Freitagabend unter Freunden

Dreimal habe ich nun schon meinen Schuppen an einem Freitagabend geöffnet und jedes Mal war’s einfach richtig schön.

Was als lockere Idee angefangen hat, entwickelt sich langsam zu einem kleinen Highlight zum Wochenausklang.
Ein kühles Bier, ein frischer Toast, gute Gespräche und das Gefühl, einfach unter Freunden zu sein. Immer mehr liebe Leute schauen vorbei, nehmen sich Zeit und genießen den Abend gemeinsam. Kein großes Programm, kein Schnickschnack – einfach zusammensitzen, erzählen, lachen, zuhören, dasein.
Ich freu’ mich riesig über alle, die schon da waren und genauso über alle, die vielleicht das nächste Mal vorbeikommen wollen.

Also: Wenn du Lust hast, melde dich oder schau freitags ab 18:30 einfach mal spontan vorbei.
Der Schuppen steht offen, das Bier ist kalt und der Toaster warm.

Wo?
Bei mir im Garten, Harmannstein 37

Ich freue mich auf dich!
Maia

0680 / 3018163
Der Treffpunkt im Schuppen ist ein Angebot des Vereins "WIR leben gemeinsam"

Maia Hahn
09/2025
Mehr Beiträge aus dem Bereich "Landwirtschaft"
Natursteinmauer setzt neuen Akzent bei unserem Schweinefressstand

Beim Vorplatz unseres Schweinefressstands auf der Winterschweineweide hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan. Mit dem Bau einer Natursteinmauer wurde ein weiterer wichtiger Schritt realisiert. Sie verleiht dem Gelände nicht nur einen harmonischen Rahmen, sondern lässt bereits erahnen, wie schön dieser Bereich einmal werden wird.

Ein besonderer Dank gilt dem Baggerfahrer Marek, der dieses Projekt für die Firma J. Innendorfer Ges.m.b.H. aus dem Mühlviertel umgesetzt hat. Mit großem Feingefühl, handwerklichem Können und viel Freude an seiner Arbeit errichtete er die Mauer in nur vier Tagen. Dabei beschränkte er sich nicht nur auf seinen eigentlichen Auftrag. Er brachte immer wieder eigene Ideen ein, machte wertvolle Vorschläge und übernahm zusätzlich Arbeiten, die ursprünglich gar nicht vorgesehen waren. So wurde neben der Mauer auch das umliegende Gelände sorgfältig gestaltet. Ein großes Highlight war er für unsere Kinder, die zu jeder Tageszeit Marek mit seinem Bagger besuchen gehen wollten.

Mit jedem weiteren Schritt wächst ein Ort, der künftig Besucherinnen und Besucher einlädt, sich mit Schweinen an sich und der Beziehung zwischen dem Menschen und der Natur zu beschäftigen. Wie sich das ganze Projekt ausformen soll und welche Schritte als nächstes anstehen, darüber werde ich euch in einer der kommenden Ausgaben ausführlicher berichten.

08/2026
Frisches Gemüse, frische Helfer!

Die neue Erntesaison ist bereits in vollem Gange und mit ihr ziehen wieder jede Menge frische und saisonale Köstlichkeiten in unseren Speisekammern ein. Besonders schön ist heuer für mich, dass nicht nur unser Gemüse wächst, sondern auch die Zahl der fleißigen Helferinnen und Helfer. Mit internationaler Muskelkraft, no worries!, beaucoup de plaisir und jeder Menge Teamgeist geht die Gartenarbeit noch viel flotter von der Hand!

Ab sofort startet auch wieder unser Kistl- und Frischgemüseverkauf! Wer sich also mit regionalem Waldviertler Bio-Gemüse versorgen möchte, ist bei uns herzlichst willkommen! Und das Beste daran: Ihr könnt euch direkt aus unserem PAN-Garten holen, was ihr gerade braucht.

Mit euch freuen wir uns auf eine ertragreiche Saison und viele schöne Begegnungen im Garten! :)

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Bestellungen und
Fragen zum Gemüsekistl
sind gern willkommen:

Tel.: 0680 / 30 18 163
E-Mail:

08/2026
Die Rehkitz-Retter aus Harmannstein

Seit wir Grünland bewirtschaften und Heu ernten, hieß es, kurz bevor das Mähwerk zum Einsatz kam, immer: "Wer kann bitte mitkommen – wir gehen Rehe suchen!"
Die kleinen Rehkitze, die von ihren Müttern im hohen Gras der Wiesen versteckt werden, können noch nicht davonlaufen, wenn der Traktor kommt. Daher betrachten wir es als unsere Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Jungtiere auf unseren Wiesen beim Mähen nicht verletzt oder getötet werden.

Heuer hat sich der "Einsatztrupp" zum ersten Mal von 10 bis 20 Menschen auf Martin und Bernhard reduziert. Möglich macht dies eine Drohne mit Wärmebildkamera, mit der das Kitze-Retten ein technisches Upgrade bekommt. Das haben wir zum Anlass genommen, um uns mit Martin über das Hobby und die Profession "Drohnenpilot" zu unterhalten.

Du bist schon seit vielen Jahren Drohnenpilot. Wie hat alles angefangen und was begeistert dich daran so sehr?

Angefangen hat es vor vielen Jahren, als ich den ersten Quadcopter selbst mit einer Gimbalkamera ausstattete.

Es ist die andere Perspektive von oben, die mich begeistert. Nur wenige Meter an Höhe ermöglichen es, einen neuen Blickwinkel abzubilden, der ein Gesamtes aus der Vogelperspektive visualisieren kann. Die richtige Tageszeit und Lichtstimmung tragen ihres dazu bei, unvergessliche Bilder und insbesondere Videos aufzunehmen - das ganze Jahr über. Themenbezogene Projekte und Aufträge in Österreich runden diese Aktivitäten ab. Sehr gerne kombiniere ich auch beides: Boden- und Luftaufnahmen sowie Makros (Detailbilder) zu einem gesamten Ausdruck.

Als Mensch, der "draußen zu Hause" ist und dem die Natur sehr am Herzen liegt, sind neben eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen auch deine Bilder der heimischen Tierwelt spektakulär. Welche Tiere hast du schon per Drohne vor die Linse bekommen?

Einen Mäusebussard in unmittelbarer Nähe und Schwalben - die sehr gerne die Drohne umkreisen und mit diesem „unbemannten Flugvogel“ mitfliegen wollen.

Zum Rehe-Suchen per Wärmebild-Drohne machst du dich mit Bernhard schon um 4 Uhr morgens auf den Weg. Was sind die besonderen Herausforderungen in diesem neuen Einsatzgebiet?

Die Einsatzplanung ist der wichtigste Part, um effizient von einer Befliegungsfläche zur nächsten Wiese oder zum nächsten Kleefeld zu gelangen. Gerade im Waldviertel sind wir eher mit kleineren Feldstücken und zerstreuten Flächen, oft auch in mehreren Ortschaften, bedient.

Trotz mehrerer Akkus im Talon kann es schon vorkommen, dass ein Nachladen während eines Früheinsatzes notwendig ist. Insbesondere dann, wenn sehr große Flächen abgesucht werden und häufig auch, wenn immer wieder Rehkitze im Feld liegen. Per Funk leite ich Bernhard dann zum Liegeplatz, während in dieser Zeit die Drohne permanent in der Luft stillsteht in rund 60 Meter Höhe. Auf dem Graustufen-Wärmebild am Monitor sehe ich alles, was vor sich geht: die warmen Flächen als weiße Spitzlichter, Bernhard wie und wohin er sich bewegt, ein Rehkitz liegen, dessen Mutter weglaufen usw.

So konnten wir heuer natürlich auch Blindgänger lokalisieren - wie eine Katze oder mehrere Hasen, welche genauso warme kleine Körper in der morgendlichen Tauwiese abbilden. Doch bei jedem Früheinsatz hatten wir bisher mindestens 1 Erfolgserlebnis und konnten so in Summe das Leben mehrerer Rehkitze vor dem Traktormähwerk retten.

Was ist dein persönliches Fazit nach den ersten Einsätzen?

Durch die Verbindung zu einem gemeinsamen Thema - nämlich der Fürsorge und Achtsamkeit anderen Lebewesen gegenüber -, kommunizierten wir während dieser Zeit wieder mehr mit den Jägern und anderen Landwirten. Dafür bin ich dankbar.
Als Naturfilmer ist das morgendliche Naturerwachen ein besonderer Moment für mich, der mir in dieser Zeit wieder einmal eröffnet hat, wie einzigartig und schön sich unser seelenstarkes Waldviertler Hochland anspürt. Danke.

07/2026
Erste Ernten – ein Dank von Herzen

Es ist für mich jedes Jahr etwas Besonderes, wenn wir die ersten Kisten und Körbe mit frischem Gemüse füllen können: knackige Radieschen, saftiger Salat, türkisgrüne Kohlköpfe, Zucchini und Gurken. Noch ist es keine üppige Fülle, aber genau das erinnert uns an etwas Wichtiges: Alles beginnt anfangs klein. Und noch etwas wird schnell sichtbar, wenn wir diesem Kleinen unsere Aufmerksamkeit schenken: Nichts entsteht allein.

Aus einem Samenkorn wird nur dann etwas, wenn Boden, Wasser, Wärme, Insekten und unzählige kleine Lebewesen zusammenwirken, denn Wachstum ist immer ein Miteinander.
Vielleicht sollten wir Menschen uns auch öfter daran erinnern, dass wir Teil dieses großen Ganzen sind. Dass wir nicht über der Schöpfung stehen, sondern in ihr leben, denn mit allem, was wir tun, hinterlassen wir Spuren. Wir tragen Verantwortung, achtsam und respektvoll mit dem Boden, den Pflanzen, den Tieren und miteinander umzugehen.
Ich kann nicht oft genug davon erzählen: In meinen Augen ist jede Ernte, sei sie auch noch so klein, ein Geschenk. Nicht selbstverständlich, sondern das Ergebnis liebevoller Hände, unzähliger Stunden Arbeit und einer Natur, die uns reich beschenkt, wenn wir sie gut behandeln.

Mit diesen ersten Ernten beginnt für uns jedes Jahr eine Zeit voller Dankbarkeit und Freude. Sie lädt uns täglich ein, bewusster hinzuschauen, zu genießen und uns den Wert der scheinbar „einfachen“ Dinge neu zu erschließen.

An dieser Stelle möchte ich auch meinem gesamten Gartenteam von Herzen danken und all denen, die diese Freude und Wertschätzung für unsere Natur mit mir teilen!

Herzlich,
Maia

07/2026
17-mal Nachwuchs bei unseren Schweinen

Mit nur einem Tag Zeitunterschied haben unsere älteste Sau Karla und ihre Tochter Laura Ferkel bekommen.
Karla, stolze 9 Jahre alt, darf sich nach einem langen, fruchtbaren Leben nun zur Ruhe setzen und die Zeit mit ihren fünf Ferkeln genießen. Einige ihrer Ferkel hat sie in den Tagen nach der Geburt leider verloren, da sie an MMA (eine schmerzhafte Schweinekrankheit mit Gesäuge- und Gebärmutterentzündung) erkrankt war. Mit der Unterstützung unseres tollen Tierarztes und unserer Fürsorge konnten wir Karla aber wieder gesund pflegen. Mittlerweile nehmen die Kleinen sehr gut zu und verbringen viel Zeit damit, miteinander ihre Kräfte zu messen, wie die Großen zu wühlen und nach einer guten Mahlzeit mit der Mama zu kuscheln.

Karlas Tochter Laura hat einen Tag nach ihrer Mutter ihre zweite Abferkelung souverän gemeistert. Alle zwölf geborenen Ferkel erfreuen sich bester Gesundheit und wurden gemeinsam mit Mama diese Woche bereits auf die Sommerweide übersiedelt.
Und wir freuen uns sehr über die guten Instinkte von Laura und ihren friedlichen und fürsorglichen Charakter.
„Auf einen schönen Sommer mit viel Schweineglück!“

05/2026
Lammfleisch in echter PAN-Qualität

Das Titelbild mit Benedikt und den Schafen habe ich für diesen Artikel deshalb gewählt, um den wichtigsten Punkt an unserer Tierhaltung zum Ausdruck zu bringen: nämlich den würdevollen Umgang mit unseren Tieren.
Damit geht für mich einher, dass sie Zeit zum Leben und Reifen haben. Sie sollen ihren Bedürfnissen entsprechend in einer Herde aufwachsen, die Natur erleben können und ihre Instinkte und Beziehungen aufbauen dürfen.

Wir, als Menschen, versuchen sie dabei so gut wie möglich zu unterstützen und ihnen einen würdevollen Rahmen für ihre Entwicklung zu schaffen. Dieser Rahmen soll auch die Schlachtung miteinbeziehen, die bei uns in Ruhe und Gelassenheit stattfindet. Das Gefühl, das mich dabei immer begleitet, ist eine unglaubliche Dankbarkeit gegenüber den Tieren und ihren Naturseelen.

Mit diesem Eindruck darf ich euch auch dieses Jahr wieder anbieten, Fleisch von unseren Jungschafen bei uns zu kaufen. Die langsam gewachsenen Tiere sind jetzt im März ein Jahr alt und die Fleischqualität ist einfach top.

Bei uns gibt es ausschließlich Mischpakete zu kaufen – entweder das kleine 4kg-Mischpaket oder das „halbe Lamm“, ein ca. 8kg-Mischpaket (je 20€/kg).

Bei Interesse meldet euch bitte bis Sonntag, den 22. März bei mir. Ihr könnt dann das Fleisch am Montag, den 30.03.2026 abholen oder euch per Kühlversand zuschicken lassen.
Mein Kontakt: Stefanie Hahn, 0680/1451244 (WhatsApp oder Anruf) oder per E-Mail unter

Am Nachmittag der Abholung (30.03.2026) besteht außerdem die Möglichkeit, mit Benedikt unsere Schafe zu besuchen. Ich bitte um Anmeldung!

Ich freue mich auf eure Bestellungen!

03/2026
Die Bienensaison ist eröffnet!

Mit unverkennbarer Freude und bei strahlendem Sonnenschein nimmt Markus, unser Bienenvater, am 27. Februar die erste Frühjahrsdurchsicht bei seinen 17 Völkern vor. "Ich habe bereits beobachtet, dass einige Bienen Pollen einbringen: Ein Zeichen, dass frische Brut vorhanden ist - und das bereits im Februar!"

Bei der Revision der Bienenstöcke wird kontrolliert, ob alles in Ordnung ist. Dort, wo die Futtervorräte überwiegend aufgebraucht sind, hängt Markus zusätzliche Rahmen mit Honigwaben aus dem Vorjahr in die Stockzargen ein.
Sein zufriedenes Resümee: Alle Völker haben den Winter bisher gut überdauert - mit teilweise erheblichen Honigreserven im Talon.

"Ich beobachte schon Brutnester, die an Größe zunehmen. Mehr Brut bedeutet aber auch mehr Futterbedarf! Die Vielfalt an verwertbaren Blühgewächsen für die Pollenproduktion ist zu dieser Zeit zwar nicht besonders groß, doch die rundum wachsenden Haselstauden machen das wett und sind Quelle und Garant für die Versorgung meiner Völker!"

Neben der direkten Beobachtung der Bienenvölker vor Ort sind von Imker Markus außerdem in der Werkstatt noch einige Vorbereitungen für die beginnende Saison zu treffen: Holzrähmchen reinigen, Wachsplatten einlöten sowie weitere Stockzargen bauen.

"Es macht mir sehr viel Spaß, am Bienenvolk selbst zu arbeiten und draußen in der Natur bei jeder Witterung den Jahreskreis der Bienen zu erleben und mitzulernen.
Ich bin schon sehr gespannt, wie sich dieses heurige Jahr entwickeln wird, denn jedes ist anders. Jedenfalls steht eines fest: Die Bienensaison hat schon mal früh und gut begonnen!"

03/2026
Zwischen Stall und Schlafmangel

Wer Benedikt in diesen Wochen erlebt, merkt schnell, dass die Ablammsaison für ihn nicht nur eine arbeitsreiche Zeit ist. Man spürt sein Bemühen, seine Aufmerksamkeit für jedes einzelne Tier und die Verantwortung, die er trägt. Oft leise, oft nebenbei, aber immer präsent. Zwischen nächtlichen Stallgängen, neuem Leben und Momenten des Zweifelns entsteht eine Saison, die fordert und prägt. Benedikt erzählt, wie sich diese Wochen für ihn angefühlt haben.

Wenn du die Ablammsaison in drei Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Lehrreich, anstrengend und schön.  (Sagt er, ohne lang zu überlegen)

Mit welchem Gefühl beginnt für dich die Ablammsaison und woran erkennt man, dass es wieder losgeht?

Mit Freude. Wenn es losgeht, beginnt für mich eine ganz besonders intensive Zeit. Ich bin viel im Stall, viel bei den Tieren. Da bin ich daheim. Auch praktisch sieht man es gut, wenn die Schafe ansetzen, das Euter wächst und sie insgesamt einfach dicker werden.

Wie viele Lämmer sind in dieser Zeit insgesamt zur Welt gekommen?

13 von 14 Mutterschafen haben schon erfolgreich abgelammt und es sind bis dato 23 Neulinge. Auffällig war, dass es heuer deutlich mehr Jungs gegeben hat.

Ist das die anstrengendste Zeit im Jahr?

Ja, vor allem im Kopf.
Man ist eigentlich zu jeder Uhrzeit mit den Gedanken bei den Tieren. Und wenn einem noch etwas Erfahrung fehlt, dann ist das schon fordernd. Besonders nachts.

Warum nachts?

Na grundsätzlich komme ich zwar auf meine sieben Stunden Schlaf, aber nicht in der ersten Zeit mit den Flaschenlämmern. Da ist es intensiver und dieses Jahr war das relativ früh. Für sie bin ich in der Nacht alle drei Stunden aufgestanden, dazwischen habe ich vielleicht zweieinhalb Stunden geschlafen, wenn überhaupt. (Er lacht kurz.)
Das steckt man nicht einfach weg, aber es zahlt sich definitiv aus!

Wie beeinflussen Wetter und Extreme deine Arbeit bei den Tieren?

Extreme oder ungewohnte Bedingungen bringen immer Herausforderungen, so wie in diesem Jahr die durchgehende Kälte. Doch für alles finden wir Lösungen. Sie sind halt oft mit mehr Arbeit verbunden und damit, dass man aus seiner Komfortzone herausgeht. Wichtig ist, offen zu bleiben und vorausschauend zu denken.

Gab es etwas, das dich besonders berührt oder überrascht hat?

Ja, unser blindes Lamm Sebastian. Am Anfang war ich überfordert, weil ich nicht gewusst habe, was ihm fehlt. Er war so tollpatschig und ich hab erst später herausgefunden, dass er kaum etwas sehen kann. In den ersten Tagen war ich dann eigentlich stündlich bei ihm. Dadurch habe ich sehr viel Zeit im Stall verbracht und auch die anderen Tiere noch besser kennengelernt.
Ein Moment ist mir besonders geblieben: Einmal am Abend nach dem Flaschenfüttern wollte ich gerade das Stalltor zuschieben, um ins Bett zu gehen, sagte Gute Nacht zu meinen Schafen und sie haben nicht wie gewohnt laut durcheinander geblökt, sondern nur dreimal und dann war es still. Nicht fordernd, ganz ruhig. Da hab ich mir gedacht, das ist ihre Art, mir eine gute Nacht zu wünschen. (Er lächelt.)

Wie gehst du mit Situationen um, in denen es ein Lamm nicht schafft?

Gerade am Anfang ist das mit Schuldgefühlen verbunden. Aber davon darfst du dich nicht unterkriegen lassen. Wenn ich weiß, ich habe mein Bestes gegeben, dann gehört es manchmal einfach dazu. Es sind Lebewesen. Nicht alles liegt nur in unserer Hand.

Gibt es einen Moment am Tag, an dem du kurz innehältst und merkst, dafür mache ich das?

Immer dann, wenn ich durch den Stall gehe und sehe, wie die Lämmer herumwuseln. Dann bleibe ich automatisch kurz stehen und habe ein richtig gutes Gefühl, weil alles wieder mit neuem Leben gefüllt ist. Meine Liebe gilt den Tieren und allem, was mit ihnen zu tun hat. Das gibt mir mehr als alles andere.

Was hat dich diese Saison über dich selbst gelehrt?

Dass ich mir oft manches erstmal leichter vorstelle, als es dann ist.
Bei mir kommt mit jeder Verantwortung auch der Druck alles richtig machen zu wollen. Wichtig ist dann, dass man sich selbst sagt: Schritt für Schritt, man wächst da hinein. Es muss nicht alles komplett perfekt sein. Ich lerne ja.

Was wünschst du dir, dass Menschen aus der Umgebung über deine Arbeit verstehen?

Dass man immer mit Lebewesen arbeitet. Nicht mit Maschinen oder Masse. Jedes Tier braucht Aufmerksamkeit und für jedes Tier trage ich als Bauer Verantwortung. Landwirtschaft heißt für mich, Verantwortung für das zu übernehmen, was ich täglich seh‘.

Am Ende dieser intensiven Wochen bleibt vor allem ein Gefühl.  (Er denkt kurz nach.)
Zufriedenheit. Nicht, weil alles perfekt war, sondern weil ich das Beste daraus gemacht habe. Die Lämmersaison 2026 war fordernd, lehrreich und rückblickend mir entsprechend.

02/2026

Das PAN-Projekt kennenlernen!

Umfangreiche Projektführung, gemeinsames Mittagessen mit den Menschen im PAN-Projekt, Gespräche je nach Interesse, Kaffeejause

Beginn: 10.00 Uhr, Ende: 16.00 Uhr
Unkostenbeitrag: € 40,-

Termin:

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