Picknicksonntag im Mühlendorf Reichenthal

Es war unsere Sonnja, die uns vor etlichen Wochen erklärt hat: "Ein Gemeinschaftsausflug gehört wieder mal her!" Und so ist also der 9. Juni zu einem PAN-Sonntag im Mühlendorf Reichenthal geworden. Eines war dabei für Sonnja noch klar: Zusammen picknicken muss unbedingt sein!

Mit der Entschlossenheit, dass der Tag ungeachtet des wankelmütigen Wetters genau recht werden würde, sind wir Mitte Vormittag mit unserem Autokonvoi ins obere Mühlviertel losgefahren. Angekommen im Freilichtmuseum Reichenthal wurden wir in Erinnerung an die Mühlen der Region auf eine Zeitreise mitgenommen. Dabei führte uns Frau Friedrichkeit durch die renovierte Herrenmühle, in der sich eine umfangreiche Glassammlung befindet, die Techniken und Stilrichtungen der Glaserzeugung nachvollziehbar macht. Anschließend folgten wir in der Hausmühle dem Weg vom Getreidekorn zum Mehl. Besonders interessant war das wasserbetriebene Venezianer-Gatter aus dem 19. Jahrhundert, in dem ein funktionstüchtiges Sägewerk untergebracht ist.

Unsere Martha meinte dazu: "Es ist sehr beeindruckend, wieviel Geduld es da brauchte, um ein einziges Brett aus einem Baumstamm zu sägen. Aber damals hat Zeit im Grunde keine Rolle gespielt."
Apropos Zeit: Auch 300 mechanische Wand- und Tischuhren aus früheren Tagen besichtigten wir in einem Schnelldurchlauf.
Neben den alten Handwerksberufen des Wagners, Leinenmachers, Schusters oder Hufschmieds, die alle hier im Mühlendorf nachvollziehbar werden, hinterließ der Stand der Müller natürlich besonderen Eindruck. Denn es waren einst die Müller, die sehr wesentlich für die Nahversorgung der Bevölkerung verantwortlich waren. Sie genossen hohes Ansehen, da ja praktisch der größte Teil des  Wohleregehens in dieser Gegend von ihnen abhängig war.

Apropos Wohlergehen: Nach der ausgiebigen Führung hatten wir uns das ebenso ausgiebige Picknick bei herrlichem Wetter wirklich verdient! Dabei hat sich Sonnja, unsere Küchenchefin, mit ihrem Sommer-Buffet wieder einmal selbst übertroffen: Gemüsesticks, liebevoll garnierte Sandwiches, Nudelsalat, gefüllte Weckerl und Eistee mit Kräutern standen auf dem Speiseplan. Die Zeit vor der Nachspeise nutzten die meisten von uns noch für einen Spaziergang - mit kleinem Regenschauer - oder für ein Mittagschlaferl. Danach fuhren wir zufrieden und gemütlich nach Hause.

Die Zusammenfassung von Sophia zum Ausflug liest sich so: "Mir hat's sehr viel Spaß gemacht. Die Jause war sehr lecker und draußen schmeckt's sowieso immer besser. Für mich war der ganze Tag besonders."
Dem schließt sich neben allen Teilnehmenden auch Organisatorin Sonnja an: "Es hat einfach alles gepasst: Wetter, Führung, Location. Wir haben alles gehabt, was wir gemeinsam gebraucht haben."

Barbara Pan
06/2024
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Buchveröffentlichung: "Einfach Mensch sein"

"Abseits stark befahrener Straßen und großer Städte erwarten sich Durchreisende nichts weiter als schlichtes ländliches Dasein – verschlafene Orte, an denen die Zeit stillzustehen scheint. Doch diese unbedachte Vorstellung zerplatzt beim Anblick des Hofs auf dem Hügel. Der Meister und seine Schüler sind nämlich Freunde des Lebens, und begeistert am Erforschen und Erleben des allgegenwärtig Überraschenden. Auf den fruchtbaren Flächen sprießt die Natur in allen Farben. Tiere und Menschen bewegen sich an den Hängen.

Verwundert nehmen die Reisenden den Hauch des Besonderen wahr, der in der Luft liegt. Und ohne es zu merken, überkommt sie die Ahnung, dass Veränderung etwas ganz anderes ist, als sie bisher dachten."

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Einfach Mensch sein – 24 Geschichten über den Meister und seine Schüler

Mit seiner Kurzgeschichtensammlung „Einfach Mensch sein“ lädt Michael-Johannes Hahn zum Schmunzeln, Innehalten und Nachdenken ein. In 24 Geschichten zeigt der junge Autor auf, dass die großen Fragen des Menschseins überraschend praktische Antworten haben können.

Michael-Johannes mit seiner Kurzgeschichtensammlung "Einfach Mensch sein"

Über das Buch

Menschsein ist einfach, aber nicht leicht! Das erleben die Schüler des weisen Meisters, wenn sie sich den Herausforderungen stellen, denen kein Mensch wirklich auskommt. Denn wer es ernst meint mit der Suche nach sich selbst, muss Hand anlegen – und stößt auf so manche überraschende Erkenntnis.

Wie entscheide ich richtig? Wie besiege ich meine Schwächen? Was ist Weisheit? Kann man Gott begreifen?

Mit seinem ersten Buch will der junge Autor LeserInnen die Möglichkeit bieten, immer eine passende Geschichte zum Mitbringen, Verschenken oder Selber-Lesen zur Hand zu haben.

Klappentext

In Anbetracht der gewaltigen Bergkulisse wirkt der Hof auf dem Hügel recht unscheinbar, doch es ist weithin bekannt, dass man sich an diesem Ort große Weisheit zu eigen machen kann. Hier befassen sich der weise Meister und seine Schüler nämlich mit den spannenden Fragen des Menschseins – und finden ihre Antworten oft auf unerwartete Weise.

Über den Autor

Michael-Johannes Hahn, geboren 1991, lebt und arbeitet im Gemeinschaftsprojekt PAN im Waldviertel, Österreich. Von einem facettenreichen Leben und tiefen Freundschaften geprägt, betrachtet der 29-jährige Grafiker und Texter die Welt aus den Augen eines Gemeinschaftsmenschen – mit der Überzeugung, dass die Lösung immer im Miteinander liegt.

Kostenlose Leseprobe und Bestellmöglichkeitenwww.leuchtsignal.org.

12/2020
In Oma Elisabeths Textilwerkstatt
Zu Besuch bei...

Vielfalt ist mehr als die Summe ihrer Teile! Dieses Motto begleitet uns Menschen im PAN-Projekt schon lange und vielfältig sind auch die Berufe und Tätigkeiten, die wir hier ausführen. In dieser Serie bekommst du einen ganz praxisnahen Einblick in unser Leben – heute in das von unserer "Gemeinschaftsoma" Elisabeth, die in unserer Textil- und Kreativwerkstatt immer fleißig daran arbeitet, unser Leben noch ein bisschen bunter zu machen...

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Liebe Elisabeth! Du verbringst viel Zeit hier in der Kreativwerkstatt. Was genau machst du hier?
„Ich mach hier Reparaturarbeiten, wie zum Beispiel kaputte Zippverschlüsse heraustrennen und neue einsetzen. Meine Lieblingsarbeit ist, neue Sachen zu nähen, großteils schon für mich, aber ich habe auch „Kundschaften“, wie z.B. Barbara, die sich gerne von mir einkleiden lässt.

Wie hast du dir die Fähigkeiten dafür erworben?
Ich habe in meinen jungen Jahren das Nähen in einer vierjährigen Fachschule gelernt und mit einer Gesellenprüfung beendet. Den Beruf habe ich aber nie wirklich ausgeübt. Anfangs habe ich für meine Kinder und mich genäht und nur für ein paar Kundenschaften außerhalb der Familie. Dann hab ich längere Zeit nichts genäht und mich mehr auf das Stricken konzentriert.
Vor etwa 15 Jahren habe ich wieder zu nähen begonnen, um allen interessierten Kindern im PAN-Projekt die Möglichkeit zu bieten die Grundlagen des Nähens zu erlernen. Deswegen haben wir mit Patchworkprojekten begonnen, damit die Kinder lernen gerade zu nähen, aber auch mit verschiedenen Stoffen ihr kreatives Potential finden können. Mit den Kindern zu nähen macht mir immer viel Spaß. Besonders toll war es, dass es auch ein paar Burschen gegeben hat, die voll begeistert vom Nähen waren. Jetzt habe ich gerade größere Mädels, die gerne selbst ihre Kleidung wie Kapuzenpullis, Shirts oder einen Jumpsuit machen wollen.

Was macht dir an dieser Tätigkeit besonders Spaß?
Ich nähe deswegen gerne Bekleidung, weil ich von dem direkten Einkauf möglichst wegkommen möchte, dadurch habe ich mich auch überwunden mit dem Hosennähen anzufangen. Das ist eine spezielle Situation, weil die Hosen ja anders passen müssen als z.B. ein T-Shirt, vorallem bei der aktuellen Mode. Aber das funktioniert nicht so schlecht, wenn man mal einen Schnitt hat, dann kann man ihn in verschiedenen Varianten verwenden.

Was ist besonders schwierig?
Schwierig ist auf jeden Fall der Stoffeinkauf, weil wir in nächster Nähe kein Stoffgeschäft mit einer entsprechenden Auswahl haben. Das heißt die nächsten Stoffgeschäfte sind in Linz und Horn, wo ich gerne einkaufe und die Auswahl für mich passt.

Was würdest du dir in Zukunft für dieses Arbeitsfeld wünschen?
Maschinentechnisch bin ich eigentlich sehr gut ausgerüstet. Menschmäßig würde ich mir schon wünschen, wenn von unserer Gemeinschaft mehr junge Damen auch Gusto kriegen zu nähen, wobei das jetzt sicher am Zeitmangel liegt. Ich denke das passiert dann, wenn sie selber Kinder haben.

Möchtest du abschließend noch etwas sagen?
Also abschließend will ich noch sagen: Ich fühle mich in dem Kreativraum, wo ich derzeit tätig bin sehr wohl. Ich sag immer: "Das ist mein zweites Wohnzimmer", weil ich auch sehr viele Pflanzen in dem Raum habe, was natürlich eine besondere Atmosphäre ausstrahlt.

06/2024
Ich liebe, wie ich lebe: Ingrid
Ich liebe, wie ich lebe

Ingrid ist Schuldirektorin, Gründungsmitglied, interne Erste-Hilfe-Adresse und wirklich gute Freundin. Im ersten Video von Hannas Bachelorarbeit – der Videoserie "Ich liebe, wie ich lebe" – erzählt Ingrid über ihr Lernen und Leben im PAN-Projekt: Was sie täglich motiviert, was ihr Freude macht, was sie Kindern und Jugendlichen mit auf ihren Weg geben will und was sie dazu bewegt, sich selbst immer weiterzuentwickeln.

05/2023
Backende Witze!

Was am Donnerstag-Abend beim Brotteige-Vorbereiten so alles passiert... Damit Bäcker Markus oder Bäckerin Barbara, wenn sie am Freitag-Morgen um 4 Uhr Früh in die Küche kommen, schon gut gelaunt an die Arbeit gehen können!

05/2021

Das PAN-Projekt kennenlernen!

Umfangreiche Projektführung, gemeinsames Mittagessen mit den Menschen im PAN-Projekt, Gespräche je nach Interesse, Kaffeejause

Beginn: 10.00 Uhr, Ende: 16.00 Uhr
Unkostenbeitrag: € 40,-

Termin:

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