
Vom Anfang eines Gedankens...
Ich erinnere mich zurück. Wie war das eigentlich ganz am Anfang?
Im April 2019 saßen wir bei der Saatgutinventur zusammen und blickten auf das kommende herausfordernde Gartenjahr. Wir waren uns einig, dass wir als Gartenteam Unterstützung brauchten. Also stürzten wir uns ganz spontan in das Abenteuer, Menschen zu finden, die gerne Zeit in der Natur verbringen, einfache Arbeit schätzen und an nützlichem und sinnstiftendem Tun im Team Freude haben: Beim Jungpflanzenziehen, Pflegen, Ernten, im Stall oder beim gemeinsamen Kochen und Verarbeiten der Lebensmittel.
Die Idee war ganz praktisch. Wir brauchten Unterstützung am Hof, während andere Menschen neue Erfahrungen suchten. Ein einfaches Geben und Nehmen. Täglich ein paar Stunden Mithilfe im Tausch gegen Unterkunft, gutes und gesundes Essen und Anteilnahme am vielfältigen und gemeinsamen Leben im PAN-Projekt. "Workaway" heißt die Plattform, die Gastgeber und Gäste dieser Art zusammenbringt und die in den vergangenen Jahren Menschen aus vielen nahen und fernen Teilen der Welt zu uns geführt hat.

... zu einem Weg der Begegnungen
Doch aus diesem praktischen Austausch wurde mehr... Denn all die „helfenden Hände“ waren Menschen mit so vielen Geschichten, Perspektiven, Fragen und Ideen. Und stets ging es um weit mehr als „nur“ um die Gartenarbeit. Stattdessen entstanden viele echte und wertvolle menschliche Begegnungen und ein Austausch, der mir wirklich Freude machte. Denn all diese Menschen funktionierten nicht einfach nur in ihrer helfenden Rolle, sondern begannen sich stets mit jedem Gespräch, jeder gemeinsamen Arbeitsstunde, jedem Lachen oder jeder Diskussion mehr zu öffnen und zu zeigen. Es ging plötzlich um das Gefühl, gesehen zu werden, und gleichzeitig den anderen so kennenzulernen wie er ist – ihn wahrzunehmen mit seinen Prioritäten, Gedanken, Talenten und auch seinen „Packerln“, die er in seinem Leben zu tragen hat.
Warum mir das Workaway-Projekt soviel bedeutet?
Wenn ich abends im Bett liege und darüber nachdenke, was gerade jeden Tag in der Welt passiert – wie viel Trennung, Unsicherheit, Schnelllebigkeit, oft auch Oberflächlichkeit sich zwischen uns Menschen drängt – dann habe ich das dringende Bedürfnis, etwas daran zu ändern. Mitzugestalten an einem Ort, der ein Gegenpol zu all dem sein soll.
Darin, die Natur besser zu verstehen und gemeinsam wahrzunehmen, sehe ich eine große Chance, dass dieses Vorhaben auf eine ganz natürliche und einfache Art einen Weg bekommt – wie von selbst. Denn die Natur bietet uns die Möglichkeit, anzukommen und einmal so richtig tief durchzuatmen. Nicht nur körperlich, sondern auch innerlich. Sie umgibt uns mit tausenden Möglichkeiten, Gemeinschaftlichkeit ein bisschen besser zu erleben und zu verstehen, denn nichts in der Natur steht nur für sich allein. Alles braucht einander, um sich zu entwickeln!

... es sind die kleinen Dinge!
Natürlich ändert sich durch dieses Projekt auch für mich persönlich so einiges. Ich lerne unglaublich viel über mich selbst, über Menschen, Vertrauen und Loslassen. Und darüber, dass Wachstum eben nicht nur im Garten passiert, denn jede Begegnung hinterlässt ihre Spuren.
Manchmal sind es kleine Dinge. Eine neue Sichtweise oder ein Gedanke, der bleibt und das eigene Leben bereichert. Manchmal entstehen Freundschaften, die uns weit über den Aufenthalt hinaus begleiten und stärken.
Und manchmal bleibt einfach das Gefühl, Teil von etwas Größerem gewesen zu sein. Damit meine ich nicht nur den Garten oder das Projekt selbst, sondern das, was zwischen Menschen entsteht. Gemeinschaft. Zugehörigkeit. Verbundenheit.
Viele Menschen verlassen unser PAN-Projekt mit dem Gefühl, ein kleines Stück Zuhause gefunden zu haben und genau das berührt mich jedes Mal aufs Neue.

Ein Blick zurück zum Start...
War das von Anfang an meine Vision? Nein!
Und genau das macht es heute so besonders für mich, denn nichts davon war so geplant.
Was als einfache Unterstützung im Garten begann, ist zu einer großen Sammlung wirklich schöner Augenblicke herangewachsen. Fremde aus unterschiedlichsten Ländern und Lebensrealitäten kommen zusammen, teilen Erfahrungen, lernen voneinander und wachsen miteinander... werden zu Freunden.
Ich bin von Herzen dankbar, Teil davon zu sein. Nicht, weil ich glaube, damit die große Welt zu retten, sondern weil ich überzeugt davon bin, dass genau solche kleinen Räume große Chancen schaffen. Wo Menschen sich gesehen, verbunden und zuhause fühlen, ist es leichter, mit Liebe zu leben und dieses Gefühl weit hinaus in die Welt zu tragen.
Darum lasst es uns immer in Erinnerung behalten – manchmal beginnt Veränderung nicht mit großen Ideen, sondern mit einer offenen Tür, einem Stück Land und der Bereitschaft, Menschen willkommen zu heißen.
Reisemodus unserer Gäste: Manche kommen gezielt zu uns als einziges Reiseziel ihres Workaway-Trips, für manche sind wir eine Station einer längeren Workaway-Reise von Host zu Host (viele junge Menschen nutzen z.B. ihr "Gap-Year" vor dem Studium, um die Welt per Workaway zu bereisen und neue Orte kennenzulernen)
Aufenthaltsdauer: meist 3 – 6 Wochen
Aus diesen Ländern hatten wir bereits Besuch: Norwegen, Ungarn, Polen, Deutschland, Luxemburg, Niederlande, Frankreich, Schweiz, Österreich, Tschechien, Ukraine, USA, Kanada, Argentinien, Australien, Neuseeland, Taiwan... (und heuer kommen wieder weitere dazu)
Umgang mit englischsprachigen Gästen: Je nach persönlichen Fähigkeiten und Interessen genießen wir den Austausch auf Englisch, nutzen die Gelegenheit zum Üben oder freuen uns auf die nächsten deutschsprachigen Gäste :)

Leiterin des PAN-Gartenteams mit großer Liebe für das Miteinander-Anpacken und Füreinander-Da-Sein. Erfüllt von einem dankbaren, christlichen Lebensstil, nicht selten singend unterwegs zwischen Pflanzen, Kindern und Lebensfreudemomenten.

Lieber Ernest, lieber Zedi!
Vor ziemlich genau dreißig Jahren hast Du uns im PAN-Projekt zum ersten Mal besucht und uns Deine packenden Nachtwächter-Geschichten erzählt.
Wir danken dir ganz persönlich für Deine Unvoreingenommenheit uns gegenüber, Deinen Humor und Deine wohlwollende Menschlichkeit.
Für Deinen weiteren Weg in der jenseitigen Welt wünschen wir Dir das Allerbeste.
Deine PANs

von Michael-Johannes Hahn, frisch gebackener Papa im PAN-Projekt
Jaron – der, der singt und jubelt.
So schön, dass du da bist!
Ein bisschen mehr als fünf Wochen ist es jetzt her, dass mein kleiner Sohn Jaron Nathan bei uns zu Hause das Licht der Welt erblickt hat. Ein unvergessliches Erlebnis für Hanna und mich, Eltern zu werden. Und neben der großen Freude, unser Kind kennenzulernen, auch wirklich unvergesslich im Sinne des "Mich-selbst-Kennenlernens".
Wenn man solche großen Lebensmomente erlebt, über die man bisher nur Erzählungen gehört hat, fühlt sich das anders an, als man es sich bis dahin vorgestellt hat. Deshalb kann einen nichts wirklich auf solche Momente vorbereiten. Das dachte ich mir zumindest.
Dann habe ich erlebt, wie all meine innere Sicherheit und mein Selbstvertrauen, das ich mir im Laufe der Zeit mit meinen Freunden erworben habe, ihre Wirkung entfaltet haben.
Die Tage vor der Geburt habe ich mit großem Vertrauen zu Hanna und einer tiefen inneren Ruhe erlebt. Was mich dann überrascht hat war aber, wie natürlich (im Sinne von „selbstverständlich“) sich die Geburt für mich angefühlt hat. Irgendwie hatte ich erwartet, mehr „überfordert“ zu sein. Aber als es darauf ankam, musste ich nicht nachdenken, sondern spürte sehr deutlich, was ich tun konnte, um Hanna bei der Geburt zu unterstützen. Ich kann mich an keine Zeit in meinem Leben erinnern, zu der ich präsenter im Hier und Jetzt war als an diesem Nachmittag – und gleichzeitig so ruhig trotz der Intensität des Geschehens. Es ist schwer, das zu beschreiben, aber so deutlich habe ich diese innere Führung in mir noch nie wahrgenommen.
Wie alle Noch-nicht-Eltern habe ich lange Zeit viele Eltern und Großeltern davon reden gehört, welches Wunder geschieht, wenn so ein kleiner Mensch geboren wird. Jetzt erst spüre ich, was sie damit gemeint haben und es macht mir eine Riesenfreude: Hanna und Jaron – ihr seid wirklich mein Wunder-Team.
Was ich mir für mich selbst mitnehme?
Erst die Überraschungen und Herausforderungen im Leben bringen uns dazu, zu den Menschen zu werden, die wir wirklich sein können.
Welche Herausforderungen jetzt vor uns als junge Familie liegen?
Das weiß ich nicht, aber ich bin mir sicher, dass es nicht zu wenige sein werden. Viele Gelegenheiten, um weiter gemeinsam daran zu wachsen. Das wird ein Abenteuer für uns und unseren Jaron!
DANKE an unsere Freundin und Hebamme Ulli, die nach Gabis und Michaels Kindern nun auch Jaron bei uns zu Hause aufgefangen hat! Und DANKE an alle großen und kleinen PANs, die Jaron so liebevoll aufnehmen und uns so sehr unterstützen!
Fotos: Martin Becherer

Birkenreisig, Draht, Spagat -
und fertig ist der Astsalat.
Martha versteht es, aus Naturmaterialen stets besondere Dekorationselemente zu gestalten.
Gerade kürzen die Bauern ihre Feld- und Wiesenraine ein, darunter auch Birkengehölze. Deren Reisig ist extrem biegsam und mit den flauschigen Kätzchen-Blütenständen schön anzusehen.
Das ist genau der richtige Naturwerkstoff für unsere Martha! Mit viel Geschick formt sie interessante Figuren und kleine Kunstwerke aus dem Astsalat, die sie mit Draht und/oder Schnur sowie stärkeren Ästen in ihrer Form hält.
Martha hat ein besonderes Herz für unsere heimischen Vögel, die sie während unserer langen Waldviertler Winter liebevoll und verlässlich in unserem weitläufigen Hausgarten füttert.
Kein Wunder also, dass jetzt im Frühjahr in unserem Außenraum die kreativen Ast-Vögel eingeflogen sind.
Danke, Martha, für deine Gestaltungsideen rund um unser Haus und für deine geschickten Hände!
Lasst euch davon inspirieren und versucht euch selbst am "Astsalat"!
Fotos: Martin Becherer 03/2026

Am Sonntag, den 11. Jänner, hat Doris ihr Morgengebet unter anderem dazu genutzt, eine gemeinschaftliche Großbaustelle der besonderen Art ins Leben zu rufen. Angesichts des üppig vorhandenen kalt-weißen Baumaterials lud sie uns alle am Nachmittag in den Hof zur großen Schneeburg-Werkstatt für die Kinder ein. Gesagt, getan!
Perfekt ausgerüstet mit Tatendrang und Schaufeln schauten wir erst einmal zu, wie unser guter Merlo mit seiner "Riesenschaufel" die vorbereitenden Grobarbeiten vornahm und unter Bernhards kundiger Führung Schnee über Schnee zusammenschob, auftürmte und festklopfte. Die Baubedingungen waren deshalb nicht optimal, weil der Schnee wegen der extremen Kälte nicht "pickte", sondern pulvrig herumstaubte und sich nur schwer verdichten ließ.
Als der Riesenhaufen trotzdem geschafft war, kamen die "Facharbeiter" zum Einsatz - allen voran unsere wieder kindgewordenen Männer. Michael-Johannes konzentrierte sich auf den Stiegenbau, Bernhard und Christoph übernahmen die Rutsche, Martin und Markus den Verbindungstunnel im unteren Bereich der Schneeburg. Doris kümmerte sich um einen Aufstieg mit Seilzug. Und das alles geschah, während unsere Jüngsten dazwischen herumwuselten und viele von uns als Zuschauer Anteil nahmen.
Endlich war es soweit und nach Christophs "Probefahrt" konnten Tamara (3) und Annalena (4) ihre Rutsche mit einem schneegefüllten Sack hinuntersausen. Huii, das war ein Spaß! Genau wie die gesamte Aktion an sich!
Unsere beachtliche Schneeburg hielt auch in den kommenden Tauwetter-Tagen noch lange stand und blieb für die Kinder bespielbar - ganz genau wie wir uns das für sie gewünscht hatten.
Fotos: Martin Becherer

Frisch angekommen im neuen Jahr machen wir für unsere Leser und Freunde mit Interesse an unserem Leben einen kurzen Rückblick auf unsere Winter- und Weihnachtszeit.
Fein, dass der Wetterumschwung vor Weihnachten das Waldviertel in ein Winter-Wonderland verwandelt hat. So „eingschneipt“ fühlt es sich doch ein bisschen an, als wäre man von der Außenwelt abgeschnitten. Das ermuntert dazu, die wohlige Gemütlichkeit im eigenen Zuhause zu suchen mit den lieben Menschen, die dort gemeinsam wohnen.
Das Vorbereiten auf Weihnachten ist natürlich Einstellungssache.
Bei uns helfen jedenfalls traditionelle Aktivitäten im Advent mit, uns auf das Fest am 24. einzustimmen. „Weihnachtsfan“ Johanna hat mit einem Gemeinschaftsadventkalender überrascht, der außer einer süßen Überraschung auch kleine Aufgaben verborgen hielt. Jeder von uns bekam an seinem Tag des Türchenöffnens einen solchen Auftrag mit auf den Weg.

Wenn wir bereits von Süßem sprechen: Wer Weihnachtskekse für 25 Menschen backen will, muss einige fleißige Händepaare zusammentrommeln. Da auch das Nebenbei-Naschen erlaubt ist, war das glücklicherweise nicht schwer.
Am Samstag vor Weihnachten entstanden hunderte zart-mürbe Vanillekipferl, fluffige Polo Nero und viele andere Kekssorten, damit jede und jeder am Keksteller sein Lieblingsgebäck wiederfindet.


Tags drauf war schon der 21. Dezember: ein Wendepunkt in der Natur, den wir dank unseres guten Freundes Georg sehr bewusst wahrnehmen.
Treffpunkt: Lagerfeuer! Mit Decken und Sitzpolstern ausgestattet trotzten wir dem ungastlich-nasskalten Wetter und lauschten neben den brennenden Scheiten Georgs Gedanken zum Jahreskreis der Natur. Dann gab’s deftiges Aligot (einfache Hirtenmahlzeit aus Frankreich: Kartoffelpüree mit Kürbis und Käse), Störibrot und Punsch.


Unser Weihnachtstag war gemütlich und setzte sich aus den unterschiedlichsten Beiträgen verschiedener Gemeinschaftsmenschen zusammen. Ein besonderes Highlight war das Krippenspiel, welches Barbara, Ingrid und Gabi mit unseren Kleinsten einstudiert hatten. Der eine oder andere Sprechtext wurde zwar spontan improvisiert, aber gerade das machte den Charme aus. Und beim Abschlusslied tanzte bald das gesamte Publikum die Choreographie mit.

Echte Freude und Dankbarkeit waren für uns die Begriffe, die in diesen Weihnachtstagen im Vordergrund standen. Die freien Tage boten auch Raum, um Freunde und Bekannte einzuladen und sich in gemütlicher Runde auszutauschen. Der Jahreswechsel wurde mit einem lockeren Spieleabend begangen oder bei Freunden verbracht. Jene, die bis Mitternacht ausharrten, begrüßten das neue Jahr mit einem Schluck Sekt und Nachbars Feuerwerk.
So sagen wir PANs zu 2026: „Auf ein Neues! Lasst uns für unsere Erfahrungen dankbar sein und mutig auf neue Herausforderungen zugehen! Auf dass wir über unsere bisherigen Vorstellungen hinauswachsen!"
Unser Weihnachtsgruß an alle, die uns kennen, sind heuer einige LEBENSmomente aus unserem Haus und kleine Augenblicke unserer Gemeinsamkeit. Möge euch unser Video ein wenig Freude schenken und erinnern an das Geschenk, das wir teilen: unser Leben als Menschen im Hier und Jetzt.
Danke, dass wir ein Stück des Weges miteinander gehen.
Gesegnete Weihnachten!
Eure PANs

Die Küche ist ja irgendwie auch ein Experimentierlabor.
Mein erstes Kimchi vor dreieinhalb Jahren, welches zwei Wochen in einer unspektakulären, durchsichtigen Plastikbox reifte, war eher so „meeh“. „Das war wohl nix!“, so meine Schlussfolgerung. Darauf folgte eine Zeit der Funkstille zwischen mir und der Fermentation. Die Kohlrabiflut im Herbst letzten Jahres hat mich auf der Suche nach neuen Verarbeitungsmöglichkeiten dann jedoch wieder zum Thema zurückgeführt. Diesmal mit (Gott sei Dank!) mehr Erfolg. Das beinahe ewig haltbare Kohlrabi-Kimchi lächelt mich heute noch aus dem Eck des Kühlers an und macht sich mit seinem säuerlich-frischen Geschmack besonders gut im Linsensalat.


Abgesehen von dem spannenden Prozess des Selbermachens hat das Arbeiten mit Fermentationsprozessen bei Lebensmitteln auch andere Vorzüge. Fermentiertes Gemüse (z. B. Kimchi oder Sauerkraut) ist durch die entstehende Mikrobiologie sehr lange haltbar, ohne dass man die weithin gängigen Zusätze Essig und Zucker hinzufügen muss. Nur Salz ist als Stabilisator wichtig. Im Gegensatz zu vielen Einmachprodukten, die durch Sterilisieren haltbargemacht werden, erhält man beim Fermentationsprozess die lebendige Mikrobiologie.
Fermentierte Lebensmittel enthalten also lebende Mikroorganismen (Probiotika), deren Verzehr helfen kann, die Vielfalt in der Darmflora zu erhöhen und somit die Verdauung zu verbessern.
Besonders bei fermentiertem Gemüse oder zum Beispiel Sauerteigbrot wird das Lebensmittel durch den Fermentationsprozess außerdem für die Verdauung „vorverarbeitet“ und Nährstoffe werden besser verfügbar.
Gerade in Zeiten wie diesen, wo den ganzen Herbst lang diverse Krankheitserreger zirkulieren, fragt man sich, wie man den eigenen Körper am besten stärken kann. Ein gesundes Mikrobiom im Körper aufzubauen, kann dabei sehr hilfreich sein. 70–80 % unserer Immunzellen "wohnen" ja bekanntlich im Darm. Eine gesunde Bakterienvielfalt unterstützt somit eine schnelle Abwehrreaktion des Immunsystems. Nicht schlecht,wofür das alles nütze ist!

Jetzt kommt allerdings ein (nicht unbedeutender!) Warnhinweis: Wenn man den säuerlich-prickelnden Geschmack von Fermentiertem einmal liebgewonnen hat, kommt man nicht mehr so schnell davon los. Einem unerwarteten Geschenk eines Bekannten folgend besitze ich seit April dieses Jahres Wasserkefirknollen, mit denen ich, um die steigende Nachfrage abzudecken, inzwischen alle zwei Tage 3 l des erfrischenden probiotischen Getränks produziere. Vor zwei Monaten ist dann auch ein Kombuchapilz eingezogen, denn: Der eigene Kombucha ist halt wirklich richtig lecker!
Die schöne Reise mit lebendigen Kulturen hat natürlich auch ihre anspruchsvolle Seite. Alle zwei Tage will der Kefir neu angesetzt werden, der Kombucha nach 8–9 Tagen. Um den Sauerteig kräftig und triebstark zu erhalten, sollte er jede Woche aufgefrischt werden. Ein eigener Kalender, um nicht den Überblick zu verlieren, ist da unabdingbar. Aber so ist das eben, wenn man mit lebenden Kulturen arbeitet: Es ist ein Geben und wieder Zurückbekommen.
Zahlt sich aber aus, wenn du mich fragst. Und sonst frag ich keinen ;-)

Ratter, ratter, trrrrrt, trrrrrt. Beim Vorbeigehen an Omas Nähwerkstatt tönt das vertraute Geräusch durch die Türritzen und verrät mir, dass Elisabeth wieder einmal an einem neuen Projekt arbeitet.
Nicht einmal über den Sommer, wo ja so viel Arbeit draußen im Garten wartet, steht ihre Nähmaschine still. Denn Sommer ist halt auch die Zeit für neue Sommerkleider - da kann man machen, was man will. Nähen ist Elisabeths Lieblingshobby und wer ihren Kleiderschrank kennt, weiß, dass sich die Ergebnisse daraus sehen lassen können.
Schön ist, dass sie mit ihren Fähigkeiten nicht nur sich selbst einkleidet. Bei ihren vielartigen Projekten kommt ihr die Ausbildung zur Schneiderin in ihrer Jugendzeit natürlich sehr zugute. Auch wenn einzelne Kniffe und Techniken von anspruchsvolleren Nähprojekten wieder neu erlernt werden müssen, habe ich selten erlebt, dass Oma Elisabeth vor einer neuen Herausforderung haltmacht.
Bittet man Oma um ein Kleidungsstück, darf man den Entstehungsprozess von der Auswahl des Stoffes über das Suchen des passenden Schnittes bis hin zum fertigen Endprodukt miterleben. Termine zum Abmessen, Anprobieren und manchmal zum gemeinsamen Entziffern der Nähanleitung muss man sich auf jeden Fall miteinteilen! Denn am Ende sollte es doch immer für denjenigen perfekt passen, der das genähte Stück dann trägt.
Auch abseits von Wunschprojekten kommen ihre Fähigkeiten allen zugute: Ob ausgerissene Zippverschlüsse, löchrige Knie an Kinderhosen, die Änderung von Kleidungsstücken oder die neuen Bündchen für den Lieblingspullover: Oma macht das alles gerne. Denn: „Das ist meine Fähigkeit und meine Freude, die ich gerne mit euch teile!“
Umfangreiche Projektführung, gemeinsames Mittagessen mit den Menschen im PAN-Projekt, Gespräche je nach Interesse, Kaffeejause
Beginn: 10.00 Uhr, Ende: 16.00 Uhr
Unkostenbeitrag: € 40,-
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