägl seine Prüfung zum Landwirtschaftlichen Facharbeiter mit ausgezeichnetem Erfolg bestanden.
Während seiner einjährigen Ausbildung vom September 2023 bis Juni 2024 setzte sich Benedikt mit Pflanzen- und Obstbau, Waldwirtschaft, Tierhaltung, Biolandbau, Landtechnik und Bauen sowie Unternehmensführung auseinander. In der Praxis standen die Unterrichtsfächer Pflanzenbau und Tierhaltung sowie Lehrwerkstätte Metall auf dem Lehrplan.
Dazu Benedikt selbst: "Ganz gleich ob Fleisch-, Milch- oder Getreideverarbeitung, ob Gemüsebau oder Forstbewirtschaftung - ich konnte aus allem etwas Wichtiges für mich mitnehmen!"

Während seines Ausbildungsjahres hat sich Benedikt außerdem als Klassensprecher engagiert und war bei seinen Lehrern und 29 KlassenkollegInnen sehr beliebt.

Lieber Benedikt!
Wir freuen uns mit dir über dein "Einser-Zeugnis" und gratulieren dir ganz herzlich zu deinem ausgezeichneten Erfolg.
Alles Gute für deine Zukunft als Bauer mit Herz!

07/2024
Die Reise von unserem täglichen Brot

Im August scheint die Sonne und Bernhard steht vor dem Getreidefeld. Er streicht mit der Hand über die Ähren. Zufrieden mit der Größe der gut besetzten Ähren voll praller Körner, frei von jeglicher Pilzerkrankung, fällt er einen Entschluss: Diese Körner sollen das Saatgut werden. Voller Freude und Dankbarkeit setzt er sich in den Mähdrescher und fährt behutsam über das Feld.

An einem schönen Oktobertag stellt Bernhard die Getreidekisten mit dem Saatgut in die Halle. Er lässt ein paar Getreidekörner durch die Finger rieseln. Wieder hat er es geschafft, das Saatgut so zu lagern, dass die Lagerschädlinge keinen nennenswerten Ausfall verursacht haben.

Wenige Stunden später versammeln wir uns alle rund um dieses Getreide. Bei der Saatgutsegnung geben wir all diesen Samen unsere Liebe, Kraft und unseren Segen mit, damit sie gut wachsen und gedeihen.

Bernhard füllt das Saatgut in den Saatkasten der Sämaschine und fährt mit dem Traktor aufs Feld. Dieses liegt braun und feinkrümelig vor ihm. Mit der Fräse und dem Flügelschargrubber ist er zuvor mehrere Male über das Feld gefahren, um es vorzubereiten für den Anbau. Dabei hat er auch Mikroorganismen mit eingearbeitet. Diese wurden von Bernhard und Alexander angesetzt und entwickelten sich in den Nordwälder-Fermentern, die von Michael, Joe, Benedikt und Elian zusammengebaut wurden.

Nach dem Ansäen, fährt Bernhard noch mit der Walze über das Feld. So bekommen die Samen einen guten Erdkontakt und kurze Zeit später schlagen sie Wurzeln. Auch die ersten Blätter beginnen zu wachsen, ehe Winter und Schnee die Getreidepflänzchen zum Ruhen bringen.

Im März kommt dann ein Höhepunkt für all die Getreidepflanzen. Viele von uns gehen mit Kübeln über das Feld. Unsere Blicke streifen suchend umher. Steine werden aufgesammelt; fröhlich wird dabei geplaudert und gelacht, oder andächtig über das frische Grün gegangen.

In den kommenden Wochen besucht Bernhard das Feld regelmäßig. Bei Bedarf fährt er mit dem Striegel, um dafür zu sorgen, dass die Getreidepflanzen, sich gegen die anderen Pflanzen behaupten können.

Auch Mikroorganismen werden über die wachsenden Halme gesprüht, um den Pflanzen die optimale bakterielle Umgebung zu sichern.

Mehrere Male hilft Bernhard im Frühling dem Getreide auf diese Art und bringt dabei auch seine Liebe ein.

Im August freut sich Bernhard. Das Getreide ist schön reif geworden. Es ist wieder Erntezeit. Gabi kommt mit Annalena und Tamara zum Feld und gemeinsam sehen sie zu, wie Bernhard mit dem Mähdrescher über das Feld fährt. Christoph kommt mit dem großen Anhänger. Über das lange Rohr rinnt das Getreide vom Mähdrescher in den Anhänger. Der Doppelboden des Hängers hat kleine Löcher. Das Getreide wird mit warmer Luft getrocknet.

Anschließend bringt Bernhard es zur Putzanlage. Dort werden Unkrautsamen und andere Fremdkörper aussortiert. Der Dinkel wird entspelzt. Die Getreidekörner kommen dann in die Holzkisten.

Benedikt bringt das Getreide mit dem Stapler vom Getreidelager in die Mühle. Dort mahlt er die Körner zu Mehl. Veronika hat ihm genau aufgeschrieben, wie viel Roggenmehl, Küchenmehl und Semmelmehl gebraucht wird. Die Mehlsäcke bringt er in die Speisekammer.

Am Donnerstagabend bereiten Markus und Michael-Johannes die Teige vor. Sie mischen Mehl mit Salz, Wasser und dem Brotgewürz. Auch der Sauerteig, welcher schon 24 Stunden zuvor von Veronika angesetzt wurde, kommt mit in den Teig.

Freitag Früh. Es ist 4.00, als Barbara in die Küche kommt. Mit Freude sieht sie, wie schön der Brotteig aufgegangen ist. Sie knetet den Teig, füllt ihn in die bestaubten Simperl und lässt alles noch einmal gehen. Später stülpt sie den Teig aus den Simperln auf die Bleche und schiebt sie in den Dampfgarer. Nach etwa einer Stunde kann Barbara die frischen Brotwecken aus dem Ofen holen. Und sie weiß, wie sehr wir alle unser tägliches Brot schätzen.

Es ist für mich sehr bewegend, daran zu denken, was alles hinter diesem Brot steckt. Wie viele Stunden von uns! Wie viele liebevolle Gedanken, wie viel Aufmerksamkeit und Einsatz! Alle mit diesem Veredelungsweg verbundenen Naturgeistern vom Feld, über das Getreide, die Mikroorganismen bis zum Fermenter durften durch unseren Eintrag so viel lernen. Jedes Wesen, Mensch, Tiere und Pflanzen haben ihren Teil dazu beigetragen, dass dieses Brot voller Leben täglich auf unseren Tisch kommt und uns stärkt. Wir sind sehr dankbar dafür und schätzen dieses Geschenk, so verbunden zu sein mit allem, was uns umgibt.

06/2024
Mit 25 Lämmern in die heurige Saison

Mitte April wurde für dieses Jahr das letzte Lamm geboren und damit gehen wir mit insgesamt 25 Lämmern in die heurige Weidesaison. Mit sieben Einlingen, acht Zwillingen und einmal Drillingen haben wir unseren üblichen Durchschnitt von zwei Lämmern pro Mutterschaf diesmal nicht erreicht, was aber die Freude über die gesunden Tiere und reibungslosen Geburten nicht im geringsten trübt.

Fünf unserer 16 Muttertiere wurden dieses Jahr mit einem Leihbock der Rasse „Alpines Steinschaf“ gedeckt, da ich für unsere Herde wieder junge Mütter nachziehen will, die natürlich nicht mit unserem braven Waldschafbock „Tatarus“ verwandt sein dürfen. Drei ihrer Lämmer sind weiblich, diese werde ich im Laufe des Jahres gut beobachten, um herauszufinden, ob sie als neue Mutterschafe geeignet sind.

Interessantes aus der Schäferei:

"Das Zuchtziel des „Alpinen Steinschafs“ ist ein anpassungsfähiges, widerstandsfähiges, robustes Schaf für die rauen Lagen des Hochgebirges, mit ausgezeichneter Trittsicherheit, besten Muttereigenschaften, Langlebigkeit sowie einer hoher Fruchtbarkeits- und Aufzuchtleistung."

Ich bin immer wieder auf der Suche nach eben diesen Eigenschaften, damit unsere Schafe perfekt an unsere Bedingungen angepasst sind und unseren Anforderungen – ein gesundes, instinktsicheres und lebensfrohes Schaf mit einem guten Maß an Milch und Fleisch – gerecht werden können.

In diesem Sinne und mit meinem Segen sage ich: „Ab auf die Weide mit euch, ihr lieben Schafe!“

05/2024

Häufige Fragen & Kontakt

Kann ich bei euch ein landwirtschaftliches Praktikum machen?

Ja, das ist natürlich möglich. Wir bieten jedes Jahr ein paar Praktikumsplätze für den Bereich unseres Gartens an. In geringem Maß ist auch die Mithilfe bei den Tieren möglich. Wenn du motiviert und fleißig bist, bewirb dich gerne bei Maia, die unseren PAN-Garten leitet (Lebenslauf und Motivationsschreiben an ).

Lesen

Wo kann ich eure Bio-Produkte kaufen?

Unsere Gläserwaren wie Aufstriche, Schmalze, Salate und Sauerkraut, gibt es in drei Selbstbedienungsläden zu kaufen. In Bad Großpertholz im „Pertholzer Hofladen“, in Langschlag im „Langschläger Spezialitätenladen“ und in Oberhof (bei Zwettl) beim „Hofladen Thaller“.

Unser Fleisch von Lämmern und Schweinen gibt es mehrmals jährlich in Form von Mischpaketen zu kaufen. Auch Schaffelle – medizinisch oder pflanzlich gegerbt – können bei uns erworben werden. Bei Interesse daran wende dich bitte an Stefanie (Tierbetreuerin) unter 0680 / 145 12 44 oder .

Unsere Bio-Jungpflanzen werden einmal pro Jahr nach Vorbestellung verkauft, unser Gemüse gibt es je nach Saison bei Vorbestellung direkt vor Ort zu kaufen. Bei Interesse daran wende dich bitte an Maia (Gartenbetreuerin) unter 0680 / 30 18 163 oder .

Lesen

Wie steht ihr zum Thema "Tiere schlachten"?

Das könnt ihr am besten in dem Artikel „Wenn Tod zu Leben wird“, den Stefanie 02/2021 dazu verfasst und im „freigeist“ veröffentlicht hat, nachlesen:

Artikel: „Wenn Tod zu Leben wird“

Lesen

Aktuell!

Bio-Fleisch von PANs glücklichen Freilandschweinen
Hallo an alle Fleischliebhaber! Am 30.7. werden wir drei unserer einjährigen Mastschweine in unserer hauseigenen EU-zertifizierten Fleischerei schlachten und in fünf verschiedenen Mischpaket-Variationen zum Verkauf anbieten. Die Mischpakete haben eine Größe von 4 bis 6 kg und kosten zwischen 70 € ("Standard") und 120 € ("Edelpaket"). Es besteht die Möglichkeit der persönlichen Abholung in Harmannstein bzw. des Kühlversands (+15 €). Nähere Infos per E-Mail () oder telefonisch unter 0680 / 145 12 44.
Herzliche Grüße, Stefanie

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Umfangreiche Projektführung, gemeinsames Mittagessen mit den Menschen im PAN-Projekt, Gespräche je nach Interesse, Kaffeejause

Beginn: 10.00 Uhr, Ende: 16.00 Uhr
Unkostenbeitrag: € 40,-

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