Was braucht ein Schwein, um glücklich zu sein?

Geschafft! Wir haben das Projekt „Neue Schweineweide mit Fressstand“ nach einem halben Jahr Arbeit knapp zwei Wochen vor Weihnachten fertiggestellt. Wenn ich jetzt in der Früh oder am Abend Richtung Auwald hinunter fahre, um die Schweine zu füttern, erfüllt mich eine große Dankbarkeit. Nicht nur weil das Projekt endlich abgeschlossen ist, sondern auch weil es sehr viele, mir wichtige Themen verbindet. So haben wir zum Beispiel so regional wie möglich gebaut (mit Firmen aus der Umgebung und mit dem Holz aus unserem eigenen Wald), die Tiere haben wieder ausreichend Platz und die Ausstrahlung der Anlage ist einfach „der Hammer“. Heute möchte ich euch erzählen, wie und warum das alles entstanden ist...

Michael Hahn, Michael Hobiger und Benedikt Haas bei den letzten Holzarbeiten für den Fressstand

Die Bauphase

Angefangen hat es damit, dass wir feststellten: „Die Winterweide wird zu klein und deshalb brauchen wir einen neuen Platz für unsere Schweine!“ Damit war die Idee geboren und es war nur mehr eine Frage der Zeit, bis sie sich ihren Weg in die Umsetzung bahnte.
Wir begannen zu überlegen, was verändert werden sollte und wo ein geeigneter Standort wäre. Schließlich fiel die Entscheidung auf den "langen Hofluß" vor dem Auwald, dessen Erreichbarkeit für uns sehr gut passte und wo auch die benötigte Aufschließung bereits vorhanden bzw. unkompliziert möglich war. Eines führte zum anderen: Anfang 2024 starteten wir mit dem Beschaffen der Baumaterialien, was bedeutete, in den Wald zu gehen und das Bauholz zu ernten, welches anhand des Bauplanes aufgeschnitten wurde und schon bald in großen Stapeln auf unserem Parkplatz lagerte.

Am Firmenparkplatz wurden die Holzelemente gebaut, um dann mit dem Kran versetzt zu werden

Nach der bürokratischen Phase (Baubewilligung, wasserrechtliche Bewilligung, Förderansuchen für die Baukosten...) begann Michael im Juli mit den Baggerarbeiten. Im September und Oktober wurden die Raine für den Zaunbau geschnitten, die Bodenplatte und Sockelwände betoniert und der Zimmermann kam, um die Holzmodule zu bauen und aufzusetzen. Außerdem wurden die ersten Zaunsteher gesetzt, an denen unsere Männer im November in mehreren Teameinsätzen den Maschendrahtzaun montierten. Die Spengler deckten das Dach und unsere Elektriker installierten Licht, Strom und Tränken. Mit der Übersiedelung der Inneneinrichtung, mit hunderten kleinen Handgriffen und viel Liebe zum Detail erfolgte schließlich die Fertigstellung.

Die letzten Meter Außenzaun auf der Waldseite werden mit Maschendraht bespannt

Und dann, Anfang Dezember, bekam ich endlich das „Startsignal“ für das Übersiedeln unserer Schweine.

Jetzt – am Ende dieser langen Kette aus vielen praktischen Tätigkeiten – blicken wir auf ein intensives Jahr und ein gelungenes Bauprojekt zurück. Doch besonderes Augenmerk verdient meiner Ansicht nach, was auf den ersten Blick nicht so deutlich ins Auge springt wie unser neuer Schweinefressstand – nämlich die tiefer liegende Motivation, die als wesentlicher Grund für unsere Tierhaltung auch diesem Bauwerk den Weg bereitet hat...

Bei den gemeinsamen Arbeiten während dem Wintereinbruch Anfang Dezember darf eine Stärkung nicht fehlen

Alles ist lebendig und in Entwicklung

„Warum brauchen wir das alles?“ Diese Frage hab ich mir in Bezug auf unsere Landwirtschaft selbst schon oft gestellt – nicht weil ich es nicht weiß, sondern weil auch ich mir mit der Beantwortung dieser Frage immer wieder vor Augen führe, warum ich die Entwicklung unserer Landwirtschaft so unterstütze und vorantreiben will. Der Wert liegt in der Seelenentwicklung unserer Tiere.

Wenn ich mir die Frage stelle: „Was braucht ein Schwein, um glücklich zu sein?“, dann lautet die Antwort für mich nicht: „Einen großen, neuen 5-Sterne-Fressstand“ oder „eine doppelte Umzäunung und Menschen, welche die Tiere im Alter von einem Jahr mit dem Traktor von der Weide abholen und zum Schlachten bringen.“
Würde Tierwohl und „Schweineglück“ allein bedeuten, Schweine so leben zu lassen, wie sie es naturgegeben täten, dann würden sie frei als Wildtiere leben, sich Wurzeln und Würmer im Wald ausgraben, ihre Ferkel alleine auf die Welt bringen, diese vor Fressfeinden beschützen und in der Gegend umherziehen, um wahrscheinlich die Maisfelder und Wiesen der Bauern zu zerwühlen.

Freilandschweine im Schnee
Links Muttersau Mina mit den Mastschweinen, rechts Eber Mirko mit seiner aktuellen Gefährtin Karla

Doch als Tierhalterin übernehme ich Verantwortung für das körperliche UND das seelische Wohl der Tiere. Schließlich habe ich es mit Lebewesen zu tun und dafür zu sorgen, dass durch unsere Zusammenarbeit beide Seiten möglichst viel im Sinne der Seelenreife profitieren.
Seit der Mensch vor rund 13.000 Jahren mit der Domestizierung der Wildtiere begonnen hat und diese dann mehr und mehr gezähmt hat, um sich gesichert mit Nahrung zu versorgen, hat auch die seelische Reife der Tiere in diesem Prozess zugenommen. Für mich ist es mehr als deutlich: Nichts hat eine größere Auswirkung auf die seelische Entwicklung der Tiere, als die Liebe eines Menschen, der sie führt. Mit Liebe meine ich nicht das liebevolle Streicheln und Verhätscheln eines Haustieres, sondern das Gesamtpaket der Empfindungen und Rahmenbedingungen, die das Tier durch den Menschen bekommt:

  • Die Erfüllung seiner körperlichen Bedürfnisse (wie Platz, Futter, Sozialgefüge, naturnahe und artgerechte Haltung...) und
  • die Erfüllung seiner seelischen Bedürfnisse, durch die es reifen kann (wie der ruhige Ablauf und die Struktur einer geordneten Fütterung, das Respekt-Haben vor kleinen und großen Menschen, das Vertrauen in den Menschen in allen Lebenslagen, Regeln und Grenzen kennen zu lernen und vor allem würdevoll behandelt zu werden) – vom ersten bis zum letzten Atemzug.

Dass es unseren Tieren in diesem Sinn so gut wie möglich ergeht, betrachte ich als unsere Verantwortung und dafür setze ich mich nach meinen Möglichkeiten ein. Mein Augenmerk dabei liegt ganz auf dem echten Wohl der uns anvertrauten Geschöpfe. Darüber hinausgehend möchte ich erreichen, dass auch andere Menschen den Mehrwert dieser Denk- und Arbeitsweise erkennen und nachvollziehen können, um ihn an ihre Tiere weitergeben zu können.
Ein besonderes Anliegen sind mir die Kinder. Sie können mit Leichtigkeit lernen, wie man würdevoll mit Tieren umgeht und dadurch ein Liebesbewusstsein erfahren und entwickeln, das einen wertvollen Grundstein für ihr weiteres Leben legt. Denn schließlich werden unsere Kinder die Landwirte und Konsumenten der Zukunft sein.

Freilandschweine im Schnee
Die jungen Schweine erkunden mit großem Interesse die neue Weide

„Tiere hautnah erleben“ für Kinder

In diesem Sinn lade ich ganz speziell die Kinder ein! Ich werde in diesem Jahr mehrere Tierwanderungen für junge Menschen anbieten. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, unsere Schweine und Schafe aus unmittelbarer Nähe kennenzulernen und mit ihnen auf sichere und natürliche Weise Kontakt aufzunehmen. So können sie erleben, wie diese Tiere mit ihrem Nachwuchs leben und lernen.
Die Termine in den Ferienzeiten werden in unserem Newsletter bekanntgegeben und im Rahmen der „Gesunden Gemeinde“ in der nächsten „Großschönauer Gemeindezeitung" im März veröffentlicht.

Ich freu’ mich auf euch!

Stefanie

Projektübersicht "Neue Winterschweineweide"

Wissenswertes:

Weidefläche: rd. 1 Hektar, aufgeteilt auf eine kleinere Eberweide (Eber & Zuchtsau) und einen großen Teil für die große Schweinerotte
Zaunlänge: 1 km Maschendraht- / Stromzaun (Außenseite & Abtrennung der Weiden)

Beteiligte Unternehmen:

Gesamtorganisation: PAN-Projektewerkstatt
Baumeisterei & Betonarbeiten: Bauart.work, Mühlbach
Zimmermann: Michael Hobiger, Hoiz4you, Friedreichs
Spenglerei: Zankl Dach, Groß Gerungs
Baggerarbeiten: Josef Litschauer, Groß Otten

Stefanie Hahn, Fotos: Martin Becherer
01/2025
Mehr Beiträge aus dem Bereich "Landwirtschaft"
Die Rehkitz-Retter aus Harmannstein

Seit wir Grünland bewirtschaften und Heu ernten, hieß es, kurz bevor das Mähwerk zum Einsatz kam, immer: "Wer kann bitte mitkommen – wir gehen Rehe suchen!"
Die kleinen Rehkitze, die von ihren Müttern im hohen Gras der Wiesen versteckt werden, können noch nicht davonlaufen, wenn der Traktor kommt. Daher betrachten wir es als unsere Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Jungtiere auf unseren Wiesen beim Mähen nicht verletzt oder getötet werden.

Heuer hat sich der "Einsatztrupp" zum ersten Mal von 10 bis 20 Menschen auf Martin und Bernhard reduziert. Möglich macht dies eine Drohne mit Wärmebildkamera, mit der das Kitze-Retten ein technisches Upgrade bekommt. Das haben wir zum Anlass genommen, um uns mit Martin über das Hobby und die Profession "Drohnenpilot" zu unterhalten.

Du bist schon seit vielen Jahren Drohnenpilot. Wie hat alles angefangen und was begeistert dich daran so sehr?

Angefangen hat es vor vielen Jahren, als ich den ersten Quadcopter selbst mit einer Gimbalkamera ausstattete.

Es ist die andere Perspektive von oben, die mich begeistert. Nur wenige Meter an Höhe ermöglichen es, einen neuen Blickwinkel abzubilden, der ein Gesamtes aus der Vogelperspektive visualisieren kann. Die richtige Tageszeit und Lichtstimmung tragen ihres dazu bei, unvergessliche Bilder und insbesondere Videos aufzunehmen - das ganze Jahr über. Themenbezogene Projekte und Aufträge in Österreich runden diese Aktivitäten ab. Sehr gerne kombiniere ich auch beides: Boden- und Luftaufnahmen sowie Makros (Detailbilder) zu einem gesamten Ausdruck.

Als Mensch, der "draußen zu Hause" ist und dem die Natur sehr am Herzen liegt, sind neben eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen auch deine Bilder der heimischen Tierwelt spektakulär. Welche Tiere hast du schon per Drohne vor die Linse bekommen?

Einen Mäusebussard in unmittelbarer Nähe und Schwalben - die sehr gerne die Drohne umkreisen und mit diesem „unbemannten Flugvogel“ mitfliegen wollen.

Zum Rehe-Suchen per Wärmebild-Drohne machst du dich mit Bernhard schon um 4 Uhr morgens auf den Weg. Was sind die besonderen Herausforderungen in diesem neuen Einsatzgebiet?

Die Einsatzplanung ist der wichtigste Part, um effizient von einer Befliegungsfläche zur nächsten Wiese oder zum nächsten Kleefeld zu gelangen. Gerade im Waldviertel sind wir eher mit kleineren Feldstücken und zerstreuten Flächen, oft auch in mehreren Ortschaften, bedient.

Trotz mehrerer Akkus im Talon kann es schon vorkommen, dass ein Nachladen während eines Früheinsatzes notwendig ist. Insbesondere dann, wenn sehr große Flächen abgesucht werden und häufig auch, wenn immer wieder Rehkitze im Feld liegen. Per Funk leite ich Bernhard dann zum Liegeplatz, während in dieser Zeit die Drohne permanent in der Luft stillsteht in rund 60 Meter Höhe. Auf dem Graustufen-Wärmebild am Monitor sehe ich alles, was vor sich geht: die warmen Flächen als weiße Spitzlichter, Bernhard wie und wohin er sich bewegt, ein Rehkitz liegen, dessen Mutter weglaufen usw.

So konnten wir heuer natürlich auch Blindgänger lokalisieren - wie eine Katze oder mehrere Hasen, welche genauso warme kleine Körper in der morgendlichen Tauwiese abbilden. Doch bei jedem Früheinsatz hatten wir bisher mindestens 1 Erfolgserlebnis und konnten so in Summe das Leben mehrerer Rehkitze vor dem Traktormähwerk retten.

Was ist dein persönliches Fazit nach den ersten Einsätzen?

Durch die Verbindung zu einem gemeinsamen Thema - nämlich der Fürsorge und Achtsamkeit anderen Lebewesen gegenüber -, kommunizierten wir während dieser Zeit wieder mehr mit den Jägern und anderen Landwirten. Dafür bin ich dankbar.
Als Naturfilmer ist das morgendliche Naturerwachen ein besonderer Moment für mich, der mir in dieser Zeit wieder einmal eröffnet hat, wie einzigartig und schön sich unser seelenstarkes Waldviertler Hochland anspürt. Danke.

07/2026
Erste Ernten – ein Dank von Herzen

Es ist für mich jedes Jahr etwas Besonderes, wenn wir die ersten Kisten und Körbe mit frischem Gemüse füllen können: knackige Radieschen, saftiger Salat, türkisgrüne Kohlköpfe, Zucchini und Gurken. Noch ist es keine üppige Fülle, aber genau das erinnert uns an etwas Wichtiges: Alles beginnt anfangs klein. Und noch etwas wird schnell sichtbar, wenn wir diesem Kleinen unsere Aufmerksamkeit schenken: Nichts entsteht allein.

Aus einem Samenkorn wird nur dann etwas, wenn Boden, Wasser, Wärme, Insekten und unzählige kleine Lebewesen zusammenwirken, denn Wachstum ist immer ein Miteinander.
Vielleicht sollten wir Menschen uns auch öfter daran erinnern, dass wir Teil dieses großen Ganzen sind. Dass wir nicht über der Schöpfung stehen, sondern in ihr leben, denn mit allem, was wir tun, hinterlassen wir Spuren. Wir tragen Verantwortung, achtsam und respektvoll mit dem Boden, den Pflanzen, den Tieren und miteinander umzugehen.
Ich kann nicht oft genug davon erzählen: In meinen Augen ist jede Ernte, sei sie auch noch so klein, ein Geschenk. Nicht selbstverständlich, sondern das Ergebnis liebevoller Hände, unzähliger Stunden Arbeit und einer Natur, die uns reich beschenkt, wenn wir sie gut behandeln.

Mit diesen ersten Ernten beginnt für uns jedes Jahr eine Zeit voller Dankbarkeit und Freude. Sie lädt uns täglich ein, bewusster hinzuschauen, zu genießen und uns den Wert der scheinbar „einfachen“ Dinge neu zu erschließen.

An dieser Stelle möchte ich auch meinem gesamten Gartenteam von Herzen danken und all denen, die diese Freude und Wertschätzung für unsere Natur mit mir teilen!

Herzlich,
Maia

07/2026
17-mal Nachwuchs bei unseren Schweinen

Mit nur einem Tag Zeitunterschied haben unsere älteste Sau Karla und ihre Tochter Laura Ferkel bekommen.
Karla, stolze 9 Jahre alt, darf sich nach einem langen, fruchtbaren Leben nun zur Ruhe setzen und die Zeit mit ihren fünf Ferkeln genießen. Einige ihrer Ferkel hat sie in den Tagen nach der Geburt leider verloren, da sie an MMA (eine schmerzhafte Schweinekrankheit mit Gesäuge- und Gebärmutterentzündung) erkrankt war. Mit der Unterstützung unseres tollen Tierarztes und unserer Fürsorge konnten wir Karla aber wieder gesund pflegen. Mittlerweile nehmen die Kleinen sehr gut zu und verbringen viel Zeit damit, miteinander ihre Kräfte zu messen, wie die Großen zu wühlen und nach einer guten Mahlzeit mit der Mama zu kuscheln.

Karlas Tochter Laura hat einen Tag nach ihrer Mutter ihre zweite Abferkelung souverän gemeistert. Alle zwölf geborenen Ferkel erfreuen sich bester Gesundheit und wurden gemeinsam mit Mama diese Woche bereits auf die Sommerweide übersiedelt.
Und wir freuen uns sehr über die guten Instinkte von Laura und ihren friedlichen und fürsorglichen Charakter.
„Auf einen schönen Sommer mit viel Schweineglück!“

05/2026
Lammfleisch in echter PAN-Qualität

Das Titelbild mit Benedikt und den Schafen habe ich für diesen Artikel deshalb gewählt, um den wichtigsten Punkt an unserer Tierhaltung zum Ausdruck zu bringen: nämlich den würdevollen Umgang mit unseren Tieren.
Damit geht für mich einher, dass sie Zeit zum Leben und Reifen haben. Sie sollen ihren Bedürfnissen entsprechend in einer Herde aufwachsen, die Natur erleben können und ihre Instinkte und Beziehungen aufbauen dürfen.

Wir, als Menschen, versuchen sie dabei so gut wie möglich zu unterstützen und ihnen einen würdevollen Rahmen für ihre Entwicklung zu schaffen. Dieser Rahmen soll auch die Schlachtung miteinbeziehen, die bei uns in Ruhe und Gelassenheit stattfindet. Das Gefühl, das mich dabei immer begleitet, ist eine unglaubliche Dankbarkeit gegenüber den Tieren und ihren Naturseelen.

Mit diesem Eindruck darf ich euch auch dieses Jahr wieder anbieten, Fleisch von unseren Jungschafen bei uns zu kaufen. Die langsam gewachsenen Tiere sind jetzt im März ein Jahr alt und die Fleischqualität ist einfach top.

Bei uns gibt es ausschließlich Mischpakete zu kaufen – entweder das kleine 4kg-Mischpaket oder das „halbe Lamm“, ein ca. 8kg-Mischpaket (je 20€/kg).

Bei Interesse meldet euch bitte bis Sonntag, den 22. März bei mir. Ihr könnt dann das Fleisch am Montag, den 30.03.2026 abholen oder euch per Kühlversand zuschicken lassen.
Mein Kontakt: Stefanie Hahn, 0680/1451244 (WhatsApp oder Anruf) oder per E-Mail unter

Am Nachmittag der Abholung (30.03.2026) besteht außerdem die Möglichkeit, mit Benedikt unsere Schafe zu besuchen. Ich bitte um Anmeldung!

Ich freue mich auf eure Bestellungen!

03/2026
Die Bienensaison ist eröffnet!

Mit unverkennbarer Freude und bei strahlendem Sonnenschein nimmt Markus, unser Bienenvater, am 27. Februar die erste Frühjahrsdurchsicht bei seinen 17 Völkern vor. "Ich habe bereits beobachtet, dass einige Bienen Pollen einbringen: Ein Zeichen, dass frische Brut vorhanden ist - und das bereits im Februar!"

Bei der Revision der Bienenstöcke wird kontrolliert, ob alles in Ordnung ist. Dort, wo die Futtervorräte überwiegend aufgebraucht sind, hängt Markus zusätzliche Rahmen mit Honigwaben aus dem Vorjahr in die Stockzargen ein.
Sein zufriedenes Resümee: Alle Völker haben den Winter bisher gut überdauert - mit teilweise erheblichen Honigreserven im Talon.

"Ich beobachte schon Brutnester, die an Größe zunehmen. Mehr Brut bedeutet aber auch mehr Futterbedarf! Die Vielfalt an verwertbaren Blühgewächsen für die Pollenproduktion ist zu dieser Zeit zwar nicht besonders groß, doch die rundum wachsenden Haselstauden machen das wett und sind Quelle und Garant für die Versorgung meiner Völker!"

Neben der direkten Beobachtung der Bienenvölker vor Ort sind von Imker Markus außerdem in der Werkstatt noch einige Vorbereitungen für die beginnende Saison zu treffen: Holzrähmchen reinigen, Wachsplatten einlöten sowie weitere Stockzargen bauen.

"Es macht mir sehr viel Spaß, am Bienenvolk selbst zu arbeiten und draußen in der Natur bei jeder Witterung den Jahreskreis der Bienen zu erleben und mitzulernen.
Ich bin schon sehr gespannt, wie sich dieses heurige Jahr entwickeln wird, denn jedes ist anders. Jedenfalls steht eines fest: Die Bienensaison hat schon mal früh und gut begonnen!"

03/2026
Zwischen Stall und Schlafmangel

Wer Benedikt in diesen Wochen erlebt, merkt schnell, dass die Ablammsaison für ihn nicht nur eine arbeitsreiche Zeit ist. Man spürt sein Bemühen, seine Aufmerksamkeit für jedes einzelne Tier und die Verantwortung, die er trägt. Oft leise, oft nebenbei, aber immer präsent. Zwischen nächtlichen Stallgängen, neuem Leben und Momenten des Zweifelns entsteht eine Saison, die fordert und prägt. Benedikt erzählt, wie sich diese Wochen für ihn angefühlt haben.

Wenn du die Ablammsaison in drei Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Lehrreich, anstrengend und schön.  (Sagt er, ohne lang zu überlegen)

Mit welchem Gefühl beginnt für dich die Ablammsaison und woran erkennt man, dass es wieder losgeht?

Mit Freude. Wenn es losgeht, beginnt für mich eine ganz besonders intensive Zeit. Ich bin viel im Stall, viel bei den Tieren. Da bin ich daheim. Auch praktisch sieht man es gut, wenn die Schafe ansetzen, das Euter wächst und sie insgesamt einfach dicker werden.

Wie viele Lämmer sind in dieser Zeit insgesamt zur Welt gekommen?

13 von 14 Mutterschafen haben schon erfolgreich abgelammt und es sind bis dato 23 Neulinge. Auffällig war, dass es heuer deutlich mehr Jungs gegeben hat.

Ist das die anstrengendste Zeit im Jahr?

Ja, vor allem im Kopf.
Man ist eigentlich zu jeder Uhrzeit mit den Gedanken bei den Tieren. Und wenn einem noch etwas Erfahrung fehlt, dann ist das schon fordernd. Besonders nachts.

Warum nachts?

Na grundsätzlich komme ich zwar auf meine sieben Stunden Schlaf, aber nicht in der ersten Zeit mit den Flaschenlämmern. Da ist es intensiver und dieses Jahr war das relativ früh. Für sie bin ich in der Nacht alle drei Stunden aufgestanden, dazwischen habe ich vielleicht zweieinhalb Stunden geschlafen, wenn überhaupt. (Er lacht kurz.)
Das steckt man nicht einfach weg, aber es zahlt sich definitiv aus!

Wie beeinflussen Wetter und Extreme deine Arbeit bei den Tieren?

Extreme oder ungewohnte Bedingungen bringen immer Herausforderungen, so wie in diesem Jahr die durchgehende Kälte. Doch für alles finden wir Lösungen. Sie sind halt oft mit mehr Arbeit verbunden und damit, dass man aus seiner Komfortzone herausgeht. Wichtig ist, offen zu bleiben und vorausschauend zu denken.

Gab es etwas, das dich besonders berührt oder überrascht hat?

Ja, unser blindes Lamm Sebastian. Am Anfang war ich überfordert, weil ich nicht gewusst habe, was ihm fehlt. Er war so tollpatschig und ich hab erst später herausgefunden, dass er kaum etwas sehen kann. In den ersten Tagen war ich dann eigentlich stündlich bei ihm. Dadurch habe ich sehr viel Zeit im Stall verbracht und auch die anderen Tiere noch besser kennengelernt.
Ein Moment ist mir besonders geblieben: Einmal am Abend nach dem Flaschenfüttern wollte ich gerade das Stalltor zuschieben, um ins Bett zu gehen, sagte Gute Nacht zu meinen Schafen und sie haben nicht wie gewohnt laut durcheinander geblökt, sondern nur dreimal und dann war es still. Nicht fordernd, ganz ruhig. Da hab ich mir gedacht, das ist ihre Art, mir eine gute Nacht zu wünschen. (Er lächelt.)

Wie gehst du mit Situationen um, in denen es ein Lamm nicht schafft?

Gerade am Anfang ist das mit Schuldgefühlen verbunden. Aber davon darfst du dich nicht unterkriegen lassen. Wenn ich weiß, ich habe mein Bestes gegeben, dann gehört es manchmal einfach dazu. Es sind Lebewesen. Nicht alles liegt nur in unserer Hand.

Gibt es einen Moment am Tag, an dem du kurz innehältst und merkst, dafür mache ich das?

Immer dann, wenn ich durch den Stall gehe und sehe, wie die Lämmer herumwuseln. Dann bleibe ich automatisch kurz stehen und habe ein richtig gutes Gefühl, weil alles wieder mit neuem Leben gefüllt ist. Meine Liebe gilt den Tieren und allem, was mit ihnen zu tun hat. Das gibt mir mehr als alles andere.

Was hat dich diese Saison über dich selbst gelehrt?

Dass ich mir oft manches erstmal leichter vorstelle, als es dann ist.
Bei mir kommt mit jeder Verantwortung auch der Druck alles richtig machen zu wollen. Wichtig ist dann, dass man sich selbst sagt: Schritt für Schritt, man wächst da hinein. Es muss nicht alles komplett perfekt sein. Ich lerne ja.

Was wünschst du dir, dass Menschen aus der Umgebung über deine Arbeit verstehen?

Dass man immer mit Lebewesen arbeitet. Nicht mit Maschinen oder Masse. Jedes Tier braucht Aufmerksamkeit und für jedes Tier trage ich als Bauer Verantwortung. Landwirtschaft heißt für mich, Verantwortung für das zu übernehmen, was ich täglich seh‘.

Am Ende dieser intensiven Wochen bleibt vor allem ein Gefühl.  (Er denkt kurz nach.)
Zufriedenheit. Nicht, weil alles perfekt war, sondern weil ich das Beste daraus gemacht habe. Die Lämmersaison 2026 war fordernd, lehrreich und rückblickend mir entsprechend.

02/2026
Ferkelgeburt im tiefsten Winter

Unsere jüngste Zuchtsau Lena ist am 14. Jänner zum ersten Mal Mutter geworden. Trotz der großen Kälte hat sie sich ganz toll auf ihre Instinkte verlassen und ein warmes Nest in einer der beiden Abferkelhütten gebaut. Dort hat sie dann ganz selbstständig ihre neun Ferkel zur Welt gebracht.
Auch die Tage danach hat sie sich vorbildlich um ihren Nachwuchs gekümmert, was Stefanie als unsere Schweineverantwortliche sehr gefreut hat. "Da hab ich wohl eine gute Entscheidung getroffen, als ich Lena als neue Zuchtsau für uns ausgewählt habe", meint sie zufrieden.

 

Fotos: Martin Becherer

02/2026
PANs Bio-Jungpflanzen für euren Garten 2026

Liebe PAN-Gartenfreunde!
Seit vielen Jahren ziehen wir unsere Jungpflanzen regional und mit viel Sorgfalt groß. Auch 2026 wollen wir euch wieder dabei unterstützen, euer eigenes Gemüse zu ziehen und

  • euch damit gesünder zu ernähren
  • mehr Zeit draußen zu verbringen
  • euch darüber zu freuen, dass es dieser Neujahrsvorsatz bis aufs Teller schafft 🌱☺️

Mit 33 Bio-Jungpflanzen-Sorten bieten wir eine vielfältige Auswahl für Garten, Hochbeet, eure kleine Fensterbank oder fürs Feld an — geeignet für alle jene, die sich voll motiviert das erste Mal in dieses gesunde Hobby stürzen wollen, genauso wie für erfahrene Gärtnerinnen und Gärtner.

Stöbert einfach in unserem Jungpflanzensortiment:

Jetzt stöbern und bestellen ›

Bestellungen und Fragen zu den Pflanzen nehmen wir gerne bis 13. Februar 2026 entgegen:

  • per Anruf: 0680/3018163
  • per E-Mail:
  • online unter https://pan.at/bio-jungpflanzen

Bitte bestellt, sobald ihr euch festlegen könnt, welche Pflanzen ihr für diese Saison braucht: Wir behalten uns vor, Bestellungen nur so lange anzunehmen, wie diese platz- und arbeitstechnisch für uns umsetzbar sind.

Liebe Grüße aus unserem Vorziehraum – wir freuen uns auf euch 🌿

01/2026

Das PAN-Projekt kennenlernen!

Umfangreiche Projektführung, gemeinsames Mittagessen mit den Menschen im PAN-Projekt, Gespräche je nach Interesse, Kaffeejause

Beginn: 10.00 Uhr, Ende: 16.00 Uhr
Unkostenbeitrag: € 40,-

Termin:

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